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Ich war schon eine ganze Zeit lang Single und hatte es satt. 32 und Single zu sein, ist nicht zum Lachen. Die deprimierende Erfahrung deinen Freunden zuzusehen, wie sie heirateten, Kinder bekamen und sich ein Leben aufbauten, sind so ähnlich wie die hoffnungslosen Träume eines Schizophrenen. Ich wollte eine Frau, wollte Kinder, wollte einen ordentlichen Beruf. Ich war es leid bei Burger King zu arbeiten und allein in einer Ein-Zimmerwohnung zu leben. Ich glaubte sogar, jeden Internet-Pornostar beim Namen nennen zu können. Angewiedert von meiner linken Hand entschied ich mich raus zu gehen und an einem Speed-Dating teilzunehmen. 

Ich zog mir meine schönsten Sachen an und ging aus der Tür. Denkt daran, ich habe bei Burger King gearbeitet. Die besten Sachen, die ich mir leisten konnte, waren ein paar zweitklassige Hemden und solche zerfranzten Khaki-Hosen, die ich mal bei WalMart im Ausverkauf ergattern konnte. Ich betrat das Lokal und versuchte das bisschen an Selbstvertrauen zu behalten, das mir noch geblieben war. Dann sah ich die anderen, eingebildeten Männer, die mit ihrem teurem Whisky in der Hand und mit vollstem Stolz in ihren schicken Armani-Anzügen dasaßen. Das hat mich ziemlich entmutigt. Die Frauen dort hatten feine Kleider an, manche davon sehr knapp, und rochen förmlich nach dem Blumenmuster auf ihren Sachen. Als ich so manche heiße Braut entdeckte...Oh Junge. Da wurde meine Hose ziemlich eng. Das Speed-Dating begann. Das erste Mädchen, mit dem ich mich unterhielt, war ziemlich jung. Eine 22 Jahre alte Mutter von drei Kindern. Sie hatte viele Fehler in ihrem Leben gemacht und sie schien jemand zu sein mit dem ich nicht umgehen könnte. Sofort sagte sie mir, dass sie schon seit vier Tagen auf Methamphetaminentzug sei und sich nun mit einem Mann zur Ruhe setzen wollte, der nicht wie ein fettes Walross aussähe. Irgendwie hatte ich buchstäblich Angst um mein Leben und versuchte die letzten vier Minuten mit Small-Talk zu überbrücken. Als das Läuten ertönte, sprang ich aus meinem Stuhl. Sie schien beleidigt. Aber ehrlich, was hatte sie erwartet? 

Die Frau am nächsten Tisch war viel zu alt für mich. Ich hatte gedacht, dass die Teilnehmer hier in verschiedenen Altersgruppen eingeteilt werden, je nachdem wie alt sie sind. Aber naja... ich bin echt kein Perversling oder so. Der Gedanke ihr das Shirt auszuziehen nur um zwei alte, schrumpelige Bälle am Boden hängen zu sehen machte mich echt nicht an. Als sie ihre Enkel erwähnte, war ich komplett aus dem Spiel. Ich kann ja kaum mit Kindern umgehen, aber mit Enkeln? Oh nein danke. Als die Glocke läutete habe ich sogar noch gefragt, ob ich ihr aus dem Stuhl helfen sollte. Wieder bekam ich einen finsteren Blick zugeworfen. Zwei mit einem Streich, aber das war wohl besser so. 

Die nächste Frau wirkte ansprechender. Sie war 26 und studierte um Ärztin zu werden. Sie liebte Kinder, hatte aber selbst noch keine. Was für eine Erleichterung! Sie schien wohlerzogen und attraktiv. Sie sah fantastisch aus. Ohne Scherz! Meine Augen konnten während des Gespräches nicht immer in ihr Gesicht sehen, wenn ihr wisst was ich meine. Entweder hat es sie nicht interessiert oder es machte ihr einfach nichts aus, weshalb sie mich nicht darauf ansprach. Als die Runde langsam zu Ende ging fragte ich sie, ob sie nicht meine Nummer haben wolle,  sie hatte nichts dagegen. Ich klappte mein Handy auf und tippte die Ziffern ein, während sie mir ihre Nummer vorlas. Lächelnd und ihr für das offene Ohr dankend (Kein Wunder, dass ich schon so lange Single war) ging ich zum nächsten Tisch. Währenddessen schloss ich aus Versehen mein Handy, ohne ihre Nummer zu speichern. Damit war sie für immer verloren. Der Liebe zuwegen... Drei mit einem Streich.

