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Es war ein eiskalter Tag in Russland, so kalt, dass keine einzige Schneeflocke vom Himmel fiel. Nahe an einem abgelegenem Wald, stand ein sehr altes Haus, welches nicht so aussah als würde es die Kälte abhalten. Vor dem Gebäude spielten zwei kleine Kinder, ein Junge, nicht älter als sechs Jahre, und ein blondes Mädchen, im Schnee als wäre es Mitte Sommer. „Natascha, Victor, kommt rein Essen!“, rief eine Dame aus dem Haus. Die Familie, die aus einem, um die 50 Jahre alten Vater, den zwei Kindern, einem Husky mit eisblauen Augen und einer Hausfrau mittleren Alters bestand, saß schweigend am Tisch und löffelte eine Suppe. Die Einrichtung des Hauses war ziemlich bescheiden.

In der Küche waren nur eine dreckige Theke, ein Schrank, ein Bügelbrett und ein rostiges Bügeleisen darauf. Anscheinend gab es kein Wohnzimmer. Die beiden Geschwister mussten sich ein Zimmer teilen, das ziemlich eng war. Es passte gerade mal ein altes Stockbett und ein paar Spielsachen hinein. Das kleine Mädchen, welches sich anscheinend sehr für das Lesen begeisterte, lag in dem unteren Teil des Bettes und verschlang eines der vielen Bücher die auf ihrem Fenstersims lagen. Der Junge war in seinen Gedanken verloren und starrte mit einem leeren Blick an die Decke. In dem Zimmer war ein mit Ruß bedeckter Holzofen, der die einzige Wärmequelle in dem Raum zu sein scheint. Die Fenster waren gepflastert mit Eisblumen, wie sie nur in einem sehr kalten Winter entstehen könnten. Nun drehte sich der Junge auf die Seite und sah verträumt aus dem Fenster. Die weiße Schneelandschaft, die Bäume bedeckt mit dem weißen Zeug.

Alles war, als wäre es mit Mehl oder Puderzucker bestreut. So unberührt, so unschuldig, einfach traumhaft. Der mittelgroße Husky stupste die Tür mit seiner kalten, nassen Schnauze auf. Er kam zu Natascha und vergrub seinen Kopf in ihre Haare. Daraufhin kicherte sie leise, machte einen Knick in die Seite, die sie als letztes gelesen hatte und kraulte den Hund hinter seinen Ohren. Nach seiner ausgiebigen Streicheleinheit schwänzelte er aus dem Zimmer und suchte nach seinem Herrchen, der anscheinend Holzhacken gegangen ist. Der Wald gehört seit Jahrzehnten der Familie. Wenn man genau hinsah, sah man vereinzelt die Schleifspuren der Axt im Schnee. Inzwischen wurde es schon dunkel und die ersten Sterne leuchteten am Himmel. Der Mond erstreckte sich über das Firmament und der Mondschein lies den Schnee zauberhaft funkeln. Die Hausfrau, Svetlana, befahl dem kleinen Mädchen ihren Vater zum Abendessen zu holen. Die Kleine ging mit einem dicken Mantel, der ihr viel zu groß war und an allen Enden überstand, in den Wald, den sie seit sie ein kleines Baby war kannte. Sie lebte förmlich im Wald. Sie spielte fast jeden Tag mit ihrem Bruder dort, doch sie war noch nie in der Nacht dort. Normalerweise blieb ihr Vater auch nicht so lange Holzhacken und kam immer rechtzeitig nach Hause. Sie vergrub ihre Hände tief in den Manteltaschen und versuchte nicht zu frieren.

