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Deathcity - Die Rückkehr von Chris

Ich heiße Karl Hoffman. Gemeinsam mit meinen Eltern saß ich am Esstisch und verfolgte die Abendnachrichten. Die Pizza, die meine Mutter mir warm gemacht hat, ist leider schon etwas kälter geworden. Die Themen waren alltäglich: Ein kleines Mädchen wurde entführt, Diebstahl hier, Mord da...! Doch ein Thema hat mich trotzdem interessiert, weil es nicht jeden Tag vorkam.

Aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist ein 16-jähriger Junge geflohen. Die Behörden suchen nun im Bezirk Sachsen nach ihm. Dies beunruhigte mich leicht, da ich ebenfalls in Sachsen wohne.

Nachdem ich meine Pizza gegessen habe ging ich in mein Zimmer und lenkte mich ein bisschen mit Minecraft ab. Als ich Minecraft geöffnet habe, wurde ich in Skype von meinem Kumpel angeschrieben. Er hat mir eine Server-IP gegeben und schrieb, dass der Server richtig geil sein sollte. Naja, wie soll ich es sagen, mein Freund hat einen etwas komischen Geschmack, wenn es um Videospiele geht. Trotzdem beschloss ich, mir den Server mal anzuschauen.

Ich gab die IP ein und wunderte mich, denn der Server hatte nur 2 Slots. Jemand war schon auf dem Server. Das wird wohl mein Freund sein. Ich ging auf den Server. Das Anmelden dauerte aber sehr lang. Ich konnte mir gut vorstellen, dass das nur so ein billiger Server ist, der von 11-jährigen betrieben wird. Ich malte mir schon im Kopf aus, was für sinnlose und hässliche Bauwerke in der Gegend rumstehen werden. Dann kam ich endlich auf den Server.

Ich spawnte in einer riesigen Halle. Ich musste lachen, denn da stand nur ein dämliches Portal zum Nether in der Mitte. Ich schaute nach, wer noch auf dem Server war. Es war tatsächlich mein Freund. Nur schade, dass mein Mikro kaputtgegangen ist, ansonsten hätte ich mit ihm geskypet. Er schrieb mir nur, dass er jetzt ausmachen muss. Dann ging er offline.

Vor dem Netherportal stand ein Schild wo draufstand: „WILLKOMMEN AUF DEATHCITY“ So hieß also der Server. Deathcity. Der Name gefiel mir aus unbesinnlichen Gründen. Ich ging durch das Netherportal. Auch hier brauchte der Server einige Zeit, um den Nether zu laden. Nach 2 Minuten war ich endlich da. Ich sah einen sehr langen Gang vor mir.

Gefühlte 10 Minuten rannte ich nur geradeaus durch den Gang. Dann sah ich endlich einen riesigen Schriftzug: „DEATHCITY“ Auf einmal gefiel mir der Server. Man hat sich wohl doch recht viel Mühe gegeben. Es war ein Citybuild-Server im Nether. Allein die Idee gefiel mir. Hätte der Server mehr Slots und mehr Leistung, dann wäre das sogar mein Lieblingsserver. Ich schaute mir das erste Haus an. Auf dem Schild las ich einen mir bekannten Namen.

Da stand tatsächlich Chris Schäfer auf dem Schild. Das war doch der Name von dem Jungen, der aus der Psychiatrie geflohen ist. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. Ich ging in sein Haus und sah mich um. Eigentlich war es ganz nett gebaut. Aber allein der Gedanke, dass das ein Geisteskranker gebaut hat, machte mir den Ort unheimlich. Dann stockte mir der Atem.

Ein Spieler mit dem Namen Chris_Schäfer kam auf dem Server und spawnte direkt neben mir. Er schaute mich an, zückte sein Diamantschwert und killte mich. „Was ist das denn für ein Arsch“ dachte ich mir. Ich wollte meinen Spielspaß nicht wegen einem Assi verlieren, also blieb ich noch eine Weile auf dem Server. Chris ließ mich auch in Ruhe, bis er etwas in den Chat beschrieben hat. Dies hat mich sehr beunruhigt.

Chris_Schäfer: Ich bin der Junge aus den Abendnachrichten!