Der nächste Tisch war leer. Was für'n Witz! Wenn ich nur dasitzen und die Wand anstarren wollen würde, dann wäre ich zu Hause geblieben. Darüber gibt's nicht viel mehr zusagen. Weiter gehts.

Ab hier wurde die Geschichte dunkel.


Die Frau, die ich am nächstem Tisch traf, war die interessanteste von allen. Und das meine ich nicht negativ.

Sie hatte langes, seidenes, dunkelbraues Haar und grüne Augen, ein verdammt süßes Lächeln und man, dieser Körper! Schwarzes Kleid, schwarze Schuhe, alles schwarz. Für jemanden, der sich so gothicmäßig anzog, war sie wirklich temperamentvoll. Ich fühlte mich wie der größte, da sie über alles kichern musste, was ich ihr erzählte.

Sie war 27 und momentan arbeitssuchend. Sie war verheiratet gewesen, doch als ihre zwei Kinder an Leukämie starben, verließ sie ihr Mann. Der Krebs steckte in ihrer Familie, erzählte sie mir. Eine Erbkrankheit, die weit bis ins 18. Jahrhundert zurück reichte. Ihr Ex-Mann gab ihr die Schuld dafür, dass sie ihren Kindern den Krebs vererbt hätte. Danach verließ er sie. Am Boden zerstört, ihre ganze Familie verloren zu haben, zog sie vor einigen Wochen in die Stadt und war seither arbeitssuched. Die schweren Depressionen und Panikattacken, die sie durch diesen Verlust erleiden musste, machten es ihr schwer eine Arbeit zu finden. Trotz dieser Qualen in ihrem Leben wirkte sie fröhlich. Sie musste entweder unglaublich optimistisch mit dem Leben umgehen können, oder eine der besten Schauspielerinnen sein, die ich jemals sah. Egal was es war, ich wollte es versuchen. Ich fragte sie, ob sie meine Nummer haben möchte, es stellte sich heraus, dass sie hier schon einige schlechte Bekanntschaften gemacht hatte, also wollte sie weg von hier und etwas Spaß haben. Sie fragte mich, ob ich sie begleiten wolle. Nun... Ich bin ein 32 alter Mann. Mich müsste sie nicht noch einmal fragen. 

Ich habe nicht verstanden, was sie an mir fand, was ich zu biete hatte, was die anderen Typen nicht hatten. Ich war gebrochen, hatte aufgegeben und hatte keine Intention das zu ändern. Vielleicht verstand sie, wie es mir ging, schließlich hatte sie große Schmerz erfahren. Und so entschied sie sich herauszufinden, was wirklich unter meinem Panzer emotionaler Verstummtheit steckte. Verborgen hinter all dem Stress und Trauma spürte ich an ihr diesen gewissen Hang zum Mitgefühl über all jene, die denn gleichen Schmerz wie sie fühlten. Etwas an ihr lies mich nicht los. Ich fühlte mich zu ihrem Charakter hingezogen. So etwas hatte ich noch nie zuvor erlebt. 

Wir entschieden uns eine in der nähe gelegene Spielhalle aufzusuchen, eine der Spielhallen wo man Billardtische und  ähnliche Spiele vorfand. Sie wollte die Szene hier abchecken, da sie es gewöhnt war öfters in Spielhallen ihre Zeit zu verbringen. Im Billard spielen schlug ich mich nicht einmal so schlecht, machte ihr jedoch nichts vor. Jeder Stoß ihrerseits war perfekt. Die Kugeln versanken so geradezu in den Löchern, als ob jedes von ihnen ein schwarzes Loch wäre, dass nur darauf warten würde, etwas zu verschlucken. Während der 17 Spiele die wir bestritten, war ich ungefähr 23 mal dran. Jedes mal entschuldigte sie sich dafür, dass sie so gut sei und lief dabei um den Tisch, um den nächsten Zug zu machen. Das habe ich nur abgewunken. Es machte mir nichts aus und ich machte ihr Komplimente darüber wie gut sie sei. Darüber kicherte sie nur noch mehr. Jedes Mal wenn sie lachte, wurde ich härter und härter. Und um erhlich zu sein, war ich immer erregt wenn die weiße Kugel auf meiner Seite des Tisches stehen blieb. Du weißt schon. Sie beugte sich dann vor, um die Kugeln anzustoßen, so wie es die Profis machen und ich verlor mich zeitweise in dem Ausblick, der sich mir dann bot.

