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Leons Handy klingelte, als er gerade aus der Dusche kam. Sein Schlaf war deutlich erholsamer gewesen, als es von Niklas gewesen war, und er hatte auch deutlich länger geschlafen. Mittlerweile war es fast Mittag. Er rieb sich schnell mit dem Handtuch ab und eilte in sein Zimmer, wo sein Handy auf seinem Schreibtisch lag. Er sah kurz nach, wer es war, und grinste, als er erkannte, dass Niklas anrief: „Hey, Alter. Was geht?“. Niklas Stimme klang seltsam kühl, und es erschien Leon, als wolle er eine bestimmte Emotion unterdrücken. Vielleicht Wut? „Alles klar. Wie geht’s dir?“, fragte Niklas, und Leon verwarf den Gedanken: „Bin gerade aus der Dusche gekommen. Zehn Minuten früher, und ich hätte noch geschlafen. Wieso rufst du an?“. „Ich muss mit dir reden. Kann ich gleich vorbeikommen?“. „Äh... Klar. Kannst du vielleicht schon mal etwas genauer werden, worum es geht?“. „Nein, kann ich nicht. Bis gleich.“. Dann legte er auf. Leon sah verwundert auf das Telefon, dann zuckte er die Schultern. Vielleicht hatte er irgendwelche Probleme oder so, und jetzt braucht er wieder Hilfe. Leon erinnerte sich an den Vorfall am See und daran, wie erschrocken Niklas gewesen war, als sie auch noch das Mädchen ertränkt hatten. „Hoffentlich will er nicht darüber reden. Das geht mir echt auf den Sack.“, murmelte er zu sich selbst, dann ging er in die Küche, machte sich was zu Essen und dachte daran, dass seine Eltern, ebenso wie die von Niklas und Mark, noch eine Woche im Urlaub sein würden. Lustig fand er es schon, dass sie alle mitten in der Schulzeit, aber zu vollkommen verschiedenen Zielen losgefahren waren. Niklas' Eltern waren in Spanien, Marks in Russland und seine eigenen in Frankreich. Nachdem er fertig gegessen hatte, wusste er nichts weiter als zu warten, und bereits nach wenigen Minuten klingelte es an der Tür. Leon stand auf und öffnete sie, aber statt seines Freundes standen nun zwei Polizisten in Uniform vor seiner Tür. Erschrocken dachte er wieder an den See, aber er fing sich schnell wieder: „Guten Tag. Kann ich ihnen weiterhelfen?“. Einer der beiden Polizisten nickte: „Sind Sie Leon Braams?“. „Ja, bin ich. Worum geht es denn?“. Die Polizisten blieben ihm die Antwort erst einmal schuldig: „Dürfen wir reinkommen?“. „Klar. Nur zu.“, meinte Leon freundlich, aber in seinem Hirn ratterte es: Was kann das jetzt bedeuten?

