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Wandert man durch die windigen Hügel Norddeutschlands, stößt man auf Dörfer und Ortschaften, die man auf keiner Karte fidnet, geschweige denn im Internet. Es sind diese Ortschaften, wo es zwar Autos gibt, aber  man nach einer Tankstelle vergeblich sucht. Die Häuser sind noch aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Nachdem die Allierten Deutschland befreit hatten, gab es verscheidene Nachfragen, wie die Lage in den Ortschaften dort oben sei. Die Antwort war "Welche Ortschaften?". Um die Abgeschiedenheit dem Leser des einundzwanzigsten Jahrhunderts klar zu machen: Unter fünfhundert Dorfbewohnern, gab es einen Fernseher. Und der war kaputt und stand in der Kneipe. Die Einwohner dieser Ortschaften brauchten keinen Fernseher. Einmal im Monat fuhren fünf Einwohner mit einem Auto, das älter war als die Fahrer, in die nächstgrößte Stadt, um dort nur das wichtigste zu besorgen. Das umfasste Medikamente für die Kleinsten und Ältesten, Tabak in rauen Mengen und Batterien für die wenigen Elektrogeräte in dem Ort. Das Dorf umfasste eine Straße, die jedoch aufgrund des alten Kopfsteinpflasters extrem schwierig zu befahren war. Und da eh nie ein Auto sich in diese Gegend verirrte brauchte man sich keine Sorgen machen. Kurzum: In der Gegend war die Zeit stehen geblieben.

Doch etwas beschäftigte die Dorfbewohner seit Jahren. Etwa einen Kilometer außerhalb des Dorfes, stieg die Landschaft steil an. Nichts ungewöhnliches für die Lage der Ortschaft. Jedoch stand auf dem Hügel eine seltsame Formation von Steinen. Es waren keine wirklichen Steine, es waren mehr titanische Felsen. Würde man sie aus der Luft betrachten, so würden sie die Form eines...nun ja, eines Penises haben. Diese Tatsache milderte jedoch nicht die Angst, die die Dorfbewhoner vor diesen Steinen haben. Selbst die übermütige Dorfjugend, nie um eine Mutprobe oder einen Streich verlegen, wagte sich nicht in die Nähe des Hügels. Es war als ob eine stumme Vereinbarung getroffen war. Niemand, egal wie unflegelhaft er sich verhalten hatte, oder egal wie sehr man ihn hasste, sollte an diesen Ort gehen. Die Geschichte, die ich ihnen erzählen will, beginnt ende September. Die Tage wurden kürzer und das Wetter schlug um. In diesen Breiten sogar noch stärker als woanders. Ende September kauerte man sich in die Kneipe, dicht gedrängt an den Tresen und schimpfte über das miese Wetter und die Missernten. Doch an diesem Abend,drängte sich die Dorfgemeinschaft um den jungen Carsten, den Sohn eines örtlichen Schäfers. Er hatte die Herden seines Vaters gehütet, als eines seiner Schafe ausriß und gerade wegs auf den Hügel zurannte.

"Ich lief ihm natürlich hinterher, da Vater sonst wütend gewesen wäre. Es lief auf den Hügel zu. Ich hoffte es einzufangen, bevor es den Abhang erreicht hatte. Doch kaum hatte es die Erhöhung erreicht, fing es an zu schreien, wie von Sinnen. Es rannte im Kreis und schrie vor sich hin, als ob der Leibhaftige hinter ihm wäre. Dann rannte es, ohne Grund mit dem Kopf und voller Wucht gegen einen Baumstamm. Immer wieder, bis es keuchend und blutend zusammenbrach. Ich überwand mich und eilte zu ihm. Es zitterte und blickte voll Grauen an mir vorbei auf den Hügel. Ich drehte mich um und, Leute ich schwöre es euch. Ich sah einen Schatten auf dem Hügel. Gigantisch, so groß wie ein Haus. Er bewegte sich schnell auf die Spitze zu und verschwand zwischen den verfluchten Felsen. Dann zerriß ein Windstoß die Wipfel der Bäume und es fing an zu stürmen."