Danach sind wir gegangen. Sie sagte mir, dass sie nach Hause müsse um noch einige Vorbereitungen zu treffen. Sie war schließlich neu in der Nachbarschaft. Es war ok für mich. Ich musste sowieso noch was auf Facebook updaten. Gott, diese Begründung hatte ich mir noch nie gegeben. Was zur Hölle war verkehrt mit mir? So eine fantastische Frau für Facebook fallen zulassen? Also tauschten wir unsere Nummer aus und usere Wege trennten sich. Ich konnte nicht glauben das ich wirklich so eine schöne Frau abgegriffen hatte.  
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Wochen und Monate vergingen. Wir redeten oft miteinander, begannen uns regelmäßig zu treffen. Die Beziehung entwickelte sich schnell, anscheinend waren wir wie für einander gemacht. Nach sieben Monaten des Datens, fragte ich sie. ob sie mich heiraten wolle. Die Frage stellte ich ihr zum 17. Treffen. Denn so viele Spiele spielten wir an unserem ersten Treffen. Für sie war das so romantisch, dass sie mir in die Arme fiel und laut in den Himmel schrie: "JA!"

Die Dinge wurden endlich besser. Ich zog aus meiner beschissenen, kleinen Wohnung aus und wohnte fortan bei ihr. Ich bewunderte es immer, wie gemütlich ihr bescheidenes Bauernhaus war. Perfekt um darin eine Familie zu gründen. Als ich schließlich auch die letzte Kiste in ihr Haus schleppte, bemerkt ich, welches Chaos ich damit bei ihr anstellte, mit den ganzen Dingen die ich bei ihr verteilte. Ich entschuldigte mich und wollte die Dinge in den Keller tragen um den Umzug endlich zu beenden.

Plötzlich starrte sie mir ins Gesicht. Ganz außer sich versicherte sie mir hastig, dass sie sich um den Rest kümmern würde und dass ich mich jetzt ausruhen solle. Klar, das war ein bisschen seltsam, jedoch musste sie so viele quälende Verluste in ihrem Leben ertragen, dass ich so wie so einen Tick an ihr vermutet hätte. Ich ging ihrer Bitte nach.

Die nächsten paar Monate waren großartig! Wir hatten nie genug voneinander und der Kuss am Altar an unserem Hochzeitstag war so besonders, dass ich dachte Engel würden uns umgeben. Die pikanten Details unserer Fliterwochen lasse ich besser aus. Das ist hier schließlich kein Porno.  Jedenfalls war sie immer misstrauisch, wenn ich mich ihrem Keller näherte. Manchmal ging es so weit, dass wir uns deswegen stritten. Aber abgesehen davon war sie fehlerlos. Eines Tages sagte sie mir, dass sie einkaufen gehen würde. Ich notierte ihr einige Lebensmittel, die sie mir mitbringen sollte. Unter anderem das Rinderhack, das ich brauche, damit ich uns Hamburger zum Abendessen machen konnte. Mit dem gleichen süßen Lächeln, das ich so liebte, ging sie los. Stellt es euch vor. Ich habe es tatsächlich geschafft, mich zum  Regional-Direktor von Burger King hochzuarbeiten. 

