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Es war Samstag. Meine Eltern brachten mich zu meinen Großeltern, da sie für einige Tage

verreisten. Ich mochte meine Großeltern sehr, nur besuchte ich sie ungern. Meine Oma sammelte

Puppen, und ich hasse Puppen. Diese auf dauer geöffneten Augen, die einen anstarren und das

ohne jeglichen Gesichtsausdruck, seelenlos und leer. Wir erreichten das Haus und meine Mutter warf mir ein kleines

Lächeln zu, doch ich hatte ein komisches Gefühl und konnte deswegen nur ein krampfhaftes Lächeln

zurückwerfen. Wir klingelte und warteten vor der Tür, doch niemand öffnete. Daraufhin

klingelten wir nochmal. Wieder nichts. Ich bekam ein Gefühl der Erleichterung als wir

umdrehten und gehen wollten, dass ich nicht in dieses Haus musste, aber kurz bevor wir

das Grundstück verließen hörten wir, wie die Tür doch noch geöffnet wurde und

es lief mir kalt den Rücken runter. Meine Eltern begrüßten meine Oma, sie hatte jedoch

keinen Gesichtsausdruck und schien mich gar nicht erst zu beachten. 


Wir traten ein und als wir in das Wohnzimmer kamen, merkte ich erst wie lange ich nicht mehr hier war...in jedem Raum und in jedem Regal waren Puppen. Ein unwohles Gefühl stieg in mir auf,

mit dem Gewissen von hunderten, leeren und ausdruckslosen Augen beobachtet zu werden, doch

ich schluckte die Angst runter und versuchte mich zu sammeln. ,,Oma?´´ fragte ich sie,

,,Wo ist denn Opa?´´. Sie verzog ihre Mine nicht , sie reagierte nichtmals. Selbst meine Eltern

schienen mich nicht mehr zu beachten und sie gingen alle in die Küche und ließen mich

allein im Wohnzimmer zurück. Dieses unwohle Gefühl stieg wieder auf und jeder

kleine Zeigerschlag kam mir so laut vor, wie ein Stechen im Kopf. Und diese Puppen, sie starrten mich an, als

ob sie mir in die Seele schauen könnten, als ob sie lebendig wären, sich jedoch nicht regten,

um mich in den Wahnsinn zu treiben. Plötzlich ist es still geworden. Die Uhr blieb seltsamer

Weise stehen und die Eingangstür ging auf. Mein Opa kam herein woraufhin ich sofort aufstand

um ihn zu begrüßen und zu fragen ob mit Oma alles ok sei. Mir fiel förmlich ein Stein vom Herzen.

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Jedoch reagierte nicht mal er. Er ging an mir, mit langsamen Schritten vorbei, mit dem Gesicht

von mir weggedreht. Ich konnte nur ein leises Schluchzen von ihm wahrnehmen.

,,Was ist heute nur los mit denen ? Normalerweise freut Opa sich immer, mich zu sehen.

Das ist einfach nicht seine Art!´´ sagte ich zu mir, während ich mich wieder hinsetzte. Dabei fiel mir diese eine Puppe auf.

Sie passte nicht zu den Anderen. Sie hatte eine grässliche Farbe, blass, fast schon grau. Ihre Augen

zeigten ein bisschen Angst, jedoch lächelte sie ein wenig. Das Plastik, aus dem ihr Körper bestand,

war völlig verkratzt und sie war stark beschmutzt.


In diesem Moment kamen meine Eltern aus der Küche, sie liefen an mir vorbei, schauten mir

tief mit leeren Blicken in die Augen. Meine Mutter streichte mir langsam durchs Haar, und sie gingen, wortlos.

Es hat mich gar nicht mehr gewundert, doch ich hatte Angst, Angst

zu bleiben, Angst vor den nächsten Tagen. Es vergingen Stunden, ich saß nur im Wohnzimmer,

allein, abgesehen von diesen widerwärtigen Puppen. Ich bekam nicht einmal etwas zu essen,

aber das war weniger Schlimm, da ich keinen Hunger hatte, wegen diesem mulmigen Gefühl.

Dennoch wurde ich müde und wollte schlafen gehen, denn die letzten Tage waren anstrengend,

und so wurde auch die Müdigkeit, stärker als die Angst. Im Nebenraum, in dem

die Treppe zu meinem Zimmer war, war es viel zu dunkel dafür, dass Licht 

brannte, und die Kellertür stand offen. Die erdrückende Stille verstärkte meine Angst,

sie wurde fast schon zur Panik. Dennoch musste ich an dieser Tür vorbei um in mein Zimmer zu kommen.