Die Polizisten setzten sich Leon gegenüber an den Küchentisch, und einer holte einen kleinen Notizblock heraus. Der andere begann zu reden: „Wo waren Sie vor drei Tagen zwischen 14 Uhr und 17:30 Uhr?“. Leon legte den Kopf schief: „Wieso? Ist etwas passiert?“. „Beantworten Sie bitte die Frage.“. „Ich... ich war bei meinem Kumpel, Mark. Mark Grobe. Ich habe hier die Telefonnummer, wenn Sie gleich anrufen wollen.“. Die beiden Polizisten überlegten kurz, dann nahm einer den Zettel mit der Nummer, den Leon ihm hinhielt, und verließ die Küche zum telefonieren. Leon fragte nun den anderen: „Was ist denn jetzt eigentlich los?“. Der Mann sah ihn mit harten Augen an: „Vor drei Tagen haben wir die Leichen von einem Jungen und seiner Zwillingsschwester am See gefunden. Eine alte Frau meinte, dass zuvor drei Leute den Tatort verlassen haben. Einen konnte sie erkennen, und die Beschreibung passt zu großen Teilen auf Sie.“. „Was? Soll das heißen, ich bin Verdächtiger in einem Mordfall?“. „Tja, um das festzustellen, sind wir hier.“. In diesem Moment kam der andere Polizist zurück in den Raum und schüttelte den Kopf: „Da geht niemand dran.“. In diesem Moment klingelte es. Leon sah erst überrascht auf, aber dann lächelte er: „Das muss mein Kumpel Niklas sein. Er war ebenfalls an dem Tag bei Mark, er kann das sicher bestätigen.“. Er stand auf und lief zur Tür, öffnete sie und prallte erschrocken zurück, einen schwachen Laut des Entsetzens unterdrückend: „Scheiße. Was ist denn mit dir passiert?“. Er ging zurück in die Küche, und hinter ihm lief Niklas. Er sah wirklich mies aus. Auf seiner Linken Gesichtshälfte waren drei riesige Narben, etwa einen Zentimeter lang, die sich von der Stirn über das Auge und die ganze Wange zogen. Eine der Narben, die in der Mitte, hatte sein Auge offenbar getroffen, denn die Pupille war nun nicht mehr rund, sondern vielmehr Tropfenförmig, und die Iris drumherum blutrot. Leon war so sehr davon abgelenkt, dass er nicht bemerkte, dass Niklas' einstmals braunes Auge nun grün war. Die Narbe, die direkt neben seiner Nase verlaufen war, hatte seinen Mund getroffen, und der Mundwinkel hing leicht herab. Die Narben waren noch frisch, ein wenig Blut lief heraus. Leon warf einen Blick auf Niklas' Hände, rein zufällig, aber er sah, dass seine linke Hand leicht abgespreizt war. Und danach erkannte er auch, warum: Der Fingernagel des Zeigefingers, des Mittelfingers und des Ringfingers waren unnatürlich lang, gut vier Zentimeter, und sie waren spitz zugefeilt. Fast wie Krallen. Die beiden Polizisten standen erschrocken auf und fragten ihn, ob alles in Ordnung sei, ob er Hilfe bräuchte, aber Niklas schüttelte den Kopf: „Mir geht es gut. Keine Sorge, es ist nicht so schlimm, wie es aussieht.“. Dann sah er sich verwundert im Raum um: „Leon, wieso hast du denn so hohen Besuch?“. „Ach, die wollen was über diesen Schwulen wissen, der im See ertrunken ist.“. Die Polizisten sahen auf: „Wie kommen Sie darauf, dass der Junge schwul war?“.

Leon schlug die Augen auf und verfluchte sich sofort dafür, als ein infernalischer Schmerz seine Schläfen miteinander verband. Er stöhnte und wollte sich zur Seite lehnen, als er etwas merkte, dass ihn die Kopfschmerzen vergessen ließ: Er saß auf einem Stuhl, die Hände auf den Rücken gefesselt und die Beine an die Stuhlbeine gebunden. Panisch sah er sich um und erkannte seinen Keller. Und vor ihm stand Niklas. „Verdammt, was ist hier los? Niklas, was soll das ganze? Was ist passiert?