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Was für einen schlimmen Albtraum ich gerade hatte! Er war beunruhigender als der Traum von den vorherigen Wochen. Wie in jedem dieser Albträume, die ich hatte, war erst mal alles dunkel. Man sah nichts. Dann hörte ich ein lautes Knarren, welches bedeutete, dass es nun los ging: Es war ein ganz normaler Tag. Ich legte mich in mein Bett, weil ich noch sehr müde von der heutigen Party war. Plötzlich entstand ein rotes Loch im Bett. Es verschluckte mich, ohne Erbarmen und ohne Vorwarnung.

Dies wäre das Ende des immer wiederkehrenden Albtraumes, doch diesmal war es anders; es ging weiter.

Ich befand mich in einem rot überzogenem Raum. Leuchtende Augen, die aus der Wand herausragten, durchbohrten meine Gedanken. Du bist der Nächste, erzählten die Augen, er wird zu dir kommen... Deady... Bei dem letzten Wort, das die Augen von sich ließen, wachte ich auf.

Schweißtröpfchen und ein lautes Hecheln begleiteten mein Aufwachen. Ich schwitzte überall. Und zum ersten Mal nach einem Albtraum hatte ich Angst. Echte, grauenvolle Angst. Ich säuberte den Schweiß, der mich überall an meinem Körper erfasste, mit einem roten Tuch. Ich wusste nicht, woher ich es hatte, es lag einfach nur neben mir. Ich habe das Tuch auf jeden Fall nicht hingelegt. Wer war es dann?... Ich drehte mich hastig um, auf die andere Bettseite, damit ich aufstehen konnte, um das Licht anzumachen. Als ich mich stützend auf die Matratze setzte, fühlte ich etwas Merkwürdiges. Es war sehr uneben und huckelig. Ein bisschen warm und feucht. Ich hob erschrocken meine Hand ins Mondlicht, das durch das Fenster in den Raum schien. Meine Handfläche war übergossen mit einer dunkelroten Flüssigkeit. Mein Herz fing an wie irre zu klopfen. Mein Atmen wurde schneller. War das etwa... Blut? Beängstigt fuhr ich hoch.

Das ist nur ein Traum, hoffte ich, nur dieser dämliche Albtraum, den ich schon seit Wochen habe. Doch es war nicht so. alles, was im Moment passierte, war die Wirklichkeit.

Ich erkannte eine blassheutige, blutverschmierte Gestalt, die auf meinem Bett lag. Bis auf das verstörend breite Lächeln sah sie aus, wie ein Mensch... Deady.

Er zuckte eine riesige, rostige Schere unter dem Bettlaken hervor. Bei dem Anblick, dass Körperteile von Menschen an der Schere hingen, wurde mir übel. Doch Deady lag nur da, und kratzte die zerstochenen Organe von den Klingen ab. "Wer bist du?...", stotterte ich heraus. "Ich bin das Schlimmste, was dir jemals widerfahren ist. Ich bin der Mann aus deinen Albträumen. Ich bin Deady.", den letzten Satz sagte er mit einem belustigtem Ton. Er fing an zu kichern. Leise, aber deutlich. Das Kichern wurde immer lauter, bis es ein lauthalsiges Lachen war.

Ich bekam große Panik. Deady stand langsam auf. Ich rannte zur Zimmertür, klopfte erbarmungslos gegen sie, sodass das Türholz sich eindellte, und schrie nach Hilfe. Doch niemand kam. Außerdem war die Tür verriegelt und verklebt. Das war Deady, dachte ich mir. Ich wandte mich von der Tür ab, um nach der dürren, großen, lächelnden, gruseligen Gestalt zu suchen. Doch sie war...

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...nicht da. Ich sah nur meinen Schreibtisch, mein Bett, den Stuhl, ein paar Bilder und Fotos an der Wand und den Schrank. Wo war Deady?

Plötzlich tauchte ein Gesicht vor mir auf. Ich hielt es nicht aus und fiel zu Boden. Das Letzte, was ich sah, war, wie Deady mit seiner Schere herumspielte und sich langsam mir näherte. "Jetzt spielen wir Operation!", hörte ich ihn sagen. Dann verschluckte die Dunkelheit alles, was sich um mich herum befand.

Ein stilles Klopfen. Mein Herz. Etwas fließendes. Das Blut, welches meinen Körper durchwässerte. Und etwas Schneidendes. Das war Deady.

Meine Augen sprangen auf. Ich sah die hellblaue Decke über mir. Ich... ich war... zu Hause!

Ich stand auf und sah mich um, mein Arm fehlte, das war zu dumm.

Ich erstarrte. Mein Arm, mein rechter Arm war nicht mehr an meinem Körper! Er lag abgeschnitten auf meinem Schreibtisch. Das Blut tropfte die Tischbeine herunter. Ich bemerkte, dass die Finger noch zuckten. Ganz schnell- dann hörten sie wieder damit auf. kleine Käfer krabbelten auf den Adern herum und fanden in der abgeschnittenen Hälfte Unterschlupf.

Vor Deady kommt niemand davon. Niemand.

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