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Ich saß im Polizeiwagen, auf dem Weg zum Tatort. Sie sagten es gab wieder einen Mord. Sie sagten sie bräuchten mich. Sie sagten SIE sei es gewesen. Aber sie brauchten mich nicht. Sie brauchten IHN. ER  war es der die Eindrücke fühlen konnte.  ER war es der fühlte was geschehen ist. Aber ER schlief. Sie wollten dass ich beim Tatort bleibe, bis  ER aufwacht. Ich sah mich am Tatort um. Es war ein kleines Schlafzimmer, welches vermutlich dem jungen Mädchen gehört hatte, bevor es von IHR umgebracht wurde. Am anderen Ende des Raumes stand ein Schrank mit verspiegelten Türen, aus dem ein blonder, ca. 1,80m großer junger Mann mit tiefblauen Augen, finster zurückstarrte. Das tote Mädchen lag in zusammengekauerter Stellung auf dem Bett. Ihr Gesicht und ihre Haut schienen absolut blutleer und ihre jetzt ebenfalls weißen Haare lagen aufgefächert von ihrem Körper weggestreckt. Ich hockte mich vor das Bett und wartete darauf, dass ER erwachte. Zwei Stunden ließ ER bereits auf sich warten, als sich mir ein unangenehmes Gefühl aufdrängte. Ich wusste, dass es nun so weit war und ließ mich fallen.

Es passiert nicht allzu oft, dass ich neben einem toten Mädchen aufwache. Aber noch seltener ist es, dass ich dann NEBEN dem Bett liege. Ich stehe auf und werfe einen Blick in den Spiegel. Eine zerzauste Frisur und ein verklärter Blick aus meinen stechend grünen Augen sind das einzig nennenswerte an dem was ich sehe. Ich drehe mich um und schnalze mit der Zunge. Ein dicker Inspektor schrickt auf und rennt aus dem Raum. Keine 10 Sekunden später kommen drei Männer und eine Frau in schwarzen Anzügen herein. „Special Agent Ventus?“ spricht mich die Frau, eine Asiatin an. Ich antworte nicht sondern frage: „Sie war also ein Alien?“ Die Asiatin zieht eine Augenbraue hoch, aber der Mann neben ihr muss doch Tatsächlich grinsen. Wenn er den noch nicht kennt ist er Höchstens zwei Wochen auf Seinem Posten. Ich wende mich an den glucksenden Rotschopf. „So ihr wisst also wer ich bin.“ Ich wende mich wieder an die Asiatin „Aber wären sie so freundlich sich selbst und ihren frisch beförderten Kollegen vorzustellen?“  Dem Rotschopf weicht die Farbe aus dem Gesicht. Er schaut die Asiatin erschrocken an. Aber diesmal grinst sie. „Mein Name ist Deliah Shun und das sind meine Kollegen Robert Klingson, James Willow und Jeremy Dew.“ Sie deutete auf den Rotschopf. „Also“ frage ich „warum bin ich hier? Es ist doch ziemlich offensichtlich, dass SIE es war.“  Der Rotschopf Räuspert sich. „Natürlich. Aber gerade deshalb bist du hier. Wir wollen wissen wie sie das gemacht hat. Wir sind von ihr ja einiges gewohnt, aber eine Leiche so zu drapieren und das alles ohne Wunden ist mehr als nur ungewöhnlich.“  Ich sehe zur Leiche „Sie wurde schon obduziert?“ „Ja, aber alles wurde wieder so hingerichtet wie es gefunden wurde.“ Die Asiatin hatte wieder das Wort ergriffen. Ich nicke und sage „Verlassen sie nun bitte alle das Haus. Sie wollen nicht genau wissen was sie hier alles getan hat. Nicht mal ich möchte das.“ Nachdem der Rotschopf den hinausgehenden Agents ein paar Sekunden verwirrt hinterher gestarrt hatte, ging auch er raus.

Nun beginnt der für mich unangenehmen Teil. Bei früheren Fällen konnte ich mich immer gut in den Täter hineinversetzen, aber bei IHR ist das anders. Es geht einfach nicht. Also bin ich gezwungen mich in das Opfer hineinzuversetzen.

20 Minuten später verlasse ich das Haus und sehe mich nach Agent Shun um. Ich finde sie bei dem Rotschopf der sie mit fragen über mich bestürmt. „Sie hat es ausgeschwitzt.“ Sage ich deutlich und der Rotschopf fährt erschrocken herum. „SIE hat dem Mädchen in die Augen gestarrt. Dem Mädchen wurde unglaublich heiß. Sie hat jegliche Körperflüssigkeiten ausgeschwitzt. Sogar die Farbpartikel in den Haaren.“ „Aber sie war nicht ausgetrocknet“ warf Agent Dew ein „Dazu kann ich leider nichts sagen. Haben sie meine Akte nicht gelesen!?“ ich werde ein wenig schroff. Erst befördert hin oder her, aber eine meiner Bedingungen war kompetentes Personal zugewiesen zu bekommen. „Er durchlebt den Tod des Opfers. Was danach passiert kann er uns nicht sagen.“ Erklärte die Asiatin schnell.

Langsam wurde mir meine Erschöpfung bewusst. Die Hitze war wirklich extrem gewesen und der Moment des Todes ist auch nicht leicht zu verkraften. Eine Stimme in meinem Kopf begann zu reden „Wie lang belügst du sie jetzt schon?“ Ich lächele müde. „Kann mich jemand nach Hause fahren?“ Doch es ist schon zu spät. Ich falle.

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