“. Niklas kam langsam auf ihn zu, dann kniete er sich vor Leon hin, sodass sie auf Augenhöhe waren. Gedankenverloren legte Niklas seine drei riesigen Fingernägel in seine Wunden und fuhr sie entlang, wobei sie wieder aufrissen und zu bluten anfingen: „Also, nur um das von vornherein klarzustellen.“, begann er, und seine Stimme triefte vor Verachtung und Wut: „Ich bin nicht Niklas. Das hier ist sein Körper, aber seine Seele... Nun ja, er steckt immer noch hier drin. Irgendwo. Ich kann ihn manchmal schreien hören.“. Leon verstand gar nichts mehr: „Was...? Ich verstehe nicht...“. Niklas schlug zu. Es war ein schneller Schlag mit der rechten Hand, der Leon sofort die Nase brach und den Stuhl gefährlich nach hinten kippeln ließ. „Du verstehst nicht, dass hatte ich von einem Kerl wie dir auch nicht anders erwartet. Ich nehme an, du erinnerst dich wirklich nicht an das, was eben oben passiert ist?“. Leon stöhnte vor Schmerz, während ihm warmes Blut über sein Gesicht lief, und schüttelte langsam den Kopf. „Na ja, wenn das so ist: Du hast dich verplappert. Du wusstest etwas, was die Polizisten dir nie erzählt hatten, und als du es ausgesprochen hast, wollten sie dich mitnehmen.“. Seine Stimme wurde noch härter: „Aber das konnte ich nicht zulassen, also musste ich sie... beseitigen. Ich musste sie töten, Leon, damit du nicht in den Knast kommst. Weil du“, nun schrie Niklas, „Weil du zu blöd bist, die Schnauze zu halten!“. Wütend rammte er Leon seine Faust in den Bauch, und der Stuhl rutschte ein paar Zentimeter nach hinten. Leon spuckte Blut, während Niklas weiter redete: „Natürlich habe ich das nicht aus Freundschaft getan, Leon, ganz im Gegenteil: Ich habe es nur getan, weil ich mich selbst um dich kümmern wollte. Ganz alleine, nur du und ich. Sie dich um.“. Er machte eine ausladende Handbewegung: „Hier ist niemand, der dir helfen könnte. Mark ist weg, und Niklas ist nicht in der Lage, mich aus seinem Körper zu verdrängen.“. Leon sah mit schmerzverzerrtem Gesicht auf: „Was? Wovon redest du eigentlich? Was meinst du mit...“. Er röchelte und spuckte Blut: „Was meinst du mit: Du bist nicht Niklas?“. Niklas grinste: „Vielleicht hilft das dir ein wenig auf die Sprünge.“. Er griff in seine Hosentasche und holte einen kleinen Zylinder heraus, nahm den Deckel ab und drehte daran. Es war ein Lippenstift. Und als Niklas ihn sich auf die Lippen malte, ging Leon ein Licht auf: „Nein. Nein, dass... das ist unmöglich. Das kann nicht sein!“. Niklas holte aus, diesmal mit der linken Hand, und rammte ihm alle drei Fingernägel bis zum Anschlag in die rechte Schulter. Leon brüllte vor Schmerz, dann noch einmal, als Niklas die nun blutverklebten Nägel wieder herauszog, und brach im Stuhl zusammen. Niklas lachte hämisch: „Meine Güte, bist du ein Weichei. Ich hab nicht so geheult, als ihr mich zusammengeschlagen habt. Als ihr mich ertränkt habt!“. Den letzten Satz hatte er wieder geschrien, und Leon sah wieder auf: „Was meinst du eigentlich? Wer bist du?“. „Ich? Ich bin der Kerl mit dem Lippenstift, den ihr vor drei Tagen ermordet habt. Das mag jetzt ein wenig... komisch klingen, aber ich bin ein Geist, und zwar ein verflucht wütender.“. Leon sah ihn an, sah ihm in die Augen, und auf einmal glaubte er ihm: „Geht es dir jetzt darum? Um deinen Tod?“. Wieder kniete Niklas sich vor ihm hin und fuhr mit seinen Krallen über Leons Oberkörper. Das T-Shirt riss, ebenso die Haut und das Fleisch darunter. „Es geht nicht um meinen Tod, du beschissenes Arschloch. Es geht nicht darum, was ihr mit mir gemacht habt.