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Vorwort: Bearbeiten

Ich lächelte, während ich ihr bekanntes Gesicht sah. So blass wie Elfenbein. Ihre blonden Haare, hingen ihr wirr über das Gesicht. Die braunen Augen musterten mich prüfend, während sich langsam auf ihren Lippen ein Lächeln zeigte. „Lange nicht gesehen Cloude.“ Begrüßte sie mich. Durch den Regen wirkte ihre schwarze Lederjacke schwer auf ihren Schultern und die schwarze Jeanshose klebte eng an ihren dürren Beinen. „Du sieht nicht schlecht aus, Kate.“ Gab ich ihr ein beiläufiges Komplement. „Du erinnerst dich all die Jahre noch an mich?“ Fragte sie mich sichtlich überrascht. Ich nickte zur Antwort. Natürlich erinnerte ich mich an die Frau, die meine Eltern damals getötet hatte! Ein lautes Knurren kam aus meiner Kehle, während ich sie hasserfüllt anblickte und mich in die Angriffsposition stellte. Sofort winkte sie mit ihrer linken Hand ab. In der rechten trug sie eine Peitsche, mit einem in weißen Leder eingebundenen Griff. „Ich bin nicht hier, um mit dir zu kämpfen,“ erklärte sie. „Viel mehr, möchte ich dir einen Deal vorschlagen.“

Erstes Kapitel: Bearbeiten

In der Wohnung angekommen setzten wir uns auf die Stühle, die gegenüber dem Esstisch standen. Da, wo sonst immer Celina saß, nahm jetzt meine größte Feindin ihren Platz ein. Ich musste mich zusammenreißen, um nicht wieder in Tränen auszubrechen. „Also dann,“ setzte ich an und verschränkte meine Arme vor die Brust. „Welchen Deal willst mit mir eingehen?“ Kate legte ihre Unterarme auf den Tisch und faltete ihre Hände zusammen, dabei blickte sie mir ernsthaft in die Augen. „Ich weiß, das es womöglich banal für dich klingt oder ungläubig, aber ich möchte dir helfen, ihn für den Verlust deiner Schwester zu töten.“ Ich lachte auf. „Wieso solltest DU mir helfen wollen? Ich dachte ihr Hunter hasst uns so sehr, weil wir die Menschheit auslöschen.“ Kate zog die Augenbrauen zusammen, um den Ernst, der in ihrer Stimme lag zu verdeutlichen. „Weil er uns genauso ein Dorn im Auge ist, wie du oder der Rest deiner Spezies!“ Antwortete sie. „Dennoch... gibt es zwischen ihm und dir erhebliche Unterschiede.“ Fügte sie zögernd hinzu. Bevor sie antwortete deutete sie auf den kleinen Spiegel, der im Flur hing. Sie sagte nichts, sondern stand einfach auf und ging dorthin. Ich folgte ihr. Vor dem Spiegel blieb ich stehen. „Ich möchte, dass du dich ganz genau im Spiegel betrachtest. Was fällt dir auf?“ Ich tat wie mir geheißen und betrachtete mein Spiegelbild sehr genau, achtete auf jedes Detail.


Zunächst fiel mir nichts auf. Mein Gesicht war so blass, wie immer und meine schwarzen, stacheligen Haare standen mir wie gewohnt von allen Seiten ab, doch dann bemerkte ich etwas. Meine Augenfarbe änderte sich langsam von smaragdgrün in grellweiß. Die Farbe umhüllte nicht nur meine Iris, sondern auch meine Pupillen. Es wirkte fast so, als wäre ich blind, jedoch konnte ich alles glasklar erkennen. Besser sogar, als zuvor. „Was hat das zu bedeuten?“, murmelte ich, während ich ungläubig auf mein eigenes Abbild starrte. Hinter mir lächelte Kate wissend. „Ich habe dich heimlich bei eurem Kampf beobachtet. Ich bin aber während des ganzen Kampfes auf Distanz geblieben, weil ich nicht auch so enden wollte, wie deine Schwester.“ Kurz grinste sie finster, was bei mir nur noch mehr Abscheu ihr gegenüber erzeugte. Wie ich diese Göre einfach nur hasse! „Jedenfalls... habe ich gesehen, dass du in dem Moment, wo der neue Nekromorph dich zu Boden brachte neue Kraft geschöpft hast. Deine Augenfarbe hatte sich für eine kurze Zeit verändert. Mit dieser neuen Kraft bist du um einiges stärker und Schneller, als die anderen deiner Art und du verfügst über sehr mächtige Kräfte.“ „Was denn für-“ mitten im Satz wurde ich von einem Knall unterbrochen, es hörte sich an wie zersprungenes Glas. Irritiert schaute ich zum Spiegel rüber. In der Mitte hatte sich ein Riss gebildet. „Solche Kräfte.“ Erklärte Kate mir. Ich grinste.