Leise Schritt ich den langen

Raum entlang, jeder Schritt klang so laut, und je näher ich der Tür kam, desto 

lauter hörte ich ein Atmen aus dem Keller, als ob jemand auf mich warten würde. Das 

Atmen wurde jedoch von einem leisen Schluchzen begleitet. Je näher ich der Tür kam,

desto lauter wurde das Schluchzen, bis es zu einem verzweifelten Lachen wurde, das noch etwas nach dem

Schluchten klang. Kurz vor der Tür blieb ich stehen,

ich konnte mich einfach nicht mehr bewegen, ich bin einfach nur vor Angst erstarrt. Umdrehen konnte

ich mich auch nicht, da ich das Gefühl hatte, von irgendjemanden, von hinten beobachtet zu werden. 

Da mir die Luft beinahe weg blieb, versuchte ich tief durch zu atmen.

Mein Fuß erhob sich und in dem Moment knallte die Kellertür zu. Mein Herz blieb für eine Sekunde stehen. 

Meine Psyche war am Boden. Mit den Händen vor dem Gesicht rannte ich zu der Tür. Eine kleine Träne

floß mein blasses Gesicht runter. Panisch bekam ich die Tür auf, und knallte sie, als ich drin war,

zu und schloss sie ab. Da das Gefühl, dass mich jemand beobachtete, nicht verließ.

Mit rasendem Herz im Bett liegend, schaffte ich es doch nicht einzuschlafen. Ich

traute mich noch nicht einmal die Augen zu öffnen. Es verging keine Minute, bis das knarzen

des Dielenbodens, als ob jemand drüber lief, sich in meinen Kopf bohrte. Schritt für Schritt. 

Es wurde immer lauter, dann wieder leiser, dann wieder lauter. Danach wurde das knarzen

für einige Sekunden unterbrochen, und danach gind es wieder für 3 Schritte leise weiter.

Stille. Jedoch nur bis ich ein langsames Klopfen mit langem Intervall zwischen jedem Schlag

an meiner Tür hörte. Das Schlagen hörte nicht auf, und das schwere Atmen kam wieder hinzu.

Ich lag in meinem Bett wie paralysiert. Das Klopfen ging weiter, bis es auf einmal mit einem lauten

Türknall beendet wurde, genau wie das Atmen. Mein Bewusstsein ging verloren, und mir wurde nur noch schwarz vor Augen.


Das Klopfen fing wieder an, und riss mich wieder zu Bewusstsein. Wie durch Reflex saß ich mich aufrecht im Bett hin

und erblickte nun, dass das ganze Zimmer voll mit den Puppen war. Jede einzelne Puppe richtete ihren Blick genau auf mich. 

Meine Oma saß vor meinem Bett, auf einem alten Stuhl. Ihre Haut war nun völlig grau, als ob sie blutleer wäre. 

Mit weiten, leblosen Augen, beobachtete sie mich. Ihr Blick raubte mir ein wenig den Atem, und sie hatte ihren Mund ein wenig offen, 

als ob sie wirklich tot wäre. Das Klopfen wurde immer lauter, und dann began wieder das Schluchzen. Es klang scheusslich,

und wurde ab und zu, zu einem verzweifelten Lachen. Selbst die Puppen begannen zu Lachen, wie kleine spielende Kinder.

Alles wurde immer lauter und lauter. Mein Körper war erstarrt. Das Klopfen wurde auf einmal so stark, dass die Tür nachgegeben

hat und aufging. Opa kam hinein und alles wurde still als ob nie was passiert wäre. Er hatte kein Gesicht mehr, 

nur noch pechschwarze Augenhöhlen waren zu sehen. Leicht humpelnd kam er auf mich zu, sein Gesicht nähert sich meinem

und obwohl er nur noch dunkle Augenhöhlen besaß, fühle ich, wie er mir tief in die Augen schaut. 

Plötzlich sagte er mit einer flüsternden, jedoch leidenden Stimme:,,Warum? Warum hast du das getan?´´

und aus seinen Augenhöhlen lief Blut. Nicht nur bei ihm, selbst bei meiner Oma, und sie hielt sich die Hände vors Gesicht,

als ob sie weinen würde. Es wurde wieder schwarz vor meinen Augen, und ich fiel um.


...gähnend streckte ich mich, und bemerkte, dass ich in meinem Zimmer war. ,,War...war das alles nur ein Traum?

MUTTER? VATER? ...seltsam, vielleicht sind sie ja einkaufen´´. Mein Blick fiel direkt auf die Zeitung, auf meinem

Schreibtisch lag. Ein Artikel war aufgeschlagen. ,,Letzte Nacht ereignete sich ein großes Feuer. Es gab 3 Tote,

zwei Rentner und ihr Enkel´´. Erstarrt sah ich mir diesen Artikel an und bezweifelte, dass es

sich um mich und meine Großeltern handelte. Jedoch wurde ich des besseren belehrt, denn auf der Seite daneben, lag

die Todesanzeige aufgeschlagen...mit meinem Namen. Mein Körper regte sich kein Stück. Die Zeitung viel aus meinen Händen,

und plötzlich saß auf dem Tisch diese eine Puppe, ohne Augen, mit schwarzen Höhlen und breitem Lächeln. Die Ohnmacht 

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