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Vorwort: Bearbeiten

„Nein, ich will das alles nicht! Ich will einfach nicht! ICH WILL NIIIIIICHT!“, höre ich einen Nekromorph unmittelbar in meiner Nähe brüllen. Der arme Kerl... er muss erst seit kurzem zu einem von ihnen geworden sein... Bei diesem Gedanken musste ich lächeln. Es würde kein Problem sein, seinem Leid ein Ende zu bereiten!


Leise nährte ich mich ihm an. Natürlich wusste ich, dass er meinen Herzschlag hören konnte. Mein lebenswichtiges Organ, das sie so sehr als Delikatesse verehrten! Deshalb war ich darauf bemüht meine Angst durch die schnellen Herzschläge nicht erkennbar für ihn zu machen. Das Blut, das dadurch nur noch schneller durch meine Venen pumpen würde, lockte sie an und brachte sie um den Verstand. Wie gierige Bestien waren sie besessen vom Hunger nach unserem Fleisch und unseren Organen! Bei einem Neuankömmling, wie ihm war es um einiges gefährlicher, weil sie nicht im Stande waren sich selbst zu beherrschen.


„Du armes Ding...“ Sarkasmus schwang in meiner Stimme mit. Ich hasste diese Biester zutiefst! Der Nekromorph kauerte auf dem Boden und nagte an etwas in seinen Händen. Erst beim zweiten Hinschauen erkannte ich, dass es ein abgetrennter Arm war! Der Neue drehte seinen Kopf um 180° und lächelte mich schief an. Blut lief ihm aus den Mundwinkeln, als er seine hässlichen mit Fleisch und Blut beschmutzten Reißzähne zeigte. Unwillkürlich lächelte ich. „Das wird ein Spaß werden!“, sagte ich zu mir selbst. Kurz darauf wurde meine Stimme von einem tiefen und schmerzerfüllten Gebrüll des Nekromorphs übertönt. Mit schnellen Schritten kam er auf mich zu und bohrte seine Fingernägel in mein Fleisch.


Ich blieb stumm und ließ den Schmerz über mich ergehen. „Hunter schreien nicht!“, ermahnte ich mich selbst. Es war ein Kodex, den jeder von uns einhielt, der die Nekromorphs bekämpfte. Wir durften uns nicht als leichte Beute darstellen lassen!


Mit seinem Fuß holte er zum Tritt aus, doch ich konnte diesem noch ausweichen. Schnell schlang ich ihm meine Peitsche um den Hals und zog so fest daran, dass er röchelnd zu Boden fiel. „Du bist Abschaum, so wie deine gesamte Spezies!“, knurrte ich mit zusammengebissenen Zähnen, während ich mein Katana nahm und ihn freudig in Stücke schnitt.


Während der gesamten Prozedur stellte ich mir vor, wie Claude dasselbe Schicksal erleiden würde. Eine amüsante Vorstellung!

Erstes Kapitel: Bearbeiten

Gelangweilt trottete ich durch die dunklen Straßen meiner neuen Heimat: Deutschland. Vor 5 Jahren hatte ich Amerika verlassen, weil ich ein neues Leben aufbauen wollte. Seit dem letzten Kampf zwischen mir und diesem Nekromorph, der meine Schwester auf dem Gewissen hatte, war viel passiert. Ich hatte die Schule beendet und bekam auch gleich eine Zusage für ein College, an dem ich mich beworben hatte, jedoch hatte ich kein Geld um es mir leisten zu können und es gab auch keinen mehr, der mir hätte helfen können oder gar wollte. Außerdem würde ich dort in Amerika, immer noch spüren, dass mir jemand fehlte.

So entschloss ich mich dazu, mein Leben neu aufzubauen und versuchte sie zu vergessen. Aber egal, ob ich nun hier lebte oder weiterhin in den Vereinigten Staaten wohnen würde: Der Schmerz würde immer noch bleiben und in meinem Herzen Wunden hinterlassen. Neue, frische, blutige Wunden. Aus der Verzweifelung heraus, dass ich Celina nie wieder sehen würde, hatte ich nicht mal ihr Grab besucht, um ihr Lebewohl zu sagen... Plötzlich kamen die Erinnerung ungewollt wieder hoch: Ihre schönen blauen Augen, ihre schönen fülligen Lippen, ihr blasses Aussehen...

Ich schüttelte meinen Kopf um diese Gedanken zu vertreiben. Du musst sie vergessen!, ermahnte ich mich selbst und lief weiter, den Kopf hielt ich gesenkt. Auf einmal lenkte ein Schrei nach Hilfe seine Aufmerksamkeit auf mich: "Hilfe! Ich werde bedroht! So hilf mir doch jemand!" Der Schrei klang hysterisch und flehend. Wütend ballte ich meine Fäuste und rannte zur Stelle, aus der der Schrei kam. Natürlich hatten wir Nekromorphs keine Gefühle gegenüber unserer Beute, dennoch konnte ich es nicht ausstehen wenn es Menschen gab, die ihren Opfern unnötig Leid zu fügten! Obwohl es in der Gasse, in der ich mich jetzt befand stockdunkel war, konnte ich mit meinen hellen, weißen Augen alles klar erkennen. Meine neuen Augen spendierten mir das Licht, dass ich zum Sehen brauchte.

