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Der Anfang. Anfang. Was für ein beschissenes Ding. Wer hat sich bitte ausgedacht, dass jede Geschichte einen Anfang haben muss? Kann man nicht einfach mit der Mitte anfangen und der Leser soll sich seinen Rest der Einleitung denken? Nein, dann wäre das ja auch wieder ein Anfang. Wenn auch ein äußerst schlechter.

Was benutze ich also in meiner Einleitung?

Hallo?

Was erwartest du von dieser Geschichte jetzt?

Dass ein Killer um die Ecke kommt und mich oder dich umbringt? Tschuldige, so eine Geschichte wird das wohl nicht. Diese Geschichte wird wohl etwas... wie sagt man... anders?

Nagut, anders ist so ein blödes Wort. Ich meine, jeder versucht anders zu sein und eben dabei sind sie ein jedes Mal alle gleich. Langweilig, deprimierend, alltäglich.

Aber entschuldige, der Leser wird dies sicherlich inzwischen für einen Troll oder Derartiges halten, da die Story bis jetzt weder Handlung noch Sonstiges besitzt und damit nicht einmal eine Story ist. Naja, ok.

Ich habe eine Frage an dich.

Du lebst dein einzelnes Leben, so wie es ist. Du vergisst Menschen, du lernst Menschen kennen, du existierst so vor dich hin und lebst. Ganz einfach.

Denkst du, die anderen Menschen existieren überhaupt?

Ich meine was ist, wenn die ganze Welt eigentlich nur eine Ausgeburt aus deinem Kopf ist. Jeden Mensch, dem du begegnest, hast du erschaffen. Jedes Ding, jede Neuerung, von deiner Unwissenheit bis zu deinem Wissen kontrollierst du, wie viel du weißt und wie viel die anderen wissen. Denkst du, so kann das sein?

Ich meine, warum nicht? Vielleicht hast du schon einmal darüber nachgedacht. Vielleicht hast du diese Geschichte geschaffen, um dir eine Nachricht zu schicken, dass du der Erschaffer bist. Der Erschaffer dieser Welt, dieses Universums, das nur aus deinem Willen und Kopf entsprungen ist. Vielleicht bist du dieser Gott, den sie anbeten. In diesem Fall sind „sie“ natürlich Teile deiner selbst. Denn du bist jede Person, jede einzelne. Du bist die Person, die die Killergeschichten schreibt, du bist der Postbote und du bist jede Person, die lebt und stirbt und damit existieren die anderen Leben als eigene Charakter eigentlich gar nicht.

Nun wirst du etwas ungläubig auf dem Bildschirm starren und denken „Das ist doch Schwachsinn. Ich sehe doch meine Eltern, wie sie zu mir sind oder all die anderen Menschen. Sie existieren und würde ich sie fragen, ob sie echt sind, würden sie mich fragen, ob ich etwas an der Klatsche habe.“


Aber erkennst du es nicht? Eben daran? Sie machen das, weil du es geplant hast, dass sie es machen. Und wenn sie dich nicht blöd anstarren, dann tun sie das, weil du das willst. Alles um dich herum reagiert so wie du es willst. Du, als eigene Person in deinem Körper, hast aber bestimmt, dass du nicht weißt, dass du es willst. Du bestimmst wie viel du weißt, aber du weißt nicht, dass du es kannst oder wie du es kannst.

Wow, das war ziemlich viel gerade intus, nicht wahr?

Du bist Gott, das ist schon mal ne große Sache, was?

Naja, wenn dir der Name „Gott“ nicht gefällt, weil du damit eine deprimierende Masse von Halbaffen verbindest, die sich gegenseitig bekämpft, weil.... Gründe, dann kannst du dir natürlich einen anderen Namen ausdenken. Das kannst du entscheiden, wie alles, denn du bist der Herrscher, du hast die Macht über die ganze Welt. Nur kannst du sie nicht so einsetzen.

Ich meine, du hast dir, als du Herrscher warst, einen Menschenkörper geschaffen, etwas irdisches, um Teil deiner dir erfundenen Welt zu sein. Aber du hast in deinem irdischen Körper ja noch gar keine Kraft dazu, die Welt jetzt zu verändern. Ist vielleicht auch gut so, die Macht würde dich in deinem momentanen Zustand sicherlich zerreißen.

Wahrscheinlich dauert es auch noch etwas, bis du auf die Kraft zurückgreifen kannst, aber wann, das entscheidest immerhin du, du bist ja der Herrscher. Du besitzt jedes Wissen über Sprache, Biologie, mathematische Formeln, physikalische Regeln und was es sonst nicht alles gibt. Du aktivierst es nur nicht in dir, bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Und wenn der Zeitpunkt dann gekommen ist, wirst du aufsteigen, wie ein Engel und all das Wissen wird dir erscheinen. Auf einmal wirst du die Welt so klar sehen, wie es noch niemand zuvor tat. So, als würdest du eine Brille aufsetzen und die Welt wird schlagartig scharf. Dir wird bewusst, dass die Zeit, die du festgelegt hast, nicht existiert, wenn du nicht willst. Wenn du irgendwelche Bedürfnisse hast, nach Frauen, Männer, Essen, Trank, wirst du diese einfach erfüllen können, indem du Ableger erstellst, die genau das tun, was du willst, wie du es willst, weil du sie steuern kannst.


Sooo, du bist also Gott, ein Herrscher, DER Herrscher. Alleine unter vielen und nunmal... perfekt. Gut. Doch natürlich wirst du dich jetzt fragen, wie du dich in deinem unschlagbaren, fantastischen, reinen Zustand bringen kannst. Nun, es ist eigentlich relativ einfach.

Um in deine Engelsform wiedergeboren zu werden, musst du deinen momentanen Zustand natürlich verlassen. Sprich, sterben. Das hört sich nun wirklich radikal an, doch wäre es das nicht, hättest du deinen Zustand ja auch einfach aus Versehen erreichen können und letzten Endes wärst du daran zerbrochen und alles wäre umsonst. Deshalb überlege dir gut, wann du bereit bist, deinen Zustand der Vollkommenheit zu erreichen. Und vergiss nicht, du wusstest, wie und wann du sterben wirst. Es ist alles geplant.


Schönes Sterben

Aylo (Diskussion) 12:22, 8. Jul. 2015 (UTC)

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