In Russland waren die Nächte sehr kalt und zu allem Übel kam noch hinzu, dass ein eiskalter Wind ihr um die ungeschützten Ohren fegte. Der Wald war düster und eine schaurige Atmosphäre breitete sich aus, als sie ihn betrat. Es kam ihr vor als wäre es nebliger und um einiges einsamer geworden. Sie wusste genau wo ihr Vater immer zum Hacken ging. Der Ort war jedoch relativ weit im Wald und bei dem Gedanken, dass, zum Beispiel, Wölfe hier lauern könnten, drehte sich ihr Magen um. Hecktisch ging sie schnellen Schrittes den Waldweg entlang. Ihre Ohren vernahmen immer aus unterschiedlichen Richtungen ein Knacksen, als wäre jemand auf einen Ast gestiegen. Manchmal hörte sie auch ein Rascheln aus dichtem Gebüsch. Um sich zu beruhigen, redete sie sich ein, dass es nur ein Tier oder ähnliches wäre und sie doch keine Angst haben bräuchte. Als sie an der Lichtung angekommen war, erschrak sie, denn ihr Vater war nicht mehr da. Die Axt war auch verschwunden, nur etwas Blut war auf dem Pflock zu sehen. Natascha kniff ihre Augen zusammen und rannte den Weg wieder zurück und versuchte sich nicht umzudrehen. Sie bekam während dem Laufen mit, dass das Rascheln und Knacksen immer lauter wurde und anscheinend auf sie zu kam. Sie atmete erleichtert auf, als sie den Waldrand erreichte. Völlig außer Atem lief sie die letzten 50 Meter zum Haus. Sie stürmte in die Tür und wollte gerade lautstark anfangen zu erzählen, was ihr alles zugestoßen ist, als sie ihren Vater zusammen mit der restlichen Familie am Esstisch entdeckte.

Sie seufzte und setzte sich zitternd an den Tisch. Den restlichen Tag war sie vollkommen still. Selbst bei den unheimlich schlechten Witzen, die ihr Bruder wie jeden Tag riss, blieb sie still. Sie schwieg und starrte jedes Mal an irgendeine Stelle und versank in ihren Gedanken. Diese Nacht wurde sie von schrecklichen Alpträumen gequält, in dem sie vor einer Kreatur mit langen spitzen Klauen wegläuft. Auf einmal stolpert sie über eine Dornenranke und fällt auf den weichen Waldboden. Das blasse Tier, das Ähnlichkeit mit einem Puma hatte, war jedoch so stark wie ein Bär und hatte Krallen wie ein Löwe, jedoch noch viel länger und spitzer. Sein fast weißer Körper war voller Narben und klaffenden Wunden. Das „Tier“ oder was es auch war, beugte sich über sie und raunte ein „Ich kann dich sehen“ aus seinem Maul. Als er es öffnete ragten Fangzähne, wie die eines Krokodils aus seinem Mund. Als es gerade mit seiner Pranke auf das kleine Kind losgehen wollte, wachte sie schweißgebadet auf und fing an zu weinen. Die Bilder wollten nicht aus ihrem Kopf. Sie konnte sich an jedes kleinste Detail erinnern. Den Geruch, die Geräusche, das Aussehen, einfach alles. Es war so real.

Die Hausfrau versuchte das weinende Kind zu beruhigen mit Sätzen wie „es ist alles gut“, „das war nur ein Traum“ oder „so etwas gibt es in Wirklichkeit gar nicht“. Es half kein einziger davon. Sie weinte sich die Augen aus. Die verstörenden Bilder verfolgten sie den ganzen Tag. Natascha dachte an nichts anderes mehr. Wegen diesem Traum machte sie nun einen weiten Bogen um den Wald, auch wenn das oft nicht einfach war, denn ihr Haus war praktisch von Wäldern eingeschlossen. Der Tag verlief ganz normal, wie jeder andere auch. Der Vater heizte in allen Zimmern ein, damit niemand über die Nacht erfriert und alles wurde allmählich still. Als die beiden Geschwister um neun Uhr im Bett lagen, begann der Herzschlag von Natascha augenblicklich schneller zu schlagen und sie fühlte sich als könnte jeder, auch die Kreatur in ihrem Traum, ihn hören. „Victor, ich...ich habe Angst“, schluchzte Natascha vorsichtig. Als Antwort kam jedoch nur ein leises Schnarchen zurück.