Wie zur Bestätigung, knallte draußen der Donner und ein Blitz durchzuckte die Dunkelheit. Ein Schaudern durchfuhr die Dorfgemeinschaft. Die Ältesten bekreuzigten sich und schickten ein Stoßgebet zum Himmel. Carsten nahm einen Schluck Gin. Obwohl erst sechzehn, war es keine Seltenheit, dass in diesen Ortschaften schon in der frühen Jugend verhältnissmäßig starke alkoholische Getränke zu sich genommen wurden. Sie galten als Stärkung und im Winter als Warmmacher. Ein Murmeln erhob sich in der Kneipe und die Leute blickten angsterfüllt. Dann erhob sich Carl, einer der ältesten Dorfbewohner und fing an zu sprechen. "Freunde, hört zu. Der Hügel und die Felsen stehen dort länger, als unser Dorf. Wir wissen nicht, wann diese Felsen dort oben platziert wurden und erst recht wissen wir nicht, warum. Deshalb schlage ich etwas vor, was es noch nie zuvor gab: Wir sollten auf den Hügel gehen und dort nachsehen, was dort los ist." Kaum hatte er geendet, brauste ein Sturm der Entrüstung auf. Jeder im Wirtshaus, schrie und rief durcheinander, drohte mit den Fäusten und zornigen Blicken. Es brauchte seine Zeit bis Ruhe wieder eingekehrt war und Björn, der Sohn des Sprechers sich erhob. "Vater, was du dort redest ist Wahnsinn. Seit wir denken können, hat sich noch nie jemand auf den Hügel gewagt. Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass spontan Stürme auftreten. Gerade hier." "Und wie erklärst du dir das verhalten meines Schafes?" ertönte die Stimme von Petar, dem Schäfer. Er war ebenfalls aufgestanden und blickte Björn wütend an. "Meinst du mein Sohn lügt und hat das Schaf alleine getötet? Du kennst Carl, seit er geboren wurde, hast auf ihn aufgepasst ,wenn ich draußen auf den Wiesen war und hast mir geholfen ihn zu einem guten Jungen zu erziehen. Du bist wie ein Bruder für ihn und glaubst ihm nicht?" Petar sank mit Tränen in den Augen zurück in seinen Stuhl und kippte seinen Schnaps hinunter. Björn schüttelte den Kopf "Nein Petar, das habe ich nicht gesagt, ich glaube Carl natürlich auch, aber wir sollten uns nicht näher an den Hügel wagen, als wir es schon tun. Irgendwas ist da oben, seit Uhrzeiten und wir sollten nicht weiter in die Geheimnisse des Hügels eindringen. Vielleicht war es nur die Atmosphäre, die das Schaf durchdrehen lies. Wie wir alle wissen, sind Tiere manchmal empfindlicher als wir Menschen." Überall gab es zustimmendes Nicken und Brummen. "Aber dennoch, wir soltlen was unternehmen. Ich schlage was vor. Morgen suchen wir die Umgebung nach was verdächtigem ab. Wir sollten maximal zwanzig Leute sein, die freiwillig mitgehen. Ich melde mich als erstes." Nach und nach, meldeten sich weitere junge mutige Burschen, am morgigen Tag die Umgebung um den Hügel zu untersuchen. Dann wurde nur noch besprochen, welche Ausrüstung sie mitnahmen und wo sie sich verteilten. Die Rechnungen wurden bezahlt, oder angeschrieben und die Dörfler trotten vereinzelt nach draußen in den Regen um nach Hause zu gelangen.

Der nächste Tag.Bearbeiten

Die Sonne weigerte sich hinter den Wolken raus zu kommen und so lag das ganze Dorf seit morgens in einem dunklen Grau. Die Dorfstraße war aufgequollen von Regen und dem Schlamm, doch niemanden störte es. Wenn das Wasser zurück ging, würden auch wieder die Steine an Ort und Stelle zurück rutschen. Niemand wagte sich aus dem Haus und so lag die Dorftraße leer da. Bis der junge Björn, der die Untersuchung geleitet hatte, panisch schreiend zurück ins Dorf rannte. Die Expedition war im frühen Morgen aufgebrochen und hatte versprochen erst zurück zukehren wenn sie  Antworten hatten. Björn rannte bis zur Mitte der Straße, wo sich ein großer Platz befand. Manche würden Kreisverkehr sagen, jedoch war es ein Markt- / Dorfplatz. Dort brach Björn keuchend zusammen. Rasch versammelte sich die Dorgemeinschaft um den jungen Mann und erst ein  paar ordentliche Schlücke Branntwein brachten ihn wieder auf die Beine. Dann fing er an zu erzählen.

