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Ich hasste Gruselgeschichten und ich hasste es über Tote zu reden, aber nachts in einem Klassenlager wollten meine Schulkameraden nichts lieber tun als sich  Gruselgeschichten zu erzählen. Ich musste natürlich mithören, da wir Knaben alle im selben Zimmer geschlafen haben. Ich versuchte alle Gruselgeschichten zu ignorieren und dachte an den Wald, den wir mit der Klasse besuchen wollten, aber gruslige Waldgeschichten wurden auch erzählt und die eine konnte ich einfach nicht ignorieren. Ein Schulkamerad, mit balkanischen Wurzeln, erzählte uns mit Taschenlampe unter dem Gesicht und gespielter Stimme folgende Geschichte:

„Es gab mal ein Dorf, das gleich neben einem Wald angesiedelt war. Alle Leute fürchteten sich vor diesem Wald, da es einen menschenfressenden Wolf in diesem Wald gab. Viele Leute versuchten diesen Wolf zu töten und gingen in den Wald kamen aber nie mehr zurück. Daher baute man einen riesigen Zaun um diesen Wald und 50 lange Jahre betrat kein Mensch mehr diesen Wald. Nach diesen 50 Jahren Frieden wollte aus Langeweile ein Gruppe von Jungen den Wald betreten und die Leiche dieses Wolfes suchen, da ein Wolf ja angeblich nie so lange leben würde. Nach 2 Tagen kam jedoch nur einer dieser Jungen raus. Jedoch konnte man diesen Jungen nicht mehr wiedererkennen. Seine Kleidung sah aus als wäre sie seit Jahren zerrissen und nicht mehr gewaschen worden. Seine Füsse und Hände waren voller Blut. Ebenso war sein Gesicht und vor allen um seinen Mund war alles voller Blut. Über seinen ganzen Körper waren Kratz- und Bisswunden. Aus seinen blauen, farbigen Augen wurden kalte weiße Augen, die dir in die Seele starrten. Seine Familie fand ihn als erstes und versteckte ihren Jungen im Haus, damit ihn die restlichen Dorfbewohner nicht die Schuld am Verschwinden der restlichen Jungen geben würde und ihn aus Wut dann umbringen würden. Doch das war ein fataler Fehler. Den in der dritten Nacht wurde das ganze Dorf vom Schreien seiner Familie aufgeweckt und die Polizei eilte sofort herbei um zu helfen. Was die Polizei, jedoch fand konnte sich niemand erklären. Die Familie zerfleischte sich gegenseitig und fraß sich auf. Alle Familienglieder hatten weiße Augen und starrten dich mit einem kalten Blick an. Die ganze Familie wurde in diesem Polizeikommando erschossen, wobei zwei Polizisten ums Leben kamen. Was jedoch sehr seltsam war, war die Leiche des Jungen. Die Hände des Jungen waren zu einer Kralle geformt, wie man sie bei einem Wolf kennt, welcher Menschen frisst. An dem Tag, zogen alle Leute aus diesem Dorf aus und kein Mensch betrat diesen verfluchten Wald jemals wieder.“

Alle Knaben lachten meinen Schulkollegen aus, da diese Geschichte kein bisschen glaubwürdig erscheint. Mich jedoch packte diese Geschichte, mit voller Furcht. Irgendetwas machte mir ungeheure Angst als ich von diesem verfluchtem Wald hörte. In dieser Nacht konnte ich, nach dieser Geschichte nur schlecht schlafen und hatte auch einen richtig üblen Albtraum.Am nächsten Morgen gingen wir mit der Klasse in den Wald und all meine Freunde machten Witze über den menschenfressenden Wolf. Ich war anscheinend der einzige, der immer noch Angst vor diesem Wolf hatte. Alle riefen nach den originalen balkanischen Namen des Wolfes, nämlich nach „Vuk“ und machten sich lustig über ihn.

In den nächsten Nächten schlief ich immer schlechter und meine Albträume wurden immer realer. Ich träumte immer wieder von einem Wald mit hohen Bäumen und alten verlassenen Hütten mit Schwimmbäder. Nichts davon machte Sinn, da mein Freund nichts von den Hütten oder Schwimmbädern erzählte. Ich hörte Schreie von aber-tausenden Menschen, wie das Schluchzen, aber auch ein wahnsinnige Lachen. All diese Geräusche wurden immer lauter und taten meinen Ohren schon fast weh. Als ich aufwachte hörte ich immer noch das Lachen, dass ich ungefähr für eine Sekunde immer noch in meinem wachen Zustand hören konnte.

Nach dem Klassenlager hörten die Albträume auch nicht mehr auf. Mein Vater bemerkte meinen schlechten Zustand und ich erzählte ihm von meinen Albträumen. Heulend erzählte ich alles meinem Vater und er tröstete mich. Er kümmerte sich sorgenvoll um mich und erzählte mir, dass meine Mutter immer über mich wachen würde und ich keine Angst haben sollte. Diese Nacht schlief ich bei meinem Vater, welcher mich liebevoll tröstete. Ich hörte keine Stimmen mehr in meinem Traum, jedoch war ich immer noch in diesem Wald. Es war auch keine Hütte mehr da, sondern nur eine Art Steinhöhle. Ich hörte ein Rascheln aus der Höhle. Vor Angst konnte ich mich nicht bewegen. Solch eine Angst verspürte ich in meinem Leben noch nie, ich hatte solche Angst hier zu sein, dass ich mich am liebsten selber umgebracht hätte, um diesem Gefühl zu entkommen. Aus der Höhle kam mit lautlosen Schritten ein Mann. Ein Mann, welcher genauso so aussieht wie aus der Gruselgeschichte beschrieben. Dieser Mann trug einen braunen zerrissenen Mantel. An den Füssen sah man lange, spitzige Zehennägel welche mit Blut übersät waren. Seine Hände hatten nichts mit denen eines Menschen zu tun. Sie waren zu grauen Robusten Krallen geformt, welche sehr kraftvoll aussahen. Bevor ich jedoch das Gesicht sehen konnte, hörte ich meine tote Mutter schreien:

“ SIE IHN NICHT AN !