Sie war nun ganz allein. Der Vater schlief ein Stockwerk über ihr und das Hausmädchen übernachtete in einer Art Gästezimmer im Dachboden. Natascha versuchte nicht zu weinen, denn sie wusste, dass sie Angst hatte und egal ob diese Kreatur echt war oder nicht. Sie würde es wissen, riechen oder womit solch schaurige Geschöpfe es auch immer spüren können. Fantasie oder nicht! Es lebte. Egal ob in ihrem Kopf oder in der Realität, es würde auf das gleiche hinauslaufen. Sie hat Angst und selbst wenn sich das alles ihr Gehirn nur ausdachte, sie kann es nicht ändern. Sie lag noch lange wach im Bett und starrte an den Lattenrost. Ihr Herzschlag hatte sich immer noch kein bisschen verändert. Sie kauerte sich zusammen, kniff ihre verweinten Augen zu und legte sich ganz nah an die kalte Steinwand. Nach stundenlangem Schluchzen und Einreden, dass alles wieder so sein wird wie vor diesen Apltraum, schlief sie endlich ein. Ihr Traum fing dort an wo er aufgehört hatte. Gleicher Ort, ähnliches Szenario, nur ohne die grauenvolle Kreatur. Natascha lag am Boden, ihr Gesicht zum Firmament gerichtet. Sie starrte die Sterne an und schnaufte laut, da sie sich an jedes noch so kleinste Detail erinnern konnte und sie wusste ES würde hier irgendwo auf sie lauern. Falls sie hier liegen bleiben würde, würde ES sie früher oder später finden. Wenn sie wegzulaufen versuchen würde, bestand die Möglichkeit, dass diese Kreatur sie hören oder im schlimmsten Fall sehen würde. Sie hat keine andere Wahl, entweder liegen bleiben, sich auf den Tod vorzubereiten, oder versuchen in das Haus zu rennen, wobei ES bestimmt die Kraft hätte, die morsche Holztüre zu zerbrechen.

Es half alles nicht. Als sie zu ihrer Rechten das Röcheln des „Dings“ vernahm, wusste sie, dass ihr Schicksal nun besiegelt ist. Es kam immer näher. Auf allen Vieren kam es gestapft. Das Mädchen neigte ihren Kopf zur Seite und versuchte einen Schrei und den Brechreiz zu unterdrücken. Beides gelang ihr jedoch nicht. Zwischen den langen, spitzen Zähnen, die Dolche glichen, befand sich der Kopf ihres Bruders. Verstümmelt, so dass man kaum noch sein Gesicht erkennen konnte, hielt ES ihn wie eine Trophäe im Maul. Es freute sich anscheinend, dass ich sein „Meisterwerk“ sehen durfte. Er schleppte die Dinger, die manche wohl als Arme oder Beine bezeichnen würden hinter sich her. Die Kreatur, blieb wenige Meter von ihr entfernt stehen. Es knackte seinen Hals zur Seite um sie zu mustern.

Seine Augen waren schwarz mit einer weißen Iris und wieder einer schwarzen Pupille, die unerbittlich auf sie blickten. Aus seinem Kiefer floss das Blut, das ihr Bruder und vielleicht noch andere Menschen vergießen mussten. Es rann aus dem Maul, über sein Kinn und tropfte auf den Boden. Diese Kreatur stand mehrere Minuten da und es genoss es sie leiden zu sehen. Ihr war klar, dass ES ihr in allem überlegen war: Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit. Einen Kampf würde sie niemals überleben, also lag sie nur da. Ihre Augen zusammengekniffen. Die Blicke dieses Geschöpfes brannten auf ihrer Haut wie Säure. Langsam tapste dieses „Ding“ auf sie zu. Sie wollte aufwachen, doch es ging nicht.

Sie wandte sich im Bett umher und zappelte wild.

