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… „Nein das darfst du nicht tun“, bettelte ich Ivan an. Er sah den am Boden liegenden Mann an. „Verdammt, er hat mich bestohlen und er hat meinen Stoff genommen. Ich werde ihn beseitigen müssen…“

Wie es zu dieser Situation kam, fragt ihr euch? Ich erzähle es euch:

Ich, David, und mein Kumpel Louie waren Anfang 20 und gerade in eine WG in den USA gezogen. Wir hatten kaum Geld, da ich vor einigen Monaten meinen Job verloren hatte und Louie nicht genug verdiente um uns über die Runden zu bringen. Einen neuen Job fand ich auch nicht, denn niemand wollte mich einstellen.

Louie hatte also die grandiose Idee, zu einem Kleinkriminellen zu werden. Ich musste mehr oder weniger mitmachen, also trieben wir uns in nicht ganz so seriösen Bars und anderen zwielichtigen Spelunken rum. Es dauerte nicht lange, da wurde ein Barkeeper auf uns aufmerksam wurde: „Ich habe mitbekommen das ihr Geld braucht. Kommt doch einfach nach Ladenschluss wieder und wir reden darüber.“

So gingen wir nach Hause und grübelten darüber nach, was das für ein Angebot sein könnte. „Vielleicht will er uns einfach einen Job anbieten“, dachte Louie. „Aber warum sollte er uns dann erst nach Ladenschluss empfangen?“ „Ich weiß auch nicht, er wird schon seine Gründe haben.“

Um 2:00 Uhr gingen wir dann also erneut zu der Bar. Der Barkeeper wartete schon auf uns und bat uns herein. „Kommt bitte mit, ich will euch meinem Boss vorstellen.“ Er führte uns in das Hinterzimmer der Bar, dort stand ein Tisch mit vier Stühlen. Auf einem nahm der Barkeeper Platz. Neben ihm saß ein großer rundlicher Kerl, mit einem Anzug und einem Hut. „Nehmt doch bitte Platz, ihr Zwei.“

Wir setzten uns und Louie fragte: „Ihr Barkeeper hat uns gesagt er könnte uns bei Geldproblemen helfen.“ „Das stimmt. Ihr zwei seht mir wie zwei anständige junge Männer aus, denen man vertrauen kann. Möchtet ihr für mich arbeiten?“ Ich war ein wenig verwundert, wegen der Anrede, doch wir brauchten das Geld, deswegen stellte ich keine Fragen. „Wir würden gerne für sie arbeiten, was wäre unser Job?“ „Zuallererst sollt ihr nur ein Päckchen zu meinem Freund bringen.“ Er betonte das Wort Freund komisch, deswegen wuchsen meine Zweifel, doch auch diesmal beschwerte ich mich nicht. Er wohnt im Nordosten, in Pennsylvania. Stellt ihm das Paket einfach vor die Tür und klingelt. Kriegt ihr das hin?“ „Ja klar, aber wie ist die Bezahlung?“ „Darüber reden wir, wenn ihr den Job erledigt habt und jetzt, fahrt los, dann könnt ihr heut Abend zurück sein und die Kohle kassieren.“

Wir nahmen also das Paket an und stiegen in den vom - wie wir ab jetzt nannten - Boss bereitgestellten Lieferwagen. „Was wohl in dem Paket ist?“, überlegte ich laut. „Ist doch egal“, sagte Louie, „Hauptsache ist, wir kriegen eine ordentliche Bezahlung, dafür, dass wir das hier tun.“ „Da hast du auch wieder Recht.“

Als wir also bei gesagter Adresse hielten, erinnerte ich mich noch einmal an die Worte des Bosses: „Stellt ihm das Paket einfach vor die Tür und klingelt.“ Was es wohl auf sich hatte mit diesem Paket? Ich stellte es also vor den Hauseingang, klingelte zwei mal und stieg dann wieder zu Louie ins Auto. Als er losfuhr, bemerkte ich, wie jemand seinen Kopf durch die Tür steckte und verstohlen nach rechts und links blickte, als ob er Angst hätte, dass ihn jemand beobachten könnte. Dann holte er das Paket rein und schloss die Tür.

Als wir gegen Abend wieder in der Bar ankamen, erwartete uns schon unser Boss. „Und habt ihr das Paket sicher abgegeben? Hat euch auch niemand gesehen?“ Schon wieder verwundert über diese Aussage, antwortete ich: „Nein, ich glaube nicht, dass uns jemand gesehen hat.“ „Gut, nun reden wir über die Bezahlung.“,warf Louie ein. „Du gefällst mir. Kommst gleich zur Sache was. Also, ich gebe euch für den ersten Job 2.000$. Wie klingt das?“ Das war ja verdammt viel Geld. Was wohl in dem Paket drin sein könnte, das es so wertvoll machte?

Nachdem wir den ein oder anderen Wodka getrunken hatten, zur Feier unserer ersten erfolgreich erfüllten Aufgabe, waren Louie und ich ganz schön angetrunken. Deshalb sagte uns Ivan - unser Boss - dass wir in der Bar schlafen könnten. Er zeigte uns ein spärlich eingerichtetes Hinterzimmer mit 2 Betten und einem Nachttisch. Nicht gerade luxuriös, aber um einen Rausch auszuschlafen, ging es wohl in Ordnung.

In den nächsten Tagen und Wochen erfüllten wir noch ein paar weitere Gefälligkeiten für Ivan. Wir halfen hinter der Theke aus, spielten den Rausschmeißer in der Bar ,doch wir lieferten nie wieder so ein Paket oder etwas ähnliches aus. Eines Nachts, wir schliefen mal wieder in der Bar, hörte ich ein Rascheln und Kichern. Ich schaute in das Bett neben mir, doch Louie war verschwunden. „Louie? Louie? Louie, wo bist du?“ Ich stand auf und rieb mir die Augen. Ich ging in den Hauptraum der Bar, rief erneut nach Louie, doch auch dieses mal kam keine Antwort. Ich ging in den Lagerraum und sah jemanden auf dem Boden sitzen. „Louie?“ Die Person wendete ihren Kopf und tatsächlich, es war Louie. „Was machst du hier?“, fragte ich ihn „Ivan wird bestimmt sauer wenn er dich hier bemerkt.“ Erst jetzt bemerkte ich das weiße Pulver, das um ihn herum verstreut lag und an seinen Mundwinkeln klebte. „Du beklaust Ivan?“ fragte ich schockiert. Er gab ein Knurren von sich als ich mich ihm näherte. Was war bloß los mit ihm. Ich wich zurück, rannte schnell hoch zum Zimmer des Barkeepers und klopfte. Ich hörte ein Schlurfen von drinnen und die Tür wurde geöffnet. „Was ist denn los? Weißt du überhaupt wie spät es ist?“ „ Louie ist hinten im Lager und isst irgendein Pulver. Er hat mich angeknurrt, als ich mich ihm genähert habe, was ist das für ein Zeug?“ „Warte ich hole Ivan.“ Mit diesen Worten stürmte er an mir vorbei und rief: „Boss, du musst ins Lager kommen.“ Er öffnete die Tür und grummelte, das er gleich da sei. Ivan folgte dem Barkeeper die Treppe runter und sie gingen zum Lager. Ivan sagte zu mir: „Du solltest besser nicht mitkommen und ihn sehen. Geh auf dein Zimmer und leg dich schlafen.“ Ich ging mit einem verwunderten Gesichtsausdruck auf mein Zimmer, legte mich ins Bett und schlief schnell ein.

Als ich am nächsten Tag aufwachte und die Augen öffnete bekam ich fast einen Herzinfarkt. An meiner Bettkante stand der Barkeeper und sah mich traurig an: „Zieh dich bitte an und komm nach hinten in den Lagerraum.“ Suspekt, vor allem weil ich immer noch keine Ahnung hatte wo Louie war. Ich zog mich trotzdem an und ging in den Lagerraum. Die Tür fiel hinter mir ins Schloss. Ich blickte hinter mich und sah Ivan, der die Tür abgeschlossen hatte und während er in die Mitte des Raumes trat zu mir sagte: „Tut mir leid, aber das was du gleich siehst ist nicht schön für dich.“ Er schaltete das Licht ein und ich sah einen am Boden liegenden Mann mit Blutergüssen am ganzen Körper und gefesselten Händen. Als ich ihn näher betrachtete, stellte ich erschrocken fest, dass es Louie war. „Was hast du mit ihm gemacht? Lass ihn frei, bitte!“ „Das geht zu meinem Bedauern leider nicht. Das „Pulver“, das er gestern zu sich genommen hat, war eine experimentelle Droge, an der ich arbeitete. Sie wirkt in den ersten Minuten wie ein Wahrheitsserum, danach erleiden die Personen einen Hirntod. Ich wollte das bei meinen Verhören einsetzen um an Informationen zu kommen, aber jetzt hat er ganze 2 Pakete zu Nichte gemacht. Das ist verdammt teuer. Da du jetzt leider mein Geheimnis kennst und dein Freund zu nichts mehr zu gebrauchen ist, werde ich mich von euch beiden trennen müssen. Es wird auch nicht weh tun, das verspreche ich.“ Dann spürte ich, wie der Barmann mir mit etwas hartes heftig auf den Kopf schlug und ich ohnmächtig wurde. Ich wachte in einer dreckigen kleinen Seitengasse auf, den leblosen Körper meines Freundes neben mir. Sie waren zu vorsichtig gewesen, hatten mich nicht getötet, dachten es wahrscheinlich nur. Doch sie wollten mich und meinen Freund töten! Ich werde Rache nehmen!

Ich werde sie finden!

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