Minecrafter1352: Welche Abendnachrichten?

Chris_Schäfer: Ich weiß, dass du die Abendnachrichten gesehen hast!

Minecrafter1352: Woher weißt du das?

Chris_Schäfer: Meine Mutter hasst mich. SIE HASST MICH!!!

Minecrafter1352: Was? Wieso?

Chris_Schäfer: Sie kann es nicht ertragen, dass ich Probleme habe. Sie HASST mich!

Minecrafter1352: Rede doch mit ihr darüber. Vielleicht ist das nur ein Missverständnis.

Chris_Schäfer: Missverständnis? MISSVERSTÄNDNIS?!? Du hast keine Ahnung!!!

Minecrafter1352: Das lässt sich doch bestimmt friedlich klären...

Chris_Schäfer: Hör mir doch auf mit dem ganzen friedlichen Scheiß! ICH HALTE DAS NICHT MEHR AUS!!! ALLE BETREUER VON MIR SAGEN, ICH SEI ZU GEWALTTÄTIG. ICH HÄTTE PROBLEME!!! DOCH SIE HABEN GENAUSO PROBLEME WIE ICH!!! ALLE!

Minecrafter1352: Ich möchte jetzt aber wissen, woher du weißt, dass ich die Abendnachrichten gesehen habe!

Chris_Schäfer: Ich habe dich beobachtet. Nachdem meine Mutter endlich nicht mehr da ist, bist du an der Reihe.

Dann verließ er den Server. Ich merkte, wie ich Gänsehaut hatte. Ich hatte einfach keinen Elan mehr, auf dem Server zu spielen und machte meinen PC aus. Da ich noch nicht einschlafen konnte, holte ich meinen 3DS und spielte noch ein bisschen Pokemon Y. Nach einer Stunde wurde es mir langweilig und ich ging schlafen.

In der Nacht hatte ich einen schrecklichen Alptraum. Ich saß in meiner Schule, im Deutschzimmer, um genau zu sein. Alles war normal. Der Lehrer schrieb was an die Tafel und die Schüler saßen da und haben zugehört. Es gab auch einige, die miteinander gesprochen haben oder den Unterricht sogar gestört haben. Dann fing es plötzlich an zu regnen und zu gewittern. Das war schon sehr seltsam, denn davor war der Himmel noch blau und man sah kaum eine Wolke. Es hörte sich so an, als wäre das Gewitter direkt über uns. Dann fielen alle Schüler und der Lehrer auf den Boden und bewegten sich nicht mehr. Hinter der Tür sah ich einen Schatten.

Der Schatten rannte weg. Ich weiß nicht, wieso, aber ich ging zur Tür und öffnete sie. Die Gänge waren leer. Wenigsten brannte noch das Licht. Ganz hinten im Gang sah ich, wie der Schatten in die Jungentoilette ging. Ganz langsam ging ich durch den Gang und erreichte die Tür. Wasser lief durch den Türschlitz durch. Das färbte sich plötzlich rot und ich wusste, dass es Blut war. Langsam öffnete ich die Tür.

Alle Wasserhähne von den Waschbecken waren voll aufgedreht und die Abflüsse verstopft. Ganz hinten in der Ecke saß jemand, mit mehreren Stichwunden und wimmerte um sein Leben. Ich konnte nicht ganz verstehen, was er sagte, doch es war irgendetwas mit Chris. Ich musste fast kotzen. Dann hob er seinen Arm und zeigte leicht an mir vorbei. Ich drehte mich um und erkannte einen Jugendlichen mit mehreren Löchern im Magen. Er hatte ein langes Küchenmesser in der Hand. Dann rannte er auf mich zu und schlug das Messer in meinen Bauch. Dann wachte ich schweißgebadet auf.

Da Ferien waren, musste ich nicht zur Schule. Ich traf mich mit meinem Freund und versuchte, den Traum zu vergessen. Er hat auch einen Kumpel mitgebracht, den er erst seit einem Tag kennt. Die zwei haben sich sehr schnell angefreundet. Obwohl sich die beiden oft unterhalten haben, während ich nur zugehört habe, hat er erkannt, dass etwas nicht mit mir stimmt. Ich musste ihn über meinem Traum berichten. Er sagte nur, dass das bloß ein blöder Alptraum gewesen ist. Doch er wusste ja nicht, was davor auf dem Server passiert ist. Das behielt ich lieber für mich. Ich fragte nach den Namen von seinem neuen Kumpel. Er hieß Marco.

