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Ich habe mir noch nie Gedanken um meinen Tod gemacht.

Diesen Abend wollte ich einen Spaziergang im Dunkeln verbringen. Langsam lief ich an einem See entlang, das Wasser kam mir bis zu den Fußknöcheln. Es war mir egal, ob ich nass werden würde. Ich trug schließlich nur eine Hotpants und ein Top. Ich fing an zu frieren. Wie jede Nacht hier. Doch ich tat nichts dagegen, warum auch immer. "Ah!" In einem unachtsamen Moment stolperte ich über einen großen Stein und fiel nach vorne ins Wasser. Ein Fels stieß mir in den Bauch und der harte Boden hatte mir die Knie, Oberschenkel, und Handinnenflächen aufgeschürft. Außerdem blutete meine Lippe. Gott, wie kann man nur so unglücklich fallen, dass man so aussieht, als wäre man gerade verprügelt worden?

Ich hustete Blut und stand schwankend auf. Nach Luft schnappend sah ich mich um. Als ich zum See blickte, sah ich, dass leichter Nebel aufkam. Ich setzte mich auf einen Stein und fing an zu weinen. Ich konnte nicht mehr laufen. Und ich war im Nirgendwo. Und als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, nahm jetzt auch der Nebel zu.

Das war ja super gelaufen! Der Nebel wurde mit der Zeit immer dichter. Nach ein paar Minuten konnte ich nicht mal mehr meine Hände vor lauter Nebel sehen. Ich geriet in Panik. Seit wann gibt es hier so starken Nebel...?
Ich stand schwankend auf und versuchte, mich zu orientieren – doch vergebens. Ich sah nur noch weiß. „Hilfe!“ Mein Ruf verstummte schon kurze Zeit später. Eine Träne rollte meine Wange herunter. „Das ist ein Traum!“ rief ich und stürzte. „Nur ein Traum!!“ Ich weinte heftig.

Aber dann fiel mir mein altes Handy ein.

Ich hatte es für Notfälle an, ein altes Nokia-Handy. Es ist ziemlich robust. Aber ob es wasserfest ist? Ich zog es aus meiner Hosentasche und schaltete es zitternd ein. Meine Gedanken spielten verrückt, während ich sah, wie das Handy startete.
Schnell wählte ich die Nummer meiner Mutter. Zum Glück gab es hier Empfang.

Es wählte. Ich wartete und wartete, bis schließlich jemand abnahm! Endlich!
Doch ich hörte nur ein Atmen am anderen Ende der Leitung. „Hallo?“ Mit zitternder Stimme fragte ich: „M-Mum?“
Keine Antwort.
Eine Sekunde verging, zwei, drei vergingen und schließlich vier.
Dann eine Stimme: „Ich bin hinter dir. Dreh dich um.“

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