WACH AUF !“

Ich erwachte schreiend neben meinen Vater und erzählte ihm zittrig meinen Traum. Meinem Vater wurde das zu viel und wir besuchten zusammen einen Psychiater. Der Psychiater wollte mich diese Nacht in der Praxis behalten um mich zu beobachten und mein Phänomen zu untersuchen. Anscheinend gab es schon mehrere Fälle solcher Art und wird deshalb sehr ernst genommen. Ich erzählte meinem Psychiater die ganze Geschichte und vom Mann mit der Kralle. Er beruhigte mich und versprach, dass ich bald wieder normal schlafen könnte. Man klebte mir komische Kabeln auf meinem Kopf und auf der Stirn und sagte mir, dass diese dazu da wären, um mir beim Schlafen zu helfen. In dieser Nacht träumte ich wunderbar, ich träumte nicht mehr vom Wald oder dem Mann mit der Kralle. Ich träumte von meiner lieben Mutter und ihrem schönen Lächeln.

Seit einer Woche schlief ich wieder gut und war bereit die Praxis zu verlassen. Da mich niemand ablenken durfte, konnte ich aber auch meinen Vater nicht mehr seit einer Woche sehen. Ich dachte er würde mich abholen kommen. Der Psychiater meinte, dass mein Vater ihm nichts davon gesagt hätte. Ich wurde von der Sekretärin des Psychiaters nach Hause gefahren und wartete dort mit ihr auf meinen Vater. Die nette Sekretärin versprach bei mir zu bleiben bis mein Vater zurückkommen sollte. Jedoch verging so der ganze Tag und ich machte mir schreckliche Sorgen um meinen Vater. Der Sekretärin wurde das Verschwinden meines Vaters auch komisch und rief bei der Polizei an. Mir wurde der Hörer überreicht um  meinen Vater zu beschreiben. Die Polizei versprach mich wieder anzurufen und beruhigte mich. Nach einer kurzen kam die Polizei persönlich bei mir vorbei und meinte ich sollte sie begleiten. Ich wusste nicht mehr was um mich geschah und machte mir schreckliche Sorgen um meinen Vater. Die Polizei fuhr mich und die Sekretärin aufs Polizeirevier. Ich wurde vom Polizeichef vor dem Polizeirevier empfangen. Er nahm seinen Hut ab und sagte:

„Mein Junge es tut mir Leid das wir dich hier herbestellt hatten, aber es ist uns wichtig ob du einen Mann, welchen wir in Gewahrsam nehmen mussten, als deinen Vater beschreiben kannst.“

Ich antwortete verstörend was den passiert sei und der Polizeichef meinte nur, dass er mir keine Auskünfte über eine laufende Ermittlung geben dürfte.

„AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH…….BAMMM….BAMMM….BAMM.“

In dieser Sekunde hörte ich zahllose Schreie aus dem Polizeirevier welche von einigen Pistolenschüsse gefolgt wurden. Der Polizeichef rannte in das Gebäude und die Sekretärin und ich mussten draußen warten Nach einiger Zeit hatte ich keine Nerven für diese Warterei mehr und rannte in das Gebäude. Ich folgte der Menge welches mich zu den Gefängniszellen führte. Auf den Gängen der Gefängniszellen konnte ich einige tote Polizisten sehen. Mir wurde schlecht, denn ihre Körper sahen aus als hätte man sie auf die grausamste Art zerfleischt. Diese Übelkeit verging aber ganz schnell wieder, als ich die Leiche meines Vaters sah. Sein Körper war mit Pistolenkugeln durchbohrt. Ich rannte verzweifelt zu ihm hin und weinte trauernd auf seinen toten Körper. Als ich nach seinen Händen fasste, lief mir ein Schauer über den Rücken. Seine Hände fühlten sich hart und verklebt an. Ich schaute nach seinen Händen und sprang vor Schreck zurück. Seine Weichen liebevollen Hände sahen nun aus wie Krallen. Diese Krallen sahen genauso aus, wie die vom Mann aus meinen Albträumen. Das Blut der Polizisten klebte nun durch die Berührung mit diesen Krallen auch an meinen Händen. Ich stand auf und sah meinem Vater dabei ins tote Gesicht. Seine Augen waren weit geöffnet. Seine braunen Augen wurden zu weißen Augen, welche mich mit einem kalten Blick anstarrten.

Ich verlor das Bewusstsein und fiel um.

Ich wachte wieder in dem Wald vor der Höhle auf. Diesmal hörte ich jedoch nur ein Schluchzen und Weinen einer Frau, das Weinen  meiner Mutter. Ich hörte wie meine Mutter mit zittriger Stimme zu mir flüsterte:

„Ich kann dich nicht mehr beschützen. Ihr habt ihn gerufen. Du hast dich gefürchtet. Du hast ihm in die Augen gesehen und jetzt hat er auch dich gesehen.

Er wird nun auch durch deine Augen sehen.“

Wieder kam der Mann aus der Höhle und nun richtete er seine Krallen gegen mich und ich richte meine Krallen gegen dich.

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