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Während langsam die Sonne unterging und alles in mehrere goldenene Strahlen tauchte, war sie gerade dabei ein Loch zu buddeln. Allerdings stoppte sie ihr Vorhaben für einige Minuten und sah sich den Sonnenuntergang an. Zwar hatte sie schon etliche Male Sonnenuntergänge gesehen, doch sie fand das der heutige der schönste von allen war, obwohl er nicht anders aussah als die bisherigen. Schließlich verschwand die Sonne und sie schaufelte weiter am Loch für die Leiche. Und etwas traurig sah sie hinab auf den leblosen Körper ihrer kleinen Schwester. Es war ihr letzter Wunsch gewesen an ihrem Lieblingsort begraben zu werden. Die Lichtung im Wald und dahinter war eine Aussichtsplattform, von die man über das komplette Dorf blicken konnte. Überhaupt ihr Tod war ein verdammter Fehler gewesen, wäre alles nach Plan verlaufen, wäre ihr Stiefvater jetzt tot und Katy würde noch leben. Das Mädchen hatte es seit Monaten geplant, wie sie ihn umbringen würde, doch ein einziger, kleiner Fehler hatte alles zerstört.

Ihr Plan war so: Die Blausäure hatte sie von einem befreundeten Wissenschaftler erhalten. Wenn es eingenommen wird, blockiert es die Zellatmung und führt zu innere Erstickungen, also einen qualvollen Tod. Bis die Person starb konnte es von 15 Minuten bis zu einer Stunde dauern. Glücklicherweise kannte sie seine Gewohnheit jeden Morgen Kaffee zu trinken, also wusste sie auch wie er sterben sollte. Wie jeden Morgen richtete sie frühs den Frühstückstisch, machte ihrer Schwester einen Kakao und ihrem Stiefvater einen Kaffee mit Blausäure. Während er im Todeskampf war würde sie Katy mit einem sanften Betäubungsmittel wieder schlafen legen damit sie nicht dabei war. Sie wollte allein die Angst in seinen Augen sehen, es genießen wie er hilflos um Hilfe bettelte und einfach dabei sein, wenn er einen qualvollen Tod hatte. Danach würde sie Beweise verteilen, sodass es nach Selbstmord aussah, einen Behälter mit einer Blausäuren Mischung mit seinen Fingerabdrücken darauf. Die Spritze würde Sie abwischen und seine Fingerabdrücke darauf anbringen, ein Abschiedsbrief ebenfalls mit seinen Fingerabdrücken und zuletzt ein Geständnis, dass er die Mutter seiner Stiefkinder umgebracht hatte.Ebenfalls mit seinen Fingerabdrücken. Schließlich würde sie so tun als wäre sie voller Panik und die Polizei anrufen. Sie und Katy würden dann bei ihrer Tante leben.... So wäre es verlaufen wenn die Sache nicht schiefgegangen wäre.

Ein leises Rascheln riss sie aus ihren Gedanken und sie hatte auf einmal Schuldgefühle gegenüber Katy, sie kniete sich neben ihren toten Körper und strich sanft mit der Hand über ihr weiches, rotblondes Haar. Katy mit ihrem schulterlangem, rotblondem Haar, den großen, grünen Augen, dem etwas blassem Gesicht und einfach dem ganzen Aussehen, das sie von Mutter geerbt hatte. Das Mädchen seufzte schwer, sie selber hatte rabenschwarzes Haar, schwarze Augen, ein leichenblasses Gesicht und hat einfach nichts vom Aussehen ihrer Mutter, sie hatte früher Katy manchmal darum beneidet.

,,Katy...Es tut mir so leid...ich wollte nie das du stirbst, sondern unser Stiefvater, w- weißt du....e- er hatte Mama umgebracht...,, , sie musste stoppen, da sie anfing zu weinen, die Tränen rollten an ihren Wangen entlang und fielen auf Katys toten Körper.

Sie durfte jetzt keine Schwäche zeigen, Katy verdiente die Wahrheit. Mit ihrem Ärmel wischte sie sich die Tränen weg und begann von neuem:

"Katy, du musst wissen das er schlimme Sachen gemacht hatte...er schlug mich oft brutal und... und er missbrauchte mich sexuell, auch sehr oft, ich bin froh das du das nie mitbekommen hast und das er sich nie an dir vergriffen hatte. Ich werde dich und Mama noch rächen. Versprochen.", sagte sie und begann die Blumen rauszuholen, die sie für Katy gelagert hatte.

Vorsichtig begann sie den Boden des Grabes mit Blumen zu bedecken, verschiedenste Blumensorten. Selbst wenn jemand hier her kommen sollte, würde er das Grab nicht finden, da es hinter vielen Büschen versteckt lag. Sanft hob sie ihre kleine Schwester hoch und legte sie mit größter Vorsicht ins Grab hinein. Dann nahm sie eine weiße Rose, entfernte die Dornen und drückte sie in Katys Hand, sodass es aussah als würde sie die halten. Schließlich bedeckte sie wieder alles mit Blumen und schaufelte den Rest mit Erde zu.

„Ruhe in Frieden, Katy Mari Misora....“, murmelte sie und in diesem Moment begann es auch schon zu regnen. 

,,Es tut mir so leid, dass du nach der falschen Tasse gegriffen hast... während du im Sterben warst, hat der Bastard von Stiefvater mich niedergeschlagen und ist abgehauen, aber ich werde ihn finden und euch rächen.", sagte sie und ging schließlich.

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