Jedoch lag sie im Traum regungslos auf dem Waldboden und versuchte nicht aufzuschreien. Ihr war bewusst, dass dieses Ding sie eines Tages töten würde. Doch wann, das wusste nur diese Kreatur. Es liebte es andere an den Rand ihres Verstandes zu bringen. Nun war es nur noch wenige Schritte von Natascha entfernt. Sie hörte das Schnaufen und das röcheln der Kreatur. Das letzte was sie hörte, bevor sie erwachte war: „Du weißt, dass ich existiere“

Mit weit aufgerissenen Augen fuhr Natascha aus dem Alptraum hoch. Als sie ihr Bruder fragte, ob alles okay sei, oder er Svetlana rufen solle, konnte sie nur noch stammeln. Ihr Blick immer noch starr an die weiße Wand gerichtet. Das Bild mit dem Kopf ihres Bruders kam wieder in ihre Gedanken. Es war wie der Tag zuvor. Jedoch, war sie so verstört, dass sie nicht mehr sprechen wollte. Sie hatte letzte Nacht zu wenig geschlafen, was auch verständlich war. Svetlana flüsterte ihr ins Ohr, dass sie heute nicht im Haushalt helfen müsse und sie Schlaf nachzuholen hätte. Natascha wusste aber, wenn sie schlafen würde, würde sie ES wieder treffen und das wollte sie um jeden Preis vermeiden. Sie legte sich zwar ins Bett, jedoch blieb sie wach und schloss nur kurzzeitig ihre Augen.

Als sie das tat, erklang die Stimme dieses Dinges wieder: „Du weißt, dass ich existiere“ und „Ich kann dich sehen“.

Es war wie ein Teufelskreis, wenn sie wach war, verfolgte sie sein Röcheln und wenn sie schlief, suchte er sie in ihren Träumen heim. Er bestimmte ihren Tagesablauf, er besaß sie förmlich! Sie zuckte kurz zusammen, als Svetlana die Tür öffnete und ihr das heutige Essen brachte. Sie machte den Holzofen noch an, damit das junge Mädchen es warm hat und verschwand wieder aus dem Zimmer. Natascha brachte keinen Bissen hinunter, sondern schaute gebannt dem Feuer zu, wie die einzelnen Zungen sich an dem Holz schlängelten. Die Flammen verzehrten die Holzscheite. Bei dem Anblick wurde sie müde, sie durfte aber nicht einschlafen, denn nächstes Mal würde das Geschöpf nicht mehr so zart mit ihr umgehen. Als es schließlich Abend wurde und alles von neuem vor ihrem inneren Auge ablief, konnte sie nicht anders. Sie stand auf und ging in die Küche um sich ein Glas Wasser zu holen. Es war stockfinster draußen und nur der Mond schien.

Durch die Fenster konnte sie Fußstapfen erkennen, die nicht menschlich aussahen. Sie wusste, es war eine dumme Idee, aber ihre Neugier war gerade groß genug um die Angst zu übertönen. Sie sperrte die Tür auf und trat vor sie. Die Fußspuren führten eindeutig vom Wald, hierher. Anscheinend schlenderte die Kreatur erst zur Haustür, dann...weiter zu dem Zimmer von ihrem Bruder und ihr. Sie folgten den Spuren und sah ihn friedlich schlafen. „Oh, wenn er wüsste was sich hier draußen herumtreibt! Wenn alle es wissen würden! Ich bin womöglich die einzige die wirklich an seine Existenz glaubt und nun auch beweisen kann, dass es ihn gibt. Aber glauben wird mir eh keiner“, dachte sie und ging schnell wieder in das Haus und schloss es ab. Von ihrem Fund ganz aufgewühlt, rannte sie in ihr Zimmer und versteckte sich unter der Decke. „also das meinte er mit 'Ich kann dich sehen'“, fuhr ihr es durch den Kopf. Erstaunlicherweise schlief sie ziemlich schnell ein.

Ein Schrei des Bruders weckte den Vater und die Hausfrau. Sie erschraken als sie eine Blutspur entdeckten, die zum Keller führte. In dieser Blutspur waren die Abdrücke der Klauen der Kreatur. Die restliche Familie folgte ihnen und konnte ihren Augen nicht trauen als sie in dem mittleren Keller das verstümmelte Mädchen vorfanden. Aufgehangen an ihren eigenen Gedärmen an dem Kabel der Glühbirne. Ihre Augen wurden entfernt und vor ihr platziert. In der blutigen Bauchhöhle des Mädchens lag ihre in Blut getränkte Stoffgiraffe an der ein Zettel befestigt war. „Sie ist erst der Anfang!“, stand darauf.Jeder der Familienmitglieder musste einen Brechreiz unterdrücken. Der Husky zog den Schwanz ein, wimmerte und leckte das Blut von den zierlichen Schuhen des Kindes. Der Vater und der Bruder, von ihr, fingen an zu weinen und das Dienstmädchen sah betrübt auf den Boden.

Am nächsten Tag beerdigten sie Natascha, in dem Wald an ihrer Lieblingsstelle. Einer Lichtung, die am im Sonnenuntergang wunderschön glänzte. Sie verbrachten mehrere Tage mit dem Trauern und keiner konnte sich erklären, wie das alles passieren konnte. Polizei riefen sie nicht, da es nur in den größeren Städten, wie Moskau, richtige Polizeibehörden gab und ein Mord auf dem abgelegendsten aller Dörfer, würde doch niemanden interessieren, so der Vater.

[Ein paar Tage später...]

Alle schliefen und es war 3Uhr in der Nacht. Knacksen und Poltern war in der Küche zu hören. ES war wieder da und es würde sich eine neue Person holen. Es schleppte sich in das Zimmer des kleinen Jungen. Es platzierte sich in eine dunkle Ecke und sah dem kleinen beim Schlafen zu. Seine schwarz-weißen Augen funkelten aus der Dunkelheit. Und seine dolchartigen Zähne schimmerten im Mondschein. Es kroch aus seiner Ecke hervor und saß noch eine weitere Stunde einfach vor seinem Bett und starrte ihn an. Verschlafen öffnete der Junge seine Augen und wurde mit IHM überrascht. Die Kreatur reagierte blitzschnell und riss ihm die Kehle hinaus. Es wartete auf sein Erwachen, weil er sehen wollte, wie der kleine Junge leidet. Es machte ihn glücklich. Er sah genüsslich zu wie der kleine versuchte sein Blut herunterzuschlucken oder wie er versuchte zu schreien. Es ertönte nur ein schwaches und leisen Husten, bis er schließlich an seinem eigenen Blut erstickte. Die Kreatur schleppte ihn in den gleichen Raum, in dem er auch schon seine Schwester verstümmelt hatte. Er nahm seine Zunge heraus und schlug ihm seinen Kopf ab. Danach „dekorierte“ er seinen Kopf mit der abgeschnittenen Zunge und legte dieses „Kunstwerk“ neben seinem leblosen Torso, seinen Gebeinen und seinen Armen.

Nun zeichnete er ein Pentagramm mit seinem Blut an die Wand und verschwand wieder leise aus dem Haus. Das Prozedere wiederholte sich, wieder fanden der Vater und die Hausfrau den Jungen und wieder leckte der Husky das Blut von seinen Schuhen. Auch er wurde begraben, doch im Gegensatz zu Natascha, hinter dem Haus. Der Vater weinte jede Nacht und bat Gott, sie doch im Himmel aufzunehmen. In der darauffolgenden Nacht kroch das Geschöpf wieder aus dem Wald hervor. Es wollte töten, es wollte Menschen sterben sehen. Es war sein Verlangen, ja ihm gefiel es die Leute auf grausamste Art und Weise in den Tod zu schicken. Zum ersten Mal blieb der Hund wach vor der Tür liegen. Sein Herrchen hatte wohl vergessen ihn wieder hereinzubringen. Als der Husky mitten in der Nacht dieses blasse Ungetüm auf Vier „Pfoten“ entdeckte bellte er laut, zog jedoch seinen Schwanz ein. Die Kreatur ließ sich von dem bellenden Köter nichts anhaben. Es stolzierte weiter in Richtung Haustür. Als der Hund nun begriff, dass ER es war, der sie getötet hat und, dass ER noch immer nicht genug vom Morden hatte, rannte er auf das Geschöpf zu. Dieses schlug den Husky mit einem mächtigen Prankenhieb zur Seite und nahm sich vor, ihn zuerst zu töten. Der treue Gefährte hechelte und winselte. Er hatte enorme Schmerzen und wandte sich im Schnee.

Der Kreatur war es zu langweilig jemanden schnell sterben zu lassen, egal ob Hund oder Mensch! Lebewesen ist und bleibt Lebewesen. Die Kreatur drückte seine rechte Pranke auf den Brustkorb des wimmernden Hundes. Dieser zuckte vor Schmerz zusammen und man hörte es Knacksen. Der junge Husky versuchte sich aus dem starken Griff des Geschöpfes zu lösen, dies gelang im jedoch nicht. Er jaulte und als es IHM zu langweilig wurde, zerfleischte er die Kehle des Hundes. Das Hundeblut spritzte auf den weißen Schnee. Eine große dunkelrote Blutlache breitete sich am Boden aus. An seinen Klauen waren verschiedene Arten von der roten Flüssigkeit, fast schon dunkelbraune Flecken, dann etwas hellere und nun, frische rote Flecken.

Jede seiner Krallen waren wie Messer eines Serienkillers. Voller Blut von seinen Opfern. So konnte er sich erinnern, welch schönes Gefühl es war den Leuten die Kehle durch zu schneiden, oder ihnen verschiedenste Körperteile herauszunehmen und mit ihnen zu spielen. Er schlug den Schädel des Huskys ab und platzierte ihn vor den Augen des Vaters und schrieb an die Wand „Nun bist du dran“. Er kroch unter sein Bett und rührte sich nicht. Das Herrchen des Hundes erschrak, als er den verstümmelten Hundekopf seines Gefährten in die eisblauen Augen blickte. Sie waren so leblos und so leer. Sie starrten ihn an, als wäre er Schuld an dem, was seiner Familie passiert ist. Er weinte und schluchzte, ihm wurde alles im Leben genommen.

Er band sich einen Strick und befestigte ihn an der Decke des Kellers, indem er seine beiden Kinder gefunden hatte. Er brachte sich zum Suizid und was er nicht wusste, die Kreatur beobachtete ALLES. Es versteckte sich immer geschickt. Als der Vater sich nun in die Schlaufe fallen ließ, starb er nicht an einem Genickbruch, sondern sah noch mit an, wie die Kreatur, die jeden getötet hatte, den er liebte, aus einer dunklen Ecke hervor kroch. Es grinste verstörend und näherte sich dem Vater. Er musterte ihn schief und er erlaubte sich ein „Spiel“. ES entfernte ihm die Augen, er schrie und schrie, solange bis die Kreatur ihm auch die Zunge entfernte.

Die Kreatur schrieb noch ein letztes Wort an die Steinwand „done“. Es hatte eine Familie ausgelöscht, aber seine Mordlust wird man nicht stoppen können. Er würde alles tun, nur um unschuldige Menschen zu töten. Es würde Länder durchqueren und Verfolgungen aufnehmen. Doch eins merkt euch: Ihr seid niemals sicher! Sobald einer von eurer Familie „auserwählt“ wurde, kannst du mit deinem Leben abschließen. Es gab bis jetzt nur eine Person, die das alles überlebte: Svetlana. Sie ist zurzeit 79 Jahre alt und lebt in Deutschland. Sie musste psychisch behandelt werden, doch...gestern hatte sie einen schrecklichen Alptraum....

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