“. Er hielt inne und bohrte seine Nägel ein wenig weiter in Leons Fleisch: „Es geht darum, was ihr meiner Schwester angetan habt!“. „Dei... deiner... Schwester?“. „Ihr habt sie ertränkt, genau wie mich! Dabei hat sie euch nie etwas getan! SIE HAT NIEMANDEM ETWAS GETAN!!!“. Er ließ von Leons Oberkörper ab und hielt ihm die Krallen nun an die Kehle: „Warum habt ihr sie umgebracht?“. Eine Träne, eine einzige Träne rann aus seinem linken Auge und vermischte sich mit dem Blut, dass aus den Narben lief: „Warum? Warum konntet ihr sie nicht einfach in Ruhe lassen?“. Leon schwieg, wartete, aber als Niklas ihn weiter ansah, ging ihm auf, dass er tatsächlich eine Antwort erwartete: „Weil... Weil sie uns hätte verraten können. Sie war eine Zeugin...“. „Sie war seit zwei Jahren auf dem geistigen Niveau einer Fünfjährigen, du Mistkerl, und das wusstest du. Alina hätte euch niemals verraten können! Und denke mal zurück, du Blitzbirne: Ihr wärt auch so aufgeflogen, wie man gemerkt hat. Weißt du was? Ich denke, ihr habt Alina nicht ermordet, weil sie euch gefährlich werden könnte, sondern weil ihr Spaß am töten habt. Ist es so? IST ES SO!?“. Er riss mit seinen Nägeln einen kleinen Riss in Leons Hals, der nicht blutete, aber sicher wehtat. „Ja, ja, so war es.“, rief Leon panisch. Er hätte Niklas nun selbst erzählt, dass er mit der Queen geschlafen hätte, sollte es nötig sein. Er wollte hier raus: „Und? Hast du jetzt vor, dafür mich umzubringen?“. Niklas lachte: „Das wäre zu einfach, und ich will nicht, dass es einfach für dich wird. Du musst wissen, um diesen Körper zu besitzen, musste ich mich ein wenig mit Niklas verbinden. Sozusagen eine Persönlichkeitsverschmelzung. Er ist schwach und hilflos, aber nicht tot. Er steckt immer noch hier drin, und ich lasse ihn leiden. Er leidet schlimmer als es in der Hölle je möglich wäre, das verspreche ich dir.“. „Aha. Und... was hast du dann mit mir vor?“. Niklas grinste und nahm seine Hand von Leons Hals. Stattdessen hieb er damit seine Fesseln durch, sodass er unsanft zu Boden fiel. Niklas drehte ihn mit einem Tritt in die Rippen auf den Rücken und beugte sich über ihn: „Ich habe einen Tapetenwechsel vor.“, grinste er. Dann öffnete er den Mund, und ein von Narben entstellter Schatten rauschte auf Leon zu. Er erkannte noch den roten Lippenstift, dann wurde er von dieser Gestalt gegen die Wand hinter ihm geworfen.

Jakob stand auf und sah an sich herab. Der Schnitt, den er diesem Körper zugefügt hatte, brannte, und die Wunden in der Schulter waren ebenfalls schmerzhaft, aber das machte nichts: „Schmerz zeigt, dass man noch lebt.“, grinste er. Der Kampf um die Vorherrschaft in diesem Körper war härter gewesen als bei Niklas, aber Jakob hatte gewonnen. Weil er für mehr kämpfte als nur sich selbst. Im ging ein Zitat aus einem Film durch den Kopf: Wenn du für nichts kämpfst, kann dich alles besiegen. Er grinste, dann sah er auf seine linke Hand. Die Nägel waren schon gewachsen, aber sie würden noch ein paar Minuten brauchen, bis sie soweit waren. Der Körper, den er übernahm, schien sich immer an seine Geistergestalt anzupassen. Er legte die Finger an seine linke Gesichtshälfte. Ja, die Narben waren schon zu spüren. Das ist gut, sehr gut.

Plötzlich fühlte Jakob sich müde. Geister konnten nicht schlafen, aber was war mit Geistern, die sich im Körper eines Menschen eingenistet hatten? Er ging nach oben, raus aus dem Keller, und mit jedem Schritt wurde die Müdigkeit stärker. Er schaffte es bis zu Leons Bett, ließ sich hineinfallen und begann zu schlafen. Er träumte von Alaisha.