Ich arbeitete gerade an einigen Steuererklärungen. Ich bearbeitete die Pläne aller Restaurants. Der Weg nach oben hatte lange gedauert und es war sehr anstrengend, doch mein Gehalt lag nun im fünfstelligen Bereich, also konnte ich mich nicht beschweren. Ich kopierte alle nötigen Dateien auf einen USB-Stick, die ich für die morgige Präsentatsion brauchte. Es war ein Horror, als der Computer beim Kopiervorgang abstürzte und nicht mehr ansprang. Wenn ich diese Berichte nicht fertig kriegen würde, würde ich bestimmt meinen Job verlieren. Ich rief meine Frau an und wollte sie fragen, ob sie noch einen anderen Computer im Haus hatte, aber sie ging nicht an ihr Handy ran. Ich durchsuchte das ganze Haus. In meiner Verzweiflung nahm ich sogar in Kauf den Keller zu durchsuchen. Die Klinke war ungewöhnlich kalt und die Tür verschlossen. Frustriert schmiss ich mich auf die Couch, bis mir schließlich einfiel, dass es da diesen besonderen Blumentopf gab, den meine Frau mit ihrem Leben schützte. Intuitiv ging ich zu dem Blumentopf und durchwühlte die Erde. Unter all der Erde fand ich einen Schlüssel. So wie ich die Tür öffnete, kam mir ein ranziger Geruch entgegen. Der gesammte Keller roch so, als würde er nur so dahinrotten. Man sollte meinen hier wäre Jahre lang niemand mehr gewesen. Ich benutzte mein Smartphone als Taschenlampe und bahnte mir einen Weg die Treppe hinab. 

Unten fand ich den Lichtschalter und legte ihn um. Überraschenderweiße funktionierte die Glühbirne noch und spendete genug Licht um den dunkle Keller spährlich zu beleuchten. Die Wände hatten Löcher und das ganze Holz war zerfallen. Der Geruch war faulig. Der Geruch machte mich kirre und ich suchte schnell nach einem Computer, um schleunigst die Treppen wieder hochrennen zu können. Zu meinem Glück war unter vielen Kisten und verstaubten Büchern ein alter Laptop zusammen mit einem Ladegerät. Ich nahm den Laptop samt Ladekabel und rannte hoch in's Schlafzimmer.

Nachdem ich den Laptop ein paar Minuten geladen hatte, schaltete ich ihn ein. Als Betriebssystem war Windows XP installiert und im Vergleich zu moderneren Computern war dieser hier wohl ein Dinosaurier.

Microsoft Office war vorhanden, also war es akzeptabel. Als Windows komplett hochgefahren war, tauchte eine System-Meldung auf. Ich wurde darüber infomiert, dass neue Quellen zur Medienbibliotheke hinzugefügt wurden und ob ich sie ansehen möchte. So eine Meldung hatte ich noch nie gesehen. Ich weiß, schnüffeln ist für mich eigentlich tabu, doch die Neugier überkam mich. Ich wurde zu einem Fester weitergeleitet, in dem die Meldung stand, dass ich für den Zugriff ein Passwort benötigte. Augenrollend drückt ich "X", um das Fenster zu schließen, bis ganz plötzlich sich das Passwort automatisch eingab. Ein wenig verängstigt starrte ich auf den Bildschirm. Da waren vier Videos mit den Titeln: "Him.avi"    "One.avi"     "Two.Avi"     und   "Why.avi"

Alle Vorschaubilder waren gänzlich schwarz... neugierig drückte ich auf die Datei "Him.avi". Rückblickend hätte ich das nie tun sollen.......



Das Video war extrem verwackelt und verrieselt. Ich konnte gerade noch den Umriss eines Mannes sehen. Lagsam besserte sich das Bild, anscheinend wurde die Kamera auf ein Objekt gestellt, sodass das Bild nicht so verwackelte. Dann erkannte ich, dass der Mann mit irgendwelchen Seilen an einen Stuhl gefesselt war. Eine Frau kam ins Bild. Ihre Bewegungen sahen so aus, als würde sie langsam durch den Raum schweben. Keine ihrer Gliedmaßen bewegte sich. Sie zog ein Messer hervor und begann den Mann aufzuschlitzen. Der Mann schrie. Unendliche Qualen zeichneten sich auf seinem Gesicht ab, während die Frau ihn in Stücke schnitt. Immer tiefer drang sie mit dem Messer in seinen Körper ein. Blut rann aus seinem Mund und aus seinen Wunden. Seine Kleidung zerfiel, bis er nicht mal mehr den kleinsten Fetzen trug. Die so freigewordene Körperbehaarung zündete die Frau mit einer Flüssigkeit und einem Feuerzeug an. Der Mann hörte auf benommen zu stöhnen. Er fing an zu brüllen, als seine Haut anfing Blasen zu werfen und zu verbrennen. Seine klaffenden Wunden schienen regelrecht zu pulsieren. Manchmal schrie er heraus "WARUM?!" Das war alles, wozu er noch imstande war. Doch jedes mal wenn er dies tat, stach die Frau erneut auf ihn ein. Sie fing an lauthals zu lachen, als er begann Blut und Innerreien zu erbrechen. Als das Feuer erlosch und der Mann erschlaffte, begann die Frau mit einem Bohrer Löcher in seinen Schädel zu bohren...ich konnte nicht länger hinsehen und schloss das Video. 


