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Es war ein sonniger Mittwoch, als ich gerade von der Schule kam. Ich hatte gerade eine Mathearbeit zurückbekommen und wie erwartet war die Note ein Katastrophe. Ich habe so ziemlich jede Aufgabe vergeigt und deshalb wunderte mich die schlechte Note nicht. Ich war nicht sonderlich scharf darauf, nach Hause zu kommen, da ich wusste, was mich erwarten würde. Meine Eltern waren ziemlich streng und scheuten auch nicht davor, mich für meine Fehler zu strafen. Manchmal auch mit Gewalt. Ich ging ziemlich langsam, da ich so spät wie möglich zu Hause sein wollte. Ich bereitete mich auf dem Weg schon mental auf meine Strafe vor, als mich plötzlich etwas aus meinen Gedankengang riss. Vor mir stand plötzlich ein Wald mit riesigen Bäumen. Ich war kurz verwirrt, da ich mich nicht daran erinnern konnte, dass in der Nähe meines Hauses ein Wald stand, dachte aber nicht weiter darüber nach. Ich wollte gerade weitergehen, als in meinem Körper ein plötzliches Gefühl entstand. Ich verpürte plötzlich das dringende Verlangen, in diesen Wald zu gehen. Das verwunderte mich. Wieso hatte ich plötzlich so ein Verlangen nach dem Wald? Ich überlegte kurz ob ich reingehen sollte, und kam dann zum Entschluss, dass ich es tun sollte. Ich wollte eh etwas Zeit schinden und ein Spaziergang durch einen Wald soll ja beruhigend sein. Also ging ich in den Wald hinein.

Der Wald war übersät mit verschiedenen Pflanzen und Bäumen, welche das Sonnenlicht bedeckten. Eine Sache beunruhigte mich. Im ganzen Wald war nicht ein einziges Geräusch zu hören. Normalerweise hört man ja z.B. Vogelgezwitscher in Wäldern, aber hier herrschte komplette Stille. Ich versuchte es zu ignorieren und ging weiter. Nach einigen Minuten kam ich an dem Ausgang des Waldes an. Anscheinend scheint der Wald eine Art Abkürzung zu sein, von welcher ich noch nie gehört habe. Mit diesen Gedanken verließ ich den Wald.

Auf dem Weg nach Hause dachte ich weiter über die Strafen nach, weshalb mir erstmal nichts Besonderes aufgefallen ist, doch nach circa 5 Minuten merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Zum einem war auf der ganzen Autobahn kein einziges Auto zu sehen. Auch sah ich kein einziges geparktes Auto zu sehen. Das war ziemlich merkwürdig, da normalerweise auf der Autobahn immer ein Auto zu sehen ist. Die andere Sache hat etwas mit der Temperatur zu tun. Obwohl es Mitte Sommer war, fror und zitterte ich ziemlich stark. Im Wald war es doch noch warm, wieso war es hier plötzlich so kalt. Ich begann die Kälte einfach auf meine Nervosität zu schieben und nach einiger Zeit ignorierte ich sie einfach. Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde, bis ich an meinem Haus ankam. Ich atmete kurz tief durch und nahm all meinen Mut zusammen und ging zur Tür.

Ich holte gerade meinen Schlüssel heraus, um damit die Tür aufzuschließen, als ich sah, dass sie bereits offen war. Das war wieder ziemlich seltsam, da die Tür normalerweise immer abgeschlossen ist. Ich dachte mir nichts weiter dabei und trat in das Haus ein.

Im Haus herrschte wie schon draußen eine unerklärbare Kälte. Ich rief mehrere Male meine Eltern, doch ich bekam keine Antwort. Ich versuchte es nochmal, doch wieder kam keine. Ich dachte schon, sie wären vielleicht nicht im Haus, als ich plötzlich ein Geräusch hörte. Es hörte sich an wie ein Wimmern. Ich rief meine Eltern nochmal. Als Antwort kam wieder dieses Wimmern. Es schien von oben aus dem Dachboden zu kommen. Ich fragte mich, warum meine Eltern auf dem Dachboden sein sollten und ging nach oben, um nachzuschauen.