In diesem Traum lief er über eine weite Wiese, die der ähnelte, auf der er nach seinem Tod aufgewacht war. Er lief und lief, und auf einmal Stand Alaisha vor ihm. Diesmal war es anders als bei ihrem ersten Treffen, wo Jakob einfach nur von ihrer engelsgleichen Gestalt fasziniert war. Nun musste er sich wirklich abwenden, weil er von ihrer Schönheit im wahrsten Sinne des Wortes geblendet war. Stattdessen sah er zu Boden und bemerkte beiläufig, dass er wieder aussah wie früher, bevor er ermordet wurde. „Ich nehme an, du weißt, dass das hier ein Traum ist?“, fragte Alaisha. Jakob nickte: „Ich hab mal gelesen, das Engel in den Träumen von Menschen auftauchen können, um mit ihnen zu reden.“. „Ach, kannst du mich nochmal Engel nennen? Das hört sich aus deinem Mund so süß an.“. Jakob ignorierte die Bitte: „Was soll das alles hier? Ich dachte, ich hätte meine Chance, in den Himmel zu kommen, vertan, und damit wäre die Sache erledigt.“. Er blinzelte: „Musst du eigentlich so verdammt hübsch sein? Das blendet wie verrückt.“. Alaisha lachte: „In den Träumen kommen Engel ihrem wahren Aussehen näher als sonst. Und Wir sind eigentlich nur reines Licht.“. „Interessant. Aber du hast meine Frage nicht beantwortet. Wieso bist du hier?“. „Okay, meinetwegen: Wegen deiner Schwester, Alina. Sie hat mich gebeten, ein Auge auf dich zu haben.“. „Ein Auge auf mich haben? Wie meinst du...?“. „Ich mag deine Schwester. Sie ist nett, selbst für himmlische Umstände. Und ich habe ihr erzählt, was du vorhast. Sie war... nun ja, sie hielt es für keine gute Idee. Willst du wissen, was sie gesagt hat?“. „Hör auf, von meiner Schwester zu sprechen.“. Seine Stimme zitterte: „Hör einfach auf.“. „Sie sagte: Rache ist was schönes, aber nur für den einen Augenblick. Sie will, dass du aufhörst.“. Jakob lachte: „Aber du hast ihr erzählt, dass ich den Himmel zur... na ja, zur Hölle gejagt habe?“. Alaisha nickte: „Sie weiß es, aber sie gibt die Hoffnung nicht auf. Aber das ist nicht der eigentliche Grund meines Besuchs. Ich wollte dich an etwas erinnern.“. „Ach ja? Woran denn? Dass ich die Zehn Gebote einhalten soll? Dafür wäre es schon zu spät. Ich hab...“. „Zwei Polizisten getötet, ich weiß. Wie gesagt, ich hab ein Auge auf dich. Aber woran ich dich erinnern wollte: Pass auf, was aus dir wird.“. „Was soll das heißen?“, fragte er verwirrt, aber Alaisha war verschwunden, und kurz darauf wachte Jakob auf. Er setzte sich auf und schrie vor Schmerz. Die rechte Schulter blutete stark, und ihm wurde etwas schwarz vor Augen. Er fiel aus dem Bett und keuchte, als er den Geruch des vielen Blutes wahrnahm. Sein Körper starb, und er mit ihm.

Wenn man stirbt, zieht das gesamte Leben an einem vorbei, so heißt es. Jakob wusste, dass es nicht stimmte. Er hatte nichts gesehen, als Mark, Niklas und Leon ihn ertränkt hatten, und er sah nichts, während der Körper, in dem er steckte, Leons Körper, starb. Er lag am Boden und blutete, spürte die Schmerzen, die Qual, aber er sah nichts von seinem bisherigen Leben. Er versuchte sogar bewusst, sich in die Erinnerungen zu flüchten, aber sie waren verschwommen und unwirklich, als wäre es jemand anderes gewesen, der sie erlebt hatte, und Jakob hätte sie nur erzählt bekommen. Und dann wurde alles verdrängt von der Angst. Er hatte keine Angst zu sterben, dafür war es längst zu spät. Er hatte Angst, seine Schwester nicht mehr rächen zu können, sollte er in diesem Körper sterben. Jakob wusste nicht, was er tun sollte. Er versuchte, den Körper zu verlassen, aber er konnte es nicht. Er starb. Endgültig.

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