065

Verstört und zitternd klickte ich nun auf "One.avi".  Dieses Mal sah ich einen Jungen, der in der selben Ausgangssituation war wie der Mann. Mir schwante Böses ..... Ungefähr acht Jahre alt. Gefesselt an diesen Stuhl. Er sah verwirrt und dabei noch so unschuldig aus. Ich schüttelte den Kopf und brach in Tränen aus. So etwas Grausames durfte doch nicht auch diesem Jungen geschehen!  Das Video hatte die gleiche Qualität wie das zuvor. Jedoch war der Hintergrund etwas heller. Die Frau schwebte zu dem Jungen, ähnlich wie sie es im anderen Video tat, jedoch küsste sie ihn sehr sanft auf seine Wange. Dann brachte sie diese Rotlicht-Lampen zu dem Jungen. Sie waren die Ursache für den anfänglich hellen Hintergrund. Eine nach der anderen stellte sie um den Jungen auf. Entsetzliche Qualen zeichete sich auf seinem Gesicht ab, als es so heiß wurde, dass die Lampen ihm die Haut verbrannten. Er schrie vor Schmerzen, als sich Bläschen und Beulen auf seiner Haut bildeten. Wie im anderen Video rief er vor Schmerzen "WARUM?!" und wurde dafür bestraft. Jedes mal, wenn er das tat, wurde er mit einem Gürtel ausgepeitscht der mit Glasscherben verziert war. Die Blasen kochten und  platzten. Der Junge wurde lebendig gekocht!!!!!

Irgendwann hörte das Schreien des Jungen auf. Kurze Zeit später zerfiel der Junge in Stücke. "ICH HABE ES VERDIENT!" ritzte sie ihm in den übrig gebliebenen, stark verbrannten Torso. Angewiedert beendete ich das Video. Ein Geruch von verbranntem Fleisch lag in der Luft, nur ganz leicht warzunehmen. Bildete ich mir dies ein?

Nicht im Klaren darüber, ob mir deswegen oder wegen des kranken Videos übel wurde und ich aufstoßen musste, klickte ich auf "Two.avi" . Dieses Mal war niemand auf dem Stuhl gefesselt. Stadtdessen war so eine Art Kindersitz für Autos auf den Stuhl gestellt. Ein Neugeborenes lag in diesem Kindersitz. Wie in den anderen Videos schwebte eine Frau zu dem Neugeborenem. In ihrer Hand hielt sie eine Spritze, die sie daraufhin brutal in den Brustkorb des Babys rammte. Das Baby schrie wortwörtlich wie am Spieß. Sie injizierte dem Baby eine blaue Flüssigkeit. Das Video begann im schnellem Vorlauf vorzuspulen. Man erkannte, wie in einem Zeitraffer, was mit dem Baby passierte. Anfänglich weinte das Baby noch vom Schmerz der Spritze wie am Spieß. Nach einer von mir nicht zu bestimmenden Zeit beruhigte es sich anscheinend wieder. Es lachte sogar und glukste sorgenfrei vor sich hin. Doch wie das Video weiter vorspulte, wurde das Baby immer unruhiger. Es fing an zu husten und erbrach schließlich eine farblose Flüssigkeit. Seine Schreie gingen in dem dauerhaften Erbrechen unter. Es sah so aus, als würde es auch "WARUM?!" schreien wollen. Als sich das Baby seinem Tod näherte ertönte dieses krankhafte Lachen wieder.  Die Frau trat in das Bild, nahm das Baby aus dem Sitz und schwang es an den Beinen gegen die hinter dem Stuhl befindliche Wand. Der Schädel zerschellte mit einem schmatzendem Geräusch an der Wand und darunter sammelte sich in einer Pfütze, eine Mischung aus Blut und Innerreien.