Als ich oben angekommen war sah ich, dass die Tür zum Dachboden offen war. Ich nahm mir die Leiter, die immer bei uns an der Wand steht und kletterte in den Dachboden hinein. Oben sah ich mich um, doch ich sah weder meine Mutter noch meinen Vater. Wieder rief ich sie und wieder kam das Wimmern. Es schien von hinten zu kommen, also drehte ich mich um, in der Erwartung, meine Eltern zu sehen. In dem Moment, als ich sah, woher das Wimmern kam, wurde mir speiübel. Es waren nicht meine Eltern, die hinter mir standen und wimmerten. Hinter mir stand das so ziemlich Schrecklichste, was ich je in meinem Leben gesehen habe. Das Ding, was hinter mir stand, hatte Ähnlichkeiten mit einem Menschen, doch einige der Proportionen waren falsch. Seine Brust war spindeldürr, doch es hatte einen Hängebauch. Seine rechte Hand war etwas größer als seine Linke. Außerdem war seine Haut kalkweiß. Aber das Schlimmste an ihm war sein Kopf. Das Wesen hatte keine Augen, aber das war nicht das Schlimme. Sein Kopf sah aus, als ob er kurz vor dem Platzen stehen würde und es sah so aus, als würde unter seiner Kopfhaut etwas kriechen. Sein Mund war besetzt mit scharfen, aber verfaulten Zähnen. Ich konnte mich nicht regen vor Panik. Die Kreatur bewegte sich ebenfalls nicht. Ich starrte die Kreatur an. Ich wusste, dass ich wegrennen musste, doch ich konnte mich nicht bewegen. Nach einiger Zeit kam wieder ein Wimmern und das riss mich aus meiner Starre. Blitzschnell sprang ich auf und rannte zur Leiter, doch im letzten Moment packte mich die Kreatur am Arm. Ich versuchte mich loszureißen, doch der Griff der Kreatur war viel zu fest. Sie ging mit ihren Zähnen immer näher an meinem Arm und ich wusste, dass sie zubeißen würde. Da ich mich nicht losreißen konnte, schlug ich der Kreatur auf den Magen mit meinem anderen Arm. Das ließ sie für kurze Zeit meinen Arm loslassen. Ich nutzte die Chance, um aus dem Dachboden zu fliehen. Ich rannte weiter nach unten bis ich an der Haustür angekommen war. Ich hörte die Kreatur oben. Bald würde sie mir hinterherrennen. Sofort rannte ich nach draußen.

Ich hatte erstmal keine Ahnung, wohin ich rennen sollte, doch dann wusste ich, dass ich zurück zum Wald musste. Ich nahm all meine Kraft zusammen und rannte so schnell ich konnte. Auf dem Weg zum Wald hatte ich die ganze Zeit das beunruhigende Gefühl, beobachtet zu werden. Ich versuchte das Gefühl zu ignorieren und rannte einfach weiter. Nach einer langen Zeit kam ich wieder am Wald an. Doch der Eingang war ganz anders. Er sah aus wie eine Art schwarzes Loch. Ich starrte das schwarze Loch an. Ich war mir nicht sicher, ob ich durchtreten sollte, da ich keine Ahnung hatte, wo ich raus kommen könnte. Plötzlich merkte ich, wie jemand an meinem Arm zerrte. Ich drehte mich um und sah wieder diese Kreatur. Sie schubste mich ziemlich hart auf den Boden. Mich überkam Panik. Die Kreatur würde mich sicher umbringen. Während ich auf dem Boden lag sah ich, dass der Himmel eine ganz seltsame Farbe hatte. Er war grün. Außerdem wusste ich, warum ich mich so beobachtet gefühlt habe. Aus den Fenstern der anderen Häuser sah ich rot leuchtende Augen. Die Kreatur hatte mich noch nicht umgebracht. Sie schien mich anzustarren, obwohl sie keine Augen hatte. Ich beschloss die Chance zu nutzen. Ich fand neben mir einen spitzen Stein liegen. Ich schnappte mir schnell den Stein und schlug der Kreatur damit auf den Kopf. Die Kreatur fing an zu schreien. Aus ihrem Kopf floss eine dickflüssige, schwarze Flüssigkeit. In dieser Flüssigkeit schienen sich wurmartige Wesen zu befinden. Bei dem Anblick wurde mir schlecht, doch ich konnte aufstehen und zum schwarzen Loch rennen. Mit einem Satz sprang ich in das schwarze Loch hinein und ich befand mich wieder im Wald.

Dieses Ereignis liegt nun 3 Wochen zurück. Nachdem ich wieder im Wald war, rannte ich nach Hause. Zu meinem echten Zuhause. Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie das alles passieren konnte oder was das für ein Ort war und wieso ich da landete. Seit dem Tag plagen mich Albträume und Paranoia. Egal ,wo ich mich befinde, ich fühle mich nirgends sicher. Ich weiß nicht, wie lange ich so noch leben kann. Ich möchte euch mit dieser Geschichte eine Warnung aussprechen. Falls ihr mal das Verlangen habt, in einem Wald zu gehen, tut es nicht. Es wird euch nur schaden.

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