Ein Mann hatte sich vor eine junge Frau gestellt mit einem Messer in der Hand. Die Frau kroch ängstlich immer weiter nach hinten, bis sie mit den Händen die dreckige Wand hinter sich berührte. Er kam ihr immer näher. Schritt für Schritt, bis er schließlich vor ihr stand und ihr das Messer vor ihre Kehle hielt. "Du kleines Miststück!", murmelte er. "Wenn ich du wäre, würde ich es lieber sein lassen", meinte ich und trat von der Wand, an die ich mich gelehnt hatte hervor. "Was fällt dir ein du-" Der Rest des Satzes blieb ihm vor Schreck im Hals stecken, als er meine glühend weißen Augen sah. Leicht taumelte er einige Schritte zurück und fiel dann zu Boden. "Was... Was bist du...?", stammelte er vor Angst. Ich grinste und zeigte ihm meine messerscharfen Reißzähne. "Dein schlimmster Alptraum", fügte ich mit grollend verzerrter Stimme hinzu.

Langsam riss ich ihm seine Kehle auf und trat ihm in seinen Bauch. Ich konnte hören, wie jedes seiner Organe platzte und innere Blutungen verursachten. Er verkrampfte sich und spuckte Blut. Als er nun seinen Kopf hob biss ich ihm seine Hauptschlagader auf. Noch mehr Blut spritze und verteilte sich überall: Auf dem Boden, auf meiner Kleidung und sogar auf das hübsche Gesicht der jungen Frau. Zum krönenden Abschluss grub ich meinen Arm in seine Brust und fischte mit Leichtigkeit sein Herz heraus. Der pulsierende Muskel in meiner mit Blut beschmutzten Hand regte urplötzlich meinen Appetit an, doch als ich in das Gesicht dieses... Mir fehlten einfach die richtigen Worte für so einen Menschen, wie ihn. Es war ganz schön feige einfach machtlose, junge Damen anzugreifen. Ich ließ es achtlos auf den Boden fallen und trat einmal kräftig darauf, sodass das Herz nun nicht mehr als ein Brei aus roter dickflüssiger Masse war. Ich lächelte zufrieden, als ich den toten Typen vor mir sah.

Zweites Kapitel: Bearbeiten

Besorgt schaute ich zur Frau rüber. "Alles in Ordnung mit Ihnen?", fragte ich vorsichtig und reichte ihr meine Hand. Ihre hellblauen Augen, die vor Angst und Schock weit aufgerissen waren und ihre tief schwarzen Haare erinnerten mich an... sie. Wieder schüttelte ich den Kopf, um den Gedanken zu vertreiben. Ein Stich in meinem Inneren ließ mich kurz zusammenzucken. Es fühlte sich an, als würde mir jemand ein Messer ins Herz stechen. "Geh weg!", brüllte die Frau mich an. Ihr ganzer Köper bebte. Ich muss ihr eine heiden Angst eingejagt haben. "Aber ich möchte Ihnen doch nur helfen!", bot ich ihr meine Hilfe an. Mehrmals schüttelte sie schnell ihren Kopf. "Ich brauche deine Hilfe nicht!", verneinte sie und versuchte aufzustehen. Vergeblich. Schnell verlor sie ihr Gleichgewicht und fiel hin.

Es knackte als, sie zu Boden fiel. Ihr Knöchel musste gebrochen sein. "Soll ich Sie wenigstens ins Krankenhaus bringen?" "Nein!", zischte sie mit zusammengebissenen Zähnen. "Ich komme gut alleine klar!" Länger ließ ich mich nicht mehr davon überzeugen und trug sie mit den Händen ins nächste Krankenhaus. Sie protestierte und schrie, schlug mit den Händen um sich ermahnte mich sie runter zu lassen, doch ich hörte nicht auf sie.

Im Krankenhaus angekommen setzte ich sie auf einen Stuhl, das verletzte Bein legte ich auf einen gegenüber von ihr, meldete sie noch bei der Rezeption und war gerade dabei das Krankenhaus zu verlassen, als die junge Frau mich plötzlich zu sich bat. "Ich möchte mich wenigstens bei dir bedanken", sagte sie mürrisch, die Arme vor die Brust verschränkt. "Also... danke." Unwillkürlich musste ich lächeln. "Kein Problem", meinte ich und wandte mich zum Gehen, bis ich erneut von ihr aufgehalten wurde. "Wie heißt du eigentlich?" "Claude", antwortete ich freundlich. "Und Sie?" "Mein Name ist Vanessa." Sie erwiderte mein Lächeln. Ich verabschiedete mich noch von ihr und trat den Heimweg an.

Epilog: Bearbeiten

Auf dem Dach des Krankenhauses beobachtete ich ihn, wie er mit langsamen Schritten fort ging. "Bist du dir sicher, dass du ihn diesmal töten wirst? Er scheint älter und stärker geworden zu sein, seit eurer letzten Begegnung...", gab mir eine männliche Stimme hinter mir zu bedenken. "Mach dir keine Sorgen, Mason. Ich werde ihn schon erledigen", versicherte ich ihm. Ein leichter Wind kam auf und wehte meine glatten, langen blonden Haare vor mein Gesicht. "Bald...", murmelte ich und sprang vom Dach. "Komm!", rief ich Mason hinter her. "Wir haben noch einiges an Arbeit zu tun!"

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