Später erzählte sie mir noch, das sie so ein Phänomen, wie bei mir nur selten zu sehen bekam, in den Jahren in denen sie schon als Hunter arbeitete. Das erste Mal, als sie so etwas beobachtet hatte war bei meinem Vater gewesen, den sie jedoch sofort – genau wie meine Mutter getötet hatte, weil sie sonst eine Gefahr für die Menschheit darstellen würden. „Aber warum willst du immer noch das ich dir helfe? Warum tötest du mich denn jetzt auch nicht?“ Fragend zog ich eine Augenbraue in die Höhe. „Weil dieser andere Nekromorph sehr schlau ist. Er weiß genau was er tut und ist selbst uns immer wieder entwicht, deshalb brauche ich deine Hilfe und wenn dieses Kapitel abgeschlossen ist, ja dann... wirst du der nächste sein.“ Kate legte ihren Kopf schief und zog ein breites Grinsen, als würde sie sich schon auf den kommenden Tag freuen.

Zweites Kapitel: Bearbeiten

Erstaunlicher Weise dauerte es nicht sehr lange bis dieser Tag kam. Nach der Schule – direkt am nächsten Tag – hatte mich Kate abgefangen und mir berichtet, dass er sich hier wieder mal im Wald herumtrieb. Die verstümmelten ,mit Knochen und toten Muskeln übersehenen Leichen waren der Beweis dafür. Eine lange frische Blutspur zog sich entlang dem Waldboden und führte uns zu einer Lichtung. In der Regel war es für uns Nekromorphs untypisch, das wir Beweise hinterließen, besonders solche offensichtlichen wie das Blut. Mir kam eine dunkle Vorahnung, das er etwas schlimmes vorhatte. Kurz vor der Lichtung angekommen vernahm ich einen fremden Geruch. Es war nicht der eines toten Menschen oder eines Nekromorphs, es war... ganz anders. Ein Mix aus verwesenden Leichen und frischen Blutes mit einer Priese Nekromorphschleim...

Endlich standen wir vor ihm. Im nebligen Schleier, der sich um ihn herumzog leuchteten seine Augen sichtbar erwartungsvoll. Wütend, dennoch voller Aufregung ihn gleich zu töten bleckte ich meine Zähne. Der Nebel verzog sich langsam und allmählich wurde mir klar, was dieser Geruch von eben war: Der Nekromorph hatte aus den toten vom Friedhof Neue erschaffen, die er jetzt auf uns hetzen würde. Jeder einzelne von ihnen hatte totenbleiche Haut mit braunen oder schwarzen Flecken drauf. Ihre Augen waren leer und eine unbekannte schwarze Flüssigkeit lief in Strömen aus ihren Augen hinab. Als sie ihre Münder öffneten roch es nach Tod und frischem Blut. Obwohl sie so zerbrechlich und so... tot aussahen waren sie dennoch sehr schnell und griffen als erstes Kate an. Sie wehrte sich mit ihrer Peitsche, indem sie dem ersten Nekromorph diese um seinen Hals schlang und kräftig dran zog, bis dieser nach Luft schnappte. Mit ihrem Schwert, welches sie immer dabei hatte schlitzte sie ihm den Bauch auf und entfernte ihm alle Organe, die zum Leben wichtig waren. Bei diesem Anblick musste ich finster grinsen. Vielleicht war sie doch gar nicht so anders, wie ich anfangs dachte.


