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Der wahre Christ...Bearbeiten

Es war der 20. April 2014 Ostersonntag. Die Messe war gerade zu Ende und eine junge Frau ging mit ihrem kleinen Sohn nach der Messe zum Priester der kleinen Gemeinde.

„ Das war eine wundervolle Ostermesse Vater!“

„ Danke Mrs ……“

„Miss Miller…. Mein Sohn und ich sind erst vor kurzem hierher gezogen Vater.“

„Danke Miss Miller, ich freue mich das ihnen meine Messe gefallen hat “

„Wissen sie Vater mein Sohn war in unserer alten Gemeinde im Kirchenchor aktiv und ich wollte fragen ob sie einen Platz in ihrem Chor für meinen Jungen hätten? Es bedeutete ihm so viel.“

Der Priester betrachtete den Jungen aufmerksam. Vor ihm stand ein kleiner Junge mit blondem fast goldenem lockigem Haar.

„Wie heißt du denn mein Junge?“

Der Junge stand einfach still da und blickte auf den leicht rissigen Steinboden der alten Kirche.

„Antworte dem Vater.“, sagte die Mutter.

„Bitte entschuldigen Sie, er ist sehr schüchtern Fremden gegenüber, dass war er schon immer. Sein Name ist Michael.“

„Wie der Engel,...“, sagte der Priester. „...wie passend, mit dem goldenen Haar.“

„Wissen sie was Miss Miller, schicken sie Michael doch einfach am Samstag um 18:00 Uhr zu mir in die Kirche. Da proben wir mit dem Chor. Dann sehen wir ob es ihm hier gefällt oder nicht.“

Am folgenden Samstag brachte die Mutter Michael zur Chorprobe, in der alten, verwitterten Kirche.

„Hallo Vater.“, sagte die Mutter, als sie die Kirche betrat und vor dem Priester stand.

„Hallo Miss Miller, hallo Michael, es freut mich sehr das sie gekommen sind.“

„So Michael, geh doch schon mal rüber zu den anderen Jungen, wir beginnen gleich mit der Probe.“

„Machen sie sich keine Sorgen Miss Miller, ihr Sohn ist bei mir gut aufgehoben.“

Die Mutter bedankte sich bei dem, vertrauenswürdig erscheinenden Priester und verließ die Kirche.

Die Probe begann und alle Jungen aus dem Chor sangen voller Eifer. Alle außer Michael.

Der kleine Junge mit dem fast goldenen Haar stand nur da und schaute wieder unermüdlich auf den Boden der Kirche.

Der Priester beobachtete ihn eine ganze Weile über, ohne eine Veränderung an Michaels Verhalten festzustellen. Nach der hälfte des ersten Liedes sagte der Priester: „Danke Jungs, die Probe ist heute früher zu Ende. Ihr könnt gehen,... außer du Michael, ich würde gern mit dir reden.“

Der Priester nahm den Jungen auf die Seite und ging mit ihm in ein Zimmer im hinteren Teil der Kirche.

In diesem Zimmer stand ein Schrank, ein kleiner Nachttisch und ein Bett.  Auf dem Nachttisch stand ein Bild der Jungfrau Maria mit dem kleinen Jesuskind im Arm. Kerzen erleuchteten den Raum, welcher dadurch mit einem diffusen orangeroten Licht gefüllt war.

„Setz dich auf das Bett“, sagte der Priester. „Möchtest du etwas trinken?“, fragte er, mit der selben freundlichen Stimme, die er auch in den Gesprächen mit Michaels Mutter benutzte.

Er nahm aus dem Nachttisch ein Glas und eine Flasche Wein. Er schüttete etwas von dem Wein in das Glas und hielt es Michael hin. „Normalerweise trinken Kinder das nicht, aber heute machen wir mal eine Ausnahme.“ sagte der Priester.

„Seit wann kümmert das euch!?“, fragte Michael plötzlich mit einer Stimme, die nicht die eines Kindes war und schon gar nicht die eines Engels. Die Stimme war Dunkel und unheimlich sie war einfach nur Böse.

„Wie vielen Jungen gabt ihr schon den Wein? Wie viele waren es, Vater? Fünf? Vielleicht aber auch mehr?“

Der Priester ließ das Glas mit dem Wein vor lauter Angst fallen und es zersprang auf dem Boden in tausende Scherben. Er war gelähmt von den ersten Sätzen die er von diesem Jungen empfing und schaffte es kaum mit klarer Stimme zu sprechen.

„Was sagst du da? Woher…..“

„Woher ich es weiß? Ich beobachte euch schon so lange. Ihr gebt vor ein Mann Gottