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Ich saß hier, kauernd am Rand des Schützengrabens, Artillerie feuerte in unsere Richtung, Kameraden wurden in Einzelteile zerfetzt und manchmal kam es auch vor, dass vor einem auf einmal der Arm deines Kameraden lag.

Uns wurde versprochen, wir werden als Helden gefeiert wenn wir in die Heimat zurückkehren, doch die Realität ist grausam. Niemand hätte mit einem Krieg von diesem brutalem Ausmaß gerechnet.

"WILHELM!", schallte es durch den Graben, "Jetzt raff dich auf, unsere Kameraden werden nicht umsonst ste-", mitten im Satz schlug eine 25-Pfünder ein und zerfetzte Heinz und den Graben. Blut spritzte mir entgegen, ich sah auf den Boden und sein völlig zerfetzter Torso lag vor mir. Ich starrte auf seinen zerfetzten Torso und diese Gefühle kamen in mir hoch. Angst, trauer um Kameraden, Übelkeit vom Geruch der Toten. Alles wurde zu viel und ich musste mich übergeben, mir wurde ganz schwammig vor den Augen und ich wurde bewusstlos.

Als ich aufwachte hörte ich die Stimmen der Franzosen, sie versuchten den Graben zu stürmen, ich wollte grade meine Mauser Modell 98 aufheben, als ich aus dem Augenwinkel einen Französischen Infanteristen mit seinem Gewehr, an dem eine Klinge befestigt war auf mich zustürmte. Er wollte zustechen, doch ich wich aus und verpasste ihm eine rechte und er ging zu Boden. Ich zückte mein Kampfmesser und stach unter Tränen auf ihn ein.: "Der ist für Wilhelm, der für meine Familie die in der Heimat auf mich wartet, der für alles was dieser Krieg mit mir macht !!".

Ich ließ von ihm ab und spürte auf einmal diese Kälte in mir und diesen Drang zu töten, ich wollte unbedingt töten, töten, TÖTEN! Ich wischte mir mit der rechten Hand die Tränen aus den Augen und rannte auf die Infanteristen zu, die sich im Nahkampf mit meinen Kameraden befanden. Ich packte einen Französischen Soldaten am Hinterkopf und hämmerte und hämmerte und hämmerte sein Gesicht auf die Holzplanken, so dass von seinem Gesicht nichts mehr zu erkennen war. Nur noch grokeste Gesichtszüge waren zu erkennen und überall war Blut, Blut soweit das Auge reicht, soviel Blut als hätte man das Gefühl darin zu ertrinken.

Der Graben machte das aus mir, all die Toten, all die Schreie der Soldaten, all die Haubitzensalven die einschlugen. Eine Gruppe meiner Kameraden kam auf mich zu, einem wurde der Arm abgerissen, wahrscheinlich durch die Explosion der Granaten. Dann sah ich es langsam, eine Art Wolke die auf mich zukam und immer mehr Kameraden, die Panisch die Flucht suchten. Einige brachen hustend zusammen und die Wolke schien sie regelrecht zu verschlingen. Ich sah Soldaten mit Masken auf mich zukommen, doch ich versuchte mich irgendwie zu wehren. Eine Kugel traf mich im Bauch, in folge dessen brach ich auf dem Boden zusammen und die Wolke kam auf mich zu. Immer näher kam sie.

Meine einzige Hoffnung bleibt, dass meine Frau Brigitte es mit unserem Ungeboren in dieser grausamen Welt irgendwie schaffen wird...

Von: Tim-CP

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