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Neulich joggte ich wie jeden Tag meine übliche, bekannte Runde. Ich wohne ländlich und deshalb ist es immer schön ruhig und es hat den perfekten Ort zum joggen.

Es dämmerte bereits, als ich mich auf den Weg machte. An der Landstraße hatte ich eine sehr merkwürdige und unheimliche Begegnung.

Es kam ein Auto aus der Ferne. Ein schwarzes Auto, ein alter Citroen. Eigentlich nichts Besonderes. Doch der Fahrer war sehr seltsam.

Als er vorbeifuhr schaute er mich grinsend an. Dabei sah er nicht normal aus. Sein Kopf war verdreht und hing zur Seite, so als sei sein Genick gebrochen. Vor mir ist eine Kreuzung. Und als er abgebogen ist, schaute er immer noch grinsend aus dem Seitenfenster zu mir rüber. Dann war er weg.

Ich wollte diesen „Nickman“, wie ich ihn mal nenne, nie wieder sehen.

In dieser Nacht konnte ich jedenfalls nicht schlafen. Ich hatte Albträume.

Nun vergingen zwei Tage und ich war einkaufen. Irgendwie fühlte ich mich beobachtet. Aber das hatte ich mir wohl nur eingebildet, dachte ich mir. Ich fuhr also nach Hause und stieg die Treppen hinauf. Ich sah das die Tür zum Gemeinschaftskeller offen stand. Dachte ein Nachbar wäre unten, aber es war kein Licht an. Ich hörte leise Schritte, die aus den Tiefen des Kellers langsam näher kamen.

Ich beeilte mich um nach oben zu kommen.

Im dritten Stock angekommen (wohne im Dritten) hörte ich ein Geräusch von unten. Eine schwere Tür schlug zu, die Kellertür. Jemand kam die Treppe hoch. Und wieder fühlte ich mich beobachtet. Ich wollte wissen ob es ein Nachbar ist, um mich zu beruhigen.

Also schaute ich über das Geländer nach unten. Ich sah eine Hand, die sich am Geländer festhielt während die Person nach oben ging. Doch auf einmal war die Hand weg. Plötzlich schaute ein Gesicht von unten nach oben und grinste mich an. Es war der Nickman! Jetzt konnte ich besser sehen, dass sein Genick scheinbar wirklich durch war. Wie konnte er da leben? Er zog das Gesicht wieder zurück und ich hörte wie die Schritte nach oben hin schneller wurden. Zum Glück war meine Wohnung vor mir. Zu meinem Pech ging das Licht im Treppenhaus aus. Der Lichtschalter befindet sich am Treppenabgang. Ich spürte, dass er nur noch einen Stock von meinem entfernt ist und jeden Moment um die Ecke kommt. Ich steckte den Schlüssel ins Schloss, doch er passte nicht. In meiner Hektik hatte ich den Falschen gewählt und im dunklen kann man schließlich nicht gut sehen. Ich merkte, wie die Schritte langsamer wurden und spürte, wie Etwas von hinten auf mich zukommt.

Im letzten Moment erwischte ich den richtigen Schlüssel.

Ich sperrte die Tür auf sprang mit einem Satz in meine Wohnung und verriegelte sie. Ich hörte immernoch die Schritte, die wohl nun im dritten Stock waren. Ich wollte nicht durch den Türspion schauen. Hatte zuviel Angst.

Eigentlich sollte ich mich als Mann zusammenreißen, doch ich konnte nicht. Normalerweise haut mich so schnell nix um. Ich schaute noch ein wenig Fernsehen bevor ich schlafen ging, da ich früh raus musste. Schlafen konnte ich jetzt sowieso nicht.

Ich wachte nachts auf, da ich einen Knall hörte. Es hörte sich so an, als sei etwas schweres runtergefallen. Doch da war nichts. Die Nacht war sehr unruhig. Ich hatte wieder heftige Albträume.

Dementsprechend war ich auch am nächsten Tag drauf. Müde und unkonzentriert. Aber ich musste ja zur Arbeit. Nach Feierabend schließlich ging es Abends wieder nach Hause. Es war Herbstabend und dementsprechend dunkel und verregnet.

Ich schaute kurz in den Rückspiegel und sah ihn! Den Nickman auf dem Rücksitz. Er ergriff meinen Hals und drückte zu. Er atmete mir dabei in den Nacken und drehte meinen Hals.

Plötzlich wachte ich im Krankenhaus auf. Die Schwester rannte gleich los um den Arzt zu holen. Der kam auch gleich und ich erfuhr, dass ich einen Autounfall und man mich ins künstliche Koma versetzt hatte. Ich sei gegen einen Baum gefahren.

Ich war schockiert und zugleich erleichtert, dass es alles nur ein schlimmer Komatraum gewesen ist. Plötzlich kam ein weiterer Arzt ins Zimmer, ein Assistenzarzt. Er sagte, dass es einen Notfall gäbe und der Oberarzt sofort kommen müsste. Beide gingen schnellen Schrittes aus dem Zimmer. Der Assistenzarzt hielt auf einmal inne und drehte sich um. Er zwinkerte mir lächelnd zu und schloss dann die Tür hinter sich.

Irgendwie kam mir der Assistenzarzt vertraut vor, dachte ich mir.

Hinter der verschlossenen Tür hörte ich ein Geräusch. Es klang so als wenn man eine Walnuss dumpf knackt...

by Mage of Shadow

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