Am Abend ging ich nach Hause und saß mich an den Esstisch. Meine Mutter hat Spagetti mit Tomatensauce gemacht. Während wir aßen, kamen wieder die Abendnachrichten. Dieses mal berichteten sie über einen Mord. Die Mutter von Chris Schäfer wurde tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ich musste ziemlich blass geworden sein, denn meine Eltern fragten mich, ob alles in Ordnung ist. Ich log sie an, denn wenn ich ihnen die Geschichte erzählen würde, dann würden sie mir eh nicht glauben. Ich ging auf mein Zimmer und spielte noch ein bisschen Minecraft. Ich ging aber nicht auf Deathcity, weil ich Angst hatte, Chris wieder zu begegnen.

Diese Nacht hatte ich wieder einen Alptraum. Ich lag im Bett. Dann stand ich auf und ging aus meinem Zimmer. Ich hörte Schreie aus dem Zimmer meiner Eltern. Ich sprintete zu ihrem Zimmer und öffnete die Tür. Beide wurden erstochen. Der Jugendliche aus dem anderem Traum stand blutverschmiert neben ihnen. Dann wachte ich auf. Schweißgebadet wollte ich ein Fenster öffnen, denn es war stickig in meinem Zimmer. Als ich die Vorhänge öffnete, schrie ich. Der Jugendliche stand hinter dem Fenster und beobachtete mich.

Meine Eltern kamen in mein Zimmer gestürmt und wollten wissen, was los war. Ich erzählte ihn von dem Traum und dem Ereignis von gerade eben. Sie sagten nur, dass das nur ein Alptraum war und ich weiter schlafen sollte. Doch diese Nacht konnte ich nicht schlafen. Der nächste Tag wurde auch nicht besser.

Meine Eltern waren den ganzen Tag unterwegs und Mein Kumpel war mit Marco unterwegs. Ich hatte Angst, dass der Jugendliche aus dem Traum mich wieder besuchen wird. Doch dann kam mir der Gedanke, dass ich ihn mir nur hinter dem Fenster vorgestellt habe und mir meine Fantasie einen Traum gespielt hat. Fröhlich schaltete ich den Fernseher ein. Ich schaute mir eine Weile Assi-TV auf RTL an und danach die Mittagsnews. Dann blieb mein Herz fast stehen. Mein Freund wurde von einem Auto angefahren und von Marco fehlt jede Spur. Man rechnet damit, dass es kein Unfall war.

Dann ging der Fernseher von alleine aus. Stromausfall. Ich wunderte mich, wieso der Strom weg war. Ich hörte, wie ein Fenster anfing, sich immer wieder zuzuschlagen. Eigentlich waren alle Fenster geschlossen, nur das eine war offen, obwohl ich mir sicher war, alle geschlossen zu haben. Ich drehte mich um und erschrak. Der Jugendliche stand mit einem langen Messer hinter mit. Dann erkannte ich ihn. Es war Marco. Ich fragte ihn, was er hier tut und das alle ihn suchen würden. Er sagte: „Ich bin nicht Marco. Ich war auch noch nie Marco. Ich heiße Chris Schäfer und halte jetzt mein Versprechen!“ Dann fiel ich in Ohnmacht.

Ich wachte in meinem Zimmer auf. Meine Eltern haben mich ins Bett gelegt, als sie merkten, dass ich ohnmächtig war. Ich habe ihnen alles erklärt, von Anfang an. Doch sie glaubten mir nicht. Nun sitze ich hier in der Psychiatrie und sehe jede Nacht das Gesicht von Chris Schäfer hinter dem Fenster. Ich hoffe, das er eines Tages erwischt wird und wieder in die Psychiatrie kommt. Dann bin ich zwar jede Zeit von ihm umgeben, aber er kann dann niemanden mehr in der Welt umbringen!

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