Nachdem dieses kranke Video endete erbrach ich mich und dachte kurzzeitig, ich würde ohnmächtig werden. Welch kranke Person war nur in der Lage so etwas Abscheuliches zu tun? Ich hoffte all dies sei nur ein schlechter Scherz, aber konnte ein Filmproduzent so krank sein. Konnte ein Mensch überhaupt so krank im Kopf sein?

Als ich so darüber nachdachte, erschienen mir die Minuten wie Stunden... Ein Mann und zwei Kinder. Mir wurde wieder übel als ich nur an die Videoaufnahmen dachte...Wiso hatte meine Frau so etwas nur auf dem Laptop? Vorrausgesetzt es war ihr Laptop, aber wem sollte er sonst gehören .... Mein Herz schien stehen zu bleiben, ich bekam keine Luft ... Ein Mann und zwei Kinder... Hatte sie damals nicht auch zwei K...

Den Gedanken nicht zuende denkend startete ich das letzte Video, ich klickte auf "Why?.avi".

Diesmal sah man nur die Frau. Sie sah von der Kamera weg und sprach in einem dämonischen Ton. "Hallo, jetzt sollte klar sein, dass ich nicht die Person bin für die du mich hieltest. Ich bin....... Ich bin eine kranke und verdorbene Frau. Ich liebe es. Es macht mich glücklich jemanden sterben zu sehen. Besonders durch meine Hand. Ich weiß, dass du das hier siehst. Und ich weiß, dass du verängstigt bist. Die Geister derer, die ich getötet habe, schwirren um dich. Sie sagen dir vom Bildschirm zu verschwinden. Doch du sitzt immer noch da.... Und siehst diese Videos. Es war mir ein Vergnügen......Doch ich musste es geheimhalten. Dein kleiner Scheißhaufen von Gehirn hätte dir gesagt mich zu verlassen. Aber du warst so geblendet..... von deinen Gefühlen. Du hast dich in mich verliebt." Sie drehte sich zur Kamera um und ich erkannte schlagartig das Gesicht meiner Frau. Meine Erinnerungen zerbrachen in tausend Teile.  Ich wusste nicht wo ich war, wer ich war oder was mit mir geschah.... konnte nicht Atmen...sackte zusammen...  Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Es war nicht verrückt.....nein... Es war KRANK!!   "Erinnerst du dich an dieses Kichern? Es raubte dir den Verstand! Der beste Teil ist aber.... dass ich wusste, dass du es irgendwann herausfinden würdest! Du wärst schockiert wenn du wissen würdest wie leicht es ist menschliche Reste zu vergraben.... Richtig. Du bist über meine toten Kinder und über meinen Mann gelaufen. Etliche Male. Ich habe das Video gerade aufgenommen..... " Ich spürte den bohrenden Blick zweier Augen in meinem Nacken.

"..... Dreh dich um."

Langsam drehte ich mich um und starrte in die Augen meiner Frau, die Augen einer kranken Psychopatin....

An den Rest konnte ich mich nicht erinnern. Die Polizei sagte mir, dass sie Schreie aus dem Haus hörten. Sie fanden mich mit Verbrennungen und Schnitten; kurz vor dem Tod. Die ganzen Videos waren in der Obhut der Polizei. Meine Frau wurde zu Tode verurteilt. Während ihres Todes versprach sie mir, dass sie mich nie mehr verlassen würde....

Nie mehr.....

Sie überstand die ersten drei Einstiche mit der Spritze, aber nach dem vierten starb sie. Sie lächelte und kicherte krank, wie ein kleines Schulmädchen, bevor sie starb.

Durch umfangreiche Therapien war ich in der Lage ein Jahr danach das schreckliche Trauma, was ich erlebt hatte, zu vergessen. Ich hatte noch immer sechs Stellen beim Gehalt, hatte guten Kontakt zu Freunden und mein Leben ist unglaublich. Ich fühlte mich sehr vollendet und erfolgreicher, etwas was ich zuvor noch nie gefühlt habe. Ich bin jetzt zuversichtlich. So selbstbewusst, in der Tat, dass ich heute Abend mit einem Mädchen verabredet bin. Sie ist süß und hat dieses lange, seidige, dunkle Haar und diese lebhaften, grünen Augen.

Original


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