"Wir sind im frühen Morgen aufgebrochen. Zwanzig Mann waren wir, wie besprochen. Jeder hatte eine Pistole dabei, sowie Wanderstecken, Werkzeuge und Lampen. Wir gingen bis zum Anstieg des Hügels und teilten uns in vier Fünfergruppen auf. Wir gingen um den Hügel herum, und schwärmten ein wenig in die umgebenen Hochgräser aus. Bis auf den bereits verfaulenden Leib des Schafes fanden wir nichts. Also beschlossen wir uns wieder zusammen zu und stimmten ab was nun zu tun sei. Die Mehrheit stimmte dafür, dass wir auf den Hügel gehen. Kaum hatten wir den Abhang betreten, wurde jedem schwummerig. Ich fühlte mich nicht gut, war angespannt nud grundlos gereizt. Doch gleichzeitig war ich von Angst erfüllt und wollte nur wegrennen. Den anderen ging es genauso. Doch wir gingen weiter. Schließlich waren wir an den Felsen angekommen. Dort oben war die Luft kälter als anderswo, obwohl es nicht der größte Hügel im Umkreis ist. Wir hatten das Gefühl, dass wir nicht alleine waren. Irgendwas war da. Zu dem Zeitpunkt, war unsere Gemütsfassung auf einem Tiefpunkt. Ich weiß nicht wieso, aber die anderen starrten nur auf die Felsen, als ob sie eine Geschichte erzählen. Dann, mit einem Mal steckte sich Sven, seine Pistole in den Mund und drückte ab. Die anderen, fingen an mit den Köpfen gegen die Felsen zu schlagen, sich gegenseitig aufzufressen oder zu erwürgen. Voll Grauen floh ich den Hügel hinuter, das Schreien der anderen hinter mir. Kaum hatte ich die Schwelle zum Abhang übertreten, war es, als ob aller Laster von meinem Schultern genommen war. Bis darauf, dass ich gerade neunzehn meiner Begleiter sterbend und dem Wahnsinn verfallen zurück gelassen hatte."
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An der Stelle wurde seine Stimme schrill und er sank zurück zu Boden. Der Dorfarzt, fühlte seinen Puls und befahl zwei Männern, ihn nach Hause zu bringen und ins Bett zu stecken. Der Rest stand voll Grauen da.

Am Abend war die Kneipe wieder voll, wie am Abend davor. Alle redeten über die Ereignisse vom Vormittag, als plötzlich die Tür aufsprang und Carl, stand in der Tür. Er hatte Tränen in den Augen und sein Gesicht war schmerzverzerrt. Alle blickten ihn gebannt an. Dann schrie er auf. "Mein Sohn hat sich gerade am Dachbalken erhangen!" Er fiel auf die Knie. Sofort waren zwei Einwohenr bei ihm und halfen ihm auf. Schluchzend wurde Carl auf einen Stuhl bugsiert und ein Glas  Schnaps ihm in die Hand gedrückt. Nach ein paar Minuten des Schluchzens und des Schlürfens erzählte er.

"Er lag die ganze Zeit im Bett und hat geschlafen. Er war fieberig und schweißnass. Ich hab ihn gepflegt so gut es ging, hab ihm was zu trinken eingeflößt und gewwartet. Im Nachmitteag rum, ich hatte gerade ein Nickerchen gemacht, hörte ich wie er aufstieg und durchs Zimmer ankte. Ich öffnete die Augen und sah wie er einen Gürtel nahm, ihn an den Dachbalken band und sich auf einen Stuhl stellte. Ich sprang auf, so schnell es mir meine alten Knochen gestatetten und wollte ihn abhalten, als er auch schon den Strick sich um den Hals legte und vom Stuhl sprang."

Stille herrschte in der Kneipe. Nur das Schluchzen des Alten und ein paar anderen, die Björn nahe gestanden hatten, war zu vernehmen. Dann erhob Petar die Stimme "Es reicht. Wir sind nicht mehr Heer der Lage. Wir brauchen Hilfe. Ich habe einen entfernten Verwandten an einer Universität, der auf Übernatürliches spezialisiert ist. Ich werde ihm schreiben und um Hilfe bitten." Es folgte zustimmendes Gemurmel. "Hat Björn irgendwas wichtiges gesagt, bevor er ging?" fragte Petar und hockte sich neben Carl. "Er hat immer im Schlaf gemurmelt, "Sie kommen." und "Die Bussarde kreisen" ". Dann blickte er Petar an "Bevor er sich fallen ließ blickte er mir in die Augen und sagte tonlos "Folge den Bussarden...Renn".

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