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Ich bin Vegetarier. Nicht aus Überzeugung, ich liebe Fleisch. Immer wenn ich einen Hamburger oder ein Würstchen sehe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen und ich muss meine gesamte Willenskraft zusammen nehmen, um nicht rein zu beißen.

Ich bin auch nicht Vegetarier, weil mir die Tiere leid tun, die wegen ihres saftigen Fleisches sterben müssen. Auch wenn ich das schon schlimm genug finde.

Mein Vater sagt, dass ich nicht gegen mein Verlangen ankämpfen soll. Fleisch wäre gut für mich.

Dieser Streit ging sogar so weit, dass er mich regelrecht zwingen wollte, Fleisch zu essen.

Bisher konnte ich mich wehren, doch ich habe Angst davor, nicht mehr widerstehen zu können.

Ich habe vor mir selbst Angst, vor meinen Aggressionen, vor meinen Kräften und vor meinem Drang, alles zu zerstören, was mir im Weg steht. Dies wird alles verstärkt, wenn ich tierisches Eiweiß esse.

Dieser Zustand fühlt sich für mich eigentlich großartig an. Es ist das Gefühl der reinen Macht. Der Grund, warum ich nicht mehr in diesem rauschartigen Zustand, in dem ich leicht die Kontrolle über mich verlieren kann, geraten möchte, ist ein Arbeitsessen meines Vaters.

Ich weiß zwar nicht genau, was passiert ist. Der Geschäftspartner meines Vaters muss ihn sehr aus der Fassung gebracht haben, da mein Vater sich normalerweise sehr gut beherrschen kann.

Das, was ich weiß, ist, dass er blutverschmiert nach Hause kam und mich anschrie, ich solle sofort in das Auto steigen. Auf den Straßen waren überall Sirenen zu hören.

Als wir in eine Straßensperre kamen, musste ich mit ansehen, wie sich die Polizisten selbst erschossen.

Menschen sprangen panisch aus ihren Fahrzeugen und versuchten wegzurennen. Manche drehten sich plötzlich um, rannten zu den Leichen, nahmen die Pistolen, schossen in Richtung der Fliehenden und dann auf sich selbst.

Mein Vater starrte nur die sich merkwürdig verhaltenden Personen an und lächelte.

Später bekam ich durch die Nachrichten mit, dass es bei dem Massaker in dem Restaurant, in dem das Geschäftsessen statt fand, keine Überlebenden gab.

Mein Vater sagt, wenn ich endlich aufhören würde, den Drang zu unterdrücken, würde ich das Geschehene mit anderen Augen sehen und das alles nicht so schlimm finden.

Ich habe genügend von der Angst vor mir, vor meinem Vater und den Träumen, in denen ich jede Nacht diese Ereignisse erneut erleben muss.

Ich habe vor, das größte Steak zu essen, das ich finden kann.

Für dich kann ich nur hoffen, dass du dann nicht in der Nähe bist oder wir Probleme miteinander bekommen.

Nachtrag:

Nachdem ich Fleisch gegessen hatte, ist nicht viel passiert. Mein Vater lachte, als er mir erklärte, dass nicht das Fleisch den Zustand verursacht, sondern dass wir unsere Kräfte nicht ausbilden können, wenn wir nicht genügend Eiweiß zu uns nehmen.

Nach ein paar Tagen bemerkte ich, wie ich körperlich stärker wurde und einen Anstieg meiner "Kompetenz" bemerkte. Außerdem wurde mir klar, wie dämlich und ängstlich ich war.

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