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Zitternd hielt ich die Zeitung in der Hand, in der stand, dass ein Mädchen tot aufgefunden worden war. Der Mörder sei noch unbekannt, aber leider wusste ich, dass ich der Mörder war. Um mich abzulenken, ging ich an die frische Luft. Es war nebelig und alles schien verlassen zu sein. Die Schaukel am Spielplatz gegenüber schwang hin und her und quitschte unerträglich. Irgendwas kam mir komisch vor. Langsam erkannte ich eine Silhouette von einem kleinen Kind. Ich dachte mir nichts dabei und schaute wieder weg. Ich spürte einen kalten Luftzug hinter mir. Es fühlte sich an, als würde jemand gegen mein Genick schnaufen, doch..das konnte nicht sein, ich hatte weder gehört, dass jemand gekommen war, noch würde die Person einfach hinter mir stehen bleiben. Ich wusste, dass niemand da war, trotzdem drehte ich mich um.

Es war niemand da, ich dachte mir nichts dabei und ging einfach weiter, bis ich eine Spieluhr hörte. Ich schrak auf und fragte mich, wo das auf einmal herkam. Ich bekam Panik und rannte los.. so schnell ich konnte, aber je schneller ich rannte, desto lauter wurde die Musik. Ich wusste nicht, was ich machen sollte und schloss einfach die Augen und hoffte, das es aufhören würde. Irgendwann war es still. Langsam aber sicher öffnete ich wieder die Augen, und sah mich um. Endlich war es vorbei. Ich wollte nur noch nach Hause und wollte wieder nur losrennen, aber als ich mich umdrehte, sah ich sie. Das Mädchen, das ich erstochen hatte.

Alles war voller Blut und sie hielt ihren Magen, in dem noch das Messer steckte. Sie spuckte Blut und eine komische Flüssigkeit lief aus ihren Augen. Sie starrte mich mit ihren leblosen Augen an und zog das Messer aus ihrem Bauch. Ich hörte, wie sie sang und sah eine Spieluhr in ihrer Hand. Sie ging auf mich zu und wurde immer schneller. Mein Herz raste wie verrückt und ich brach in Tränen aus, doch ich musste mich zusammenreißen, drehte mich um und wollte gerade losrennen, als sie auf einmal verschwand. Ich hörte nur noch, dass ich dafür zahlen müsste. Ich hatte Panik und fing an, einen entsetzlichen Schrei loszulassen und hielt die Hände vor mein Gesicht. Mir schossen tausend Gedanken durch den Kopf. Ich fühlte mich hilflos und alleine. Ich musste schnell wieder nach Hause, sonst würde ich das ganze hier nicht überleben. Ich wischte die Tränen aus meinem Gesicht und rannte aus Verzweiflung wieder los. Ich sah überall, wo ich hinblickte, diese schreckliche Mädchengestalt.

Sie lachte abscheulich und rannte mir hinterher und bei jeder Bewegung von ihr hörte man ihre Knochen knacken. Endlich sah ich mein Zuhause, stürmte zur Tür und schloss mich in meinem Zimmer ein. Ich zog die Vorhänge zu und schmiss mich auf den harten Boden. Ich blickte zur Decke hinauf und hoffte, das alles vorbei war. Ich schloss vor Erschöpfung die Augen und dachte, es würde wieder alles wie früher werden und alles vorbei sein, bis ich wieder diese Spieluhr hörte. Sie war wieder da. Sie legte ihren Kopf schief und die Haut an der einen Seite riss. Das ganze Blut von ihr war in meinem Zimmer verteilt. Sie stürzte sich auf mich und hielt mich fest, sodass ich nicht fliehen konnte. Die Gestalt hielt das Messer in der Hand, das sie vorhin aus ihrem Bauch rausgezogen hatte. Das verstümmelte Mädchen schaute als erstes das Messer und dann mich an. Ich versuchte mich zu wehren, doch sie hatte mich fest im Griff. Sie schnitt in meine Brust und ließ das Blut das vom Messer runterrann in meinen Mund tropfen. Ich schrie um Hilfe, doch sie hielt mir dann den Mund zu und schnitt weiter an meinem Körper herum und freute sich, mich so leiden zu sehen. Ich hielt die Schmerzen nicht mehr aus und ich fiel in Ohnmacht. 

Als ich wieder aufwachte, war alles weiß und ich dachte, ich wäre tot. Aber es war nicht so... leider. Ich saß in einer Gummizelle, weil alle dachten, ich hätte mir das angetan und es sei zu meinem eigenen Schutz. Ich erzählte den Ärzten, was wirklich passiert war, aber wie erwartet glaubten sie mir nicht. Sie antworteten immer mit einem "Ja, ja, natürlich ist das so!". Ich wusste nicht, ob ich hier jemals rauskommen würde und wie ich hier hergekommen war. Wahrscheinlich hatte eine Nachbarin den Schrei gehört und die Polizei gerufen. Ich merkte, dass ich nicht alleine war. Das Mädchen saß gegenüber von mir und schrie. Ich verzog das Gesicht und  wollte mir die Ohren zuhalten, doch ich war in einer Zwangsjacke gefangen.

Dann fing sie wieder an zu singen. Ich schrie, dass sie aufhören sollte, doch wie erwartet hörte sie nicht. Sie kicherte und sang die ganze Zeit, Tag und Nacht. Sie hörte einfach nicht auf. Sie quält mich wahrscheinlich ein Leben lang damit. Ich kam niemals hier raus und weil mir niemand glaubte, wurde ich für immer gestraft. Mein einziger Gedanke war, endlich sterben zu können. Zwei Monate vergingen, bis mich das Mädchen auf einmal so nachdenklich anschaute und flüsterte, dass ich genug gelitten hätte, dann brachte sie mich um. Die Ärzte hielten es für unerklärlich, was geschehen war, aber sie wussten ja auch nicht, was wirklich los war. Aber ich habe meine Lektion gelernt und wurde mit dem Tod bestraft. Aber das alles... wird mir sowieso keiner glauben...

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