Blut spritzte, das reißen von Organen und die schmerzerfüllten Schreie der toten Nekromorphs trieben mich nur umso mehr an ihn endlich für das bezahlen zu lassen, was er verdiente! Zufrieden riss ich gerade einem Nekromorph das Herz heraus und zerquetschte es so lange, bis der Muskel aufhörte zu arbeiten. Blut spritze und besudelte mein Gesicht während ich meine scharfen Fingernägel in diesen Fleischklumpen einstach. „Genau dasselbe, werde ich auch mit dir machen!“ , zischte ich ihn an, doch er schien nicht wirklich beeindruckt von meiner Drohung zu sein. „Wenn du mich tötest, dann musst du zuerst sie töten.“ Ich verstand nicht ganz, was er meinte, bis er meine Schwester vor sich hin schob. „Traust du dich immer noch, mich zu töten.“ Zornig biss ich mir auf die Zunge. Verdammt! Damit hatte ich nicht gerechnet! Aber ich wollte meine eigene Schwester nicht töten, dass würde ich nicht übers Herz bringen. Sie war alles, was ich noch hatte. "Celina," versuchte ich beruhigend auf sie einzureden. Ihre Augen waren genau, wie der anderen leer und ohne Emotionen. "Ich bin es doch, dein Bruder Cloude!" Sie regierte nicht, stattdessen schrie sie plötzlich auf und rannte auf mich los.

Schnell wendete ich mich zur Seite, sodass sie mich mit ihren scharfen Zähnen nicht beißen konnte. Blitzartig packte ich ihren Arm und brach ihn. Jeder einzelne Knochen knackte hörbar, während ich langsam ihren Arm umdrehte. Es tat mir im Inneren weh, ihr so etwas anzutun, aber sie ließ nicht mit sich reden. Zum Schluss riss ich ihr ihren Bauch auf und fasste mit meinen Händen hinein. Blut spritzte, als ich schnell ihre Organe alle auf einmal entfernte. Der schmerzerfüllte Schrei, den sie von sich gab erinnerte mich an die Qualen, die er ihr zugefügt hatte. Selbst ich, war nicht anders. Achtlos warf ich den Berg aus Gedärmen und Eingeweiden auf den Boden neben ihr. "Es tut mir Leid, liebste Schwester."

Ein teuflisches Lachen ertönte plötzlich. Er lachte mich aus, weil ich so dumm war und auf seinen Trick hereingefallen war. Erneut packte mich der Zorn. "Sie... hätte von Anfang an nicht sterben müssen, hättest du sie nicht getötet!" Schrie ich ihn mit einer tiefen, verzerrten Stimme an. Schnell packte ich seine Hand und schlug ihn zu Boden. Ungeachtet, auf seine Schmerzensschreie schleuderte ich ihn immer wieder zu Boden, drehte ihn im Kreis und warf ihn mit Wucht gegen einen Baum. Er knurrte, doch als ich erneut meinen Fuß gegen sein blödes Gesicht schlug, sodass ich jeder seiner Knochen knacken hören konnte, schrie ich ihn mit verzerrter und zugleich tiefer Stimme an. Ich beugte mich ganz nah vor ihm, so wie er es damals mit mir gemacht hatte und zwang ihn in meine Augen zu sehen. Ich spürte, wie sie sich verändert hatten und ich ins Innere seines Körpers blicken konnte. Es dauerte nicht lange, bis ich sein Herz gefunden hatte. Ich kicherte finster. Endlich wird er dafür bezahlen! Langsam drang meine ganze Hand in seine Brust hinein. Ich genoss jeden seiner Schreie, die er von sich gab, was gleichzeitig das Letzte war.

Epilog: Bearbeiten

Umgeben von jeglichen, pulsierenden oder zerplatzten Gedärmen und Eingeweiden kam Kate mit einem überaus zufriedenen Gesichtsausdruck auf mich zu. Sie war sichtlich erschöpft, genau wie ich. "Endlich ist es vorbei." Sagte sie erschöpft und setzte sich neben mich auf den mit Blut befleckten Rasen, um sich für einen Moment auszuruhen. Ihre blutigen Waffen legte sie dabei neben sich. An ihrer Peitsche klebte noch immer ein Stück von Fleisch und Darm. Ohne etwas zu sagen, entfernte ich mich von ihr. Ich wollte nicht viel länger mit ihr zusammen sein, als es nötig war. Jetzt, wo dieser Nekromorph, der meine Schwester auf den gewissen hatte endlich tot war, hatte sich der Deal für uns erledigt. "Du denkst wohl, mit unserem Deal ist es jetzt vorbei", rief sie mir hinterher, als ich mich bereits von der Lichtung entfernt hatte. "Aber ich werde dich immer noch töten!" Teilnahmslos zuckte ich mit den Schultern. "Das werden wir ja noch sehen..." Murmelte ich leise vor mich hin.

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