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Liebes Tagebuch                                                                                                                                               10.12.2009

Heute war der komischste Tag in meinem Leben. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Es war wirklich eigenartig. Als ich heute Nachmittag die Schule verließ war Mami nicht da. Sie war nicht da um mich abzuholen wie sie es normalerweise immer Tat. Ich wartete einige Minuten auf sie vor dem Schultor. Sie kam nicht. Ich beschloss alleine Nachhause zu gehen. Auch wenn ich mich vor dem dunklen Wald der sich am Nachhauseweg befand fürchtete. Ich war mir sicher, dass Mami heute etwas länger arbeiten musste und, dass Daddy ganz sicher schon Zuhause auf mich wartete. Ich machte mich auf den Weg und kam zum dunklen Wald.

Plötzlich sprang wie aus dem Nichts ein Mann hinter einem Busch hervor. Er fragte mich was ich alleine vor so einem großen Wald tat. Ich antwortete nicht. Ich starrte den Mann nur an und wusste nicht was ich tun sollte. Mami und Daddy haben gesagt, dass ich mit niemand Fremden reden soll. „Möchtest du Süßigkeiten?“, fragte mich der Mann und holte einen Sack voller Bonbons heraus. Ich ging langsam rückwärts um von ihm wegzugehen. „Du brauchst keine Angst zu haben meine Kleine. Ich tu dir schon nichts“, grinste der Mann. Ich bekam Angst und rannte so schnell ich konnte in den Wald hinein. Der Mann rannte mir nach. Jetzt hatte ich große Angst. Obwohl es Tag war, war der Wald ziemlich Dunkel. Die vielen Blätter und Äste der Bäume verdeckten das Sonnenlicht. Ich merkte, dass mir der Mann immer näher kam. Seine Schritte waren einfach größer als meine. Trotzdem wagte ich es nicht mich umzudrehen. Plötzlich stolperte ich über einen Stein und fiel zu Boden. Ich prallte hart auf dem Boden auf und mein Knie begann zu Bluten. Als ich aufsah merkte ich wie der Mann mit den Süßigkeiten vor mir stand. „Jetzt hab ich dich!“, rief er mit weit aufgerissenen Augen. Ich rollte mich weinend wie ein Igel auf dem Boden  zusammen als ich merkte, dass er nach mir greifen wollte. Ich kniff meine Augen fest zusammen.

Plötzlich ertönte ein Schrei. Es wurde still. Zu still. Ich konnte keine Berührung spüren obwohl der Mann gerade nach mir greifen wollte. Ich sah langsam auf. Da war ein….ich weiß nicht was es war. Vor mir stand eine zwei Meter große Kreatur. Sie sah aus wie ein Mensch…nur eigenartiger. Die Hände hingen bis zum Boden. Die Beine waren so dünn wie die Äste eines Baumes. Ich merkte, dass aus dem Rücken der Kreatur irgendetwas dünnes herausragte. Es sah aus wie ein langer schlaksiger Tentakel. Das Ding war…sehr komisch gekleidet. Es hatte einen Anzug an. Es war wie Daddy gekleidet wenn er jeden Morgen zur Arbeit ging. Ich merkte wie die Tentakel der Kreatur aus dem Bauch des Mannes herausragten. Es hat ihn getötet. Es hat ihn wie mit einem Messer aufgespießt. Der Mann mit den Bonbons gab merkwürdige Geräusche von sich. Er versuchte Luft einzuatmen, bekam aber keine. Aus dem Loch im Bauch des Mannes, das die Tentakel der Kreatur hinterließen, trat viel Blut aus welches auf den Boden tropfte. Schließlich ließ der Mann den Sack mit den Bonbons fallen. Sie rollten auf den Boden. Die Tentakel entfernten sich aus dem Leib des Mannes und ließen ihn zu Boden fallen. Der Mann war tot. Ich habe zuvor noch nie einen toten Menschen gesehen. Ich hatte Angst. Doch ich hatte auch ein komisches Gefühl. Ich hatte das Gefühl, dass mich die große Kreatur beschützt.

Langsam stand ich auf. Als ich aufrecht stand bemerkte ich, dass mein Kopf nicht einmal die Taille der Kreatur erreichen konnte. Es war einfach riesig. „D-Danke“ , stotterte ich. Die Kreatur stand noch eine Weile vor mir. Dann ging sie um mich herum…und verschwand wieder im Wald. Ich weiß bis jetzt nicht was das für ein Ding war. Ich weiß auch nicht ob es ein Mensch oder ein Tier war. Ich sah runter zu meinem Knie. Die blutige Wunde die ich mir bei meinem Sturz zugezogen habe ist komplett verheilt. Nicht einmal eine Narbe ist zu sehen. Ich sah zwischen die Bäume des Waldes, in der Hoffnung das große Wesen noch einmal zu erblicken. Doch da war nichts. Nichts außer Schwärze und Dunkelheit. Ich beschloss weiterzugehen. Auch wenn mich dieses Erlebnis ziemlich beschäftigte. Ich wusste nicht ob ich meinen Eltern davon berichten sollte.  Ich erreichte das Ende des Waldes und drehte mich noch einmal um. 

Egal was es ist oder woher es kommt. Ich werde keine Angst haben wenn ich es das nächste Mal wiedersehe.

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