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Schon wieder..., dachte ich mir, als ich an jenem Morgen aus meinem Zimmerfenster sah. Er steht schon wieder dort hinter dem Baum. Was um Himmels Willen macht der Typ da nur?! Seit einigen Tagen fühlte ich mich von dieser Person verfolgt. Er tauchte wie aus dem Nichts eines Tages auf und fing an mich zu beobachten. Egal ob ich zu Hause war, auf dem Weg zur Schule und dem Rückweg oder wenn ich nur mit meinen Freunden in die Stadt ging. Er war immer da! Er stand immer nur im Schatten und sagte kein Wort. Ich wusste nicht, was er von mir wollte und er machte mir Angst.

Ich wandte mich vom Fenster ab und ging runter in die Küche zum Frühstück, wo meine Mutter und mein Stiefvater Kyle bereits auf mich warteten. "Guten Morgen, mein Schatz!", rief meine Mutter fröhlich, als ich die Treppe runterkam.

"Guten Morgen, Mum!", erwiederte ich.

"Morgen, Kyle"

"Morgen, Alexa"

Ich hatte meiner Mutter und Kyle bisher nichts von meinem unheimlichen Verfolger erzählt, da ich befürchtete, dass sie es als einer meiner Fantasien abtun würden. Außerdem verschwand der Kerl immer ganz plötzlich, wenn ich versuchte irgendjemanden auf ihn aufmerksam zu machen.

"Alexa? Hast du etwas? Du siehst so blass aus.", bemerkte Kyle, als ich in meinem Müsli herumstocherte.

"Nein, Kyle. Alles bestens.", gab ich ihm als Antwort.

Nach dem Frühstück verließ ich das Haus um zur Schule zu gehen. Ich sah nach links. Ich sah nach rechts. Keine Spur......

Mein Tag verlief, ab da an, wie gewöhnlich. Der Mann jedoch ließ sich dann nicht mehr blicken und das blieb nicht nur bei diesem einen Tag. Genauso plötzlich wie er vor ein paar Tagen aufgetaucht war, war er jetzt auch wieder verschwunden und über sein Verschwinden reagierte ich seltsamerweise mit einem gemischten Gefühl. Einerseits war ich natürlich heilfroh, dass der Spuk endlich ein Ende hatte, andererseits verspürte ich ein leichtes Bedauern, da ich nun doch etwas neugierig darüber war, was genau er denn nun von mir wollte.

Einen Monat später war ich auf dem Heimweg vom Badmintontraining, als mir das Blut in den Adern gefror. Direkt vor meinem Haus, mitten auf der Straße stand er wieder. Nur sah er mich dieses Mal direkt an und lief auch noch auf mich zu. Ich blieb wie angewurzelt stehen, durch den Schock konnte ich mich einfach nicht bewegen.

Er stand jetzt vor mir, packte mich an den Schultern und sagte: "Kein Wort und komm jetzt einfach mit!" Plötzlich konnte ich mich wieder bewegen und schlug ihm ins Gesicht um mich zu befreien und rannte weg. Er schrie vor Schmerz auf und hielt sich die Hände vors Gesicht, als er realisierte, dass ich in Richtung Haus lief schrie er: "Nein, tu das nicht! Bleib hier, geh da nicht rein!"

Für wie blöd hälst du mich?, schoss mir durch den Kopf, als ich die Tür hinter mir verriegelte. Ich ging durch den Flur ins Wohnzimmer, doch niemand war da. "Mum? Kyle?" rief ich durchs Haus, aber es kam keine Antwort. Als ich mich umdrehte, bekam ich einen riesigen Schreck. Der Mann stand an der Terassentür und fing an wie wild gegen das Glas zu hämmern und mir irgendetwas zuzurufen, was ich aber nicht verstand, da seine Stimme nur gedämpft erklang. Voller Panik flüchtete ich in den Keller, wo zu meiner Verwunderung Licht brannte. "Mum?" rief ich wieder. "Mu....." Ich spürte förmlich wie mir sämtliche Farbe aus dem Gesicht wich. Hinter dem Boiler ragte der blutverschmierte Oberkörper meiner Mutter hervor und in ihren Augen konnten ich noch ihr Entsetzen erkennen. Auf einmal ertönten Schritte und Gekicher auf der Treppe. Jemand rief meinen Namen. Der Verrückte war hier hereingekommen und hatte meine Mutter.......Nein, wie konnte das sein? Der Typ war immer noch draußen und meine Mutter konnte noch nicht lange tot sein.

Ich war kurz davor zu hyperventilieren, als mein Stiefvater am Ende der Treppen erschien. Er grinste schief, seine Hände waren blutverschmiert und er hielt eine Axt in der linken Hand. "Alexa, da bist du ja!", prustete Kyle los. " Du.... Du....", das waren die einzigen Worte die ich zu Stande brachte.

"Keine Sorge, mein Schatz. Gleich kannst du wieder bei deiner Mummy sein.", schrie er. Ich starrte ihn entsetzt an:" Warum?! Warum hast du das getan Kyle?" Er lachte wieder. "Warum, fragst du? Warum begnügt man sich mit einem anderen, obwohl man verheiratet, so wie es deine Mutter getan hat?! Wenn ich sie nicht haben kann, soll sie niemand haben. Und du wirst ihr gleich folgen, Alexa!", schrie er mir ins Gesicht und holte mit der Axt aus. Ich hechtete an ihm vorbei und rannte die Treppe nach oben in mein Zimmer und verriegelte die Tür. Kyle hämmerte gegen die Tür und versuchte sie mit der Axt aufzuschlagen und ich befürchtete, dass er es auch bald schaffen würde.

Ich weiß nicht warum und woher er das wusste oder warum er zwischenzeitlich verschwunden war, aber Fakt ist, wenn er vor meinem Haus stand oder mir folgte, dann um sicher zu gehen, dass es mir noch gut geht. Mein unheimlicher Stalker wollte mich also die ganze Zeit vor der eigentlichen Gefahr bewahren...............

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