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Hallo. Mein Name ist Rick und ich bin Autor. Bestsellerautor, um genau zu sein.

Dies hier soll keine Biografie werden, falls Sie, werter Leser, dies nun denken.

Nein. Nein, ganz bestimmt nicht.

Und es soll auch keine Art und Weise sein, dass zu rechtfertigen, was ich tat, aber ich möchte,

dass ihr alle wisst, was mich angetrieben hat.

Zurück zu den Büchern.

Ich schreibe, bzw. schrieb Thriller und Horrorgeschichten, die allesamt besonders sind.

Es spiegelt sich in meiner detailgenauen Schreibweise wieder. Es zeigt sich, an den Gedankengängen der Figuren in meinen Romanen. Zumindest sagen dies die Fachpresse und die Leser meiner Bücher.

Dabei bin ich nicht mal besonders talentiert, was das Schreiben angeht.

Hätte man mir dies vor 10 Jahren gesagt, so hätte ich denjenigen für Verrückt erklärt.

Ich meine, wer würde dies auch schon von einem wie mir erwarten?

Ich war nie besonders gut in Deutsch, ich hatte bis auf Englisch auch kein anderes sprachliches Fach gewählt. Lieber verbrachte ich meine Zeit im Computerraum.

Aber wie bin ich dann zum Schreiben gekommen, fragt ihr euch sicherlich?

Ich fing an zu schreiben, als meine Mutter starb. Ich saß neben ihr, als sie ihre letzten Worte im zerstörten Auto sagte.

Wir fuhren in eine Nebelwand und knallten dann gegen diesen Baum.

Sie hatte getrunken.

Ich war viele Monate depressiv, ritzte mich und versuchte Selbstmord zu begehen.

Ihr müsst wissen, dass mein Vater, als ich 4 war, abgehauen war, und ich niemanden hatte.

Nun ja, irgendwann fing ich dann an, meine Erlebnisse mit meinem Tagebuch zu teilen. Mein Therapheut empfahl mir dies.

Ich fing an und beschrieb, wie die letzten Momente waren.

Ich schrieb alles sehr detailgetreu auf, als würde ich mich an jeden einzelnen Augenblick erinnern, an jede Sekunde in dem Auto.

Ich merkte, dass ich viel zu schreiben hatte, so schrieb ich innerhalb von 2 Monaten 4 Tagebücher voll.

Jede freie Minute verbrachte ich mit Schreiben. Schreiben war meine Therapie, so dachten es die Ärzte.

Mir gefiel das Schreiben mehr und mehr.

Es gefiel mir, über das Leid der Menschen zu schreiben. Ich liebte es, ihre Schmerzen auf Papier zu bringen. Mit Füller und Tinte.

Ich schrieb viel über meine Mutter, aus der Realität wurden Geschichten und aus denen eigenständige Monologe. Ich wurde richtig gut darin.

Ich versuchte mich auch an anderen Situationen, doch war ich dort erfolglos.

Es fiel mir einfach nichts ein, oder die Situationen wurden nicht richtig und realistisch übermittelt. Dies gefiel mir einfach nicht, und den Lesern im Netz auch nicht. Zu diesem Zeitpunkt erreichte ich bereits tausende mit meinen kleinen Horrorgeschichten. Doch, sie meinten, dass dort irgendetwas fehlte, irgendetwas, was in meinen alten Geschichten da war, dort aber nicht mehr zu finden war.

Ich überlegte, wurde depressiv. Endlich konnte ich etwas gut, und jetzt auf einmal war alles aus?



Ich schrieb einige Jahre nicht mehr, flüchtete zurück ins echte Leben.

Irgendwann war es dann wieder soweit. Ich ging abends in die Tanke, um noch etwas Bier zu holen, als diese überfallen wurde. Ich duckte mich hinter ein Regal und schaute mit an, wie der Täter den Verkäufer bedrohte, ihn anschrie und ihn schlug. Das Opfer, ein junger Mann, vielleicht 20,

mental anscheinténd instabil, fing an zu weinen und öffnete nicht die Kasse. Entweder war er sich zu stolz, oder er kam mit der Situation nicht zurecht. Ich tippe auf Letzteres.

Mittlerweise war der Täter auch ziemlich 'instabil', so zerrte er ihn über die Theke, schlug ihn zu Boden und trat auf ihn ein. Zwei Schüsse erklangen. Ich blieb regungslos liegen, hoffend, er würde flüchten, was er schließlich auch tat.

Der Kassierer starb an den zwei Projektilen in seiner Brust, doch vorher redete er noch mit mir, im Todeskampf.

Ich stand ihm bei, und nahm es auf. Viele Menschen können jahrelang mit so etwas nicht umgehen, doch ich... ich verkraftete es.



Ich fing daraufhin wieder an zu schreiben, und die Texte sprudelten aus mir heraus, wie früher.

Ich konnte es mir nur mit der Situation an der Tankstelle erklären.

Der brutale Tod des Jungen war meine Inspiration. Mein Todesengel, der mir Ideen zuwarf.

Und sie waren gut. Der Community gefielen meine Werke und schließlich wurde mir ein Angebot von einem Verlag gemacht, meine Werke doch als Buch rauszubringen.

Ich willigte ein, und schrieb meinen ersten Roman.

Doch schon kurz nach dem Anfang, gingen mir die Ideen aus. Ich hatte erneut eine Schreibblockade.

Es war nicht so, als wüsste ich nicht, worüber ich schreiben solle. Nein.

Ich wusste einfach nicht, wie ich es schreiben sollte. Wie ich es formulieren sollte, und wie ich das Leiden richtig mit dem Leser verbinde.

Ich entschloss mich, über das Wochenende in die Berge zu fahren um dort meiner Schreibblockade entgegenzuwirken.

Ich packte das Nötigste ein und fuhr los. Auf dem Weg dorthin hielt ich an einer Tankstelle, mitten im nirgendwo, an. Der Inhaber, ein junger Mann, erzählte mir, dass die Tankstelle eigentlich seinem Vater gehörte, er jedoch vor einigen Tagen an Lugenkrebs verstarb.

Ich wünschte ihm mein herzlichstes Beileid und fuhr weiter zur Hütte.

Dort angekommen fing ich direkt mit dem Schreiben an, und es ging auch langsam weiter.

Die Ruhe hier oben war himmlisch. Keine einzige Menschenseele im Umkreis von 20 Kilometern.

Vor der Hütte lag ein großer See, von der Außenwelt abgeschnitten.

Jemand, der über Seen schreibt, würde sich hier oben wohlfühlen, dachte ich.



Es ging einfach nicht weiter. Ich musste dieses Kapitel fertig schreiben, ich muss das Skript abgeben, dachte ich abends nach. Es kann doch nicht so enden?

Da kam mir eine Idee. Ich ging in die Küche und nahm das schärfste Messer, das ich fand.

An dieser Stelle wusste ich nicht, was mit mir war. Ich wurde von purem Adrenalin überrannt. Von Gier.

Ich spürte, wie mein Herz pumpte, es hörte erst auf, als ich schon an der Tankstelle war.

Sie können sich ausmalen, was ich tat.

Ich tötete ihn!

Ich kam in den Laden, nahm das Messer und stach ihm von hinten die Klinge in den Rücken. Er schrie, während er sich versuchte, umzudrehen. Ich zog die Klinge heraus.

Blut spritzte auf den Boden, gegen das Regal. Er schaute entsetzt in meine Augen.

Sie trafen sich auf halbem Weg, während die Klinge langsam seine Bauchdecke durchdrang.

Ein ekeliges Geräusch war zu hören. Als würde man einen Fuß in Schlamm setzen und ihn in der schleimigen Masse drehen.

Ich zog das Messer erneut heraus. Blut floss in großer Masse heraus.

Er sank zu Boden. Ich stand vor ihm, auf ihn niederstarrend. Als würde ich ihn verurteilen.

Seine Hand tastete an meinem Bein, während er schrie. „Papa! Papa!“

„Es gibt keinen Papa“, sagte ich emotionslos. Er war mein Opfer, mein menschliches Opfer.

Ich setzte die Klinge am Hals an und durchdrang die Haut.

Es war unglaublich.

Ich bin ihm ewig dankbar, das Buch wurde ein großer Erfolg.

Seine Leiche beerdigte ich im Wald.

Danke, junger Verkäufer 1.



Ich schrieb einige Romane und verdiente gut an ihnen. Mal tötete ich einen Geschäftsmann.

Mal auch nur einen Penner.

Weißt du, beide sind kurz vorm Tod kaum mehr zu unterscheiden. Beide weinen oder urinieren sich ein. Beide versuchen, um Hilfe zuschreien.

Ich experimentierte. Mal schnitt ich ihnen einen Finger ab. Mal auch gleich eine ganze Hand oder glatt das ganze Bein. Die Emotionen sind so verschieden.

Manche, besonders Frauen, schreien extrem. Manche sind auch eher leise. Versuchen, ihren

Stolz zu bewahren.

Welchen Stolz? Hahaha.

Sie bieten einem Geld an. Sie sagen, sie würden nicht zur Polizei gehen.

Doch dies alles lässt mich kalt. Ich bin ein Monster geworden, jemand, der aus Habgier und Geld tötet. Das ich mir dessen bewusst bin, überrascht mich selber. Ein Monster kann ich also nicht sein... Ich würde es eher teuflisches Genie nennen. Zwar etwas stereotypisch, doch finde ich es okay.



Ich schaue mir die Folterungen und Exekutionen während des Schreibens auch an. In meinem Regal sind viele Videokassetten. Sie dürfen sie gerne nehmen, sich anschauen und sich fürchten.

Denn das tut ein normales Individuum, wenn es dies sieht.

Sich fürchten. Angst ist eine so fassettenreiche Emotion, aber dies beschrieb ich ja bereits.



Nun ja, ich muss das Schreiben langsam beenden. Die Polizei steht vor meiner Haustür, klopfend.

Sie haben einen Durchsuchungsbefehl. Sie werden in den Keller gehen und die frische Erde sehen.

13 Leichen. Schon irgendwie ironisch, wenn man's so betrachtet...

Ich konnte mir für das Geld der Romane eine verstärkte Tür und bruchsichere Scheiben kaufen.

Es dauert wohl noch ein bisschen, bis sie die Tür aufsprengen.

Da werde ich aber schon lange im Jenseits sein, mein Körper als lose Schale hier liegen gelassen.

Der Kopf aufgeplatzt durch die P22. Der Körper vergiftet durch das Zyankali.

Jetzt bleibt mir nur noch eins zu sagen;

Ich bereue nichts.

Lebt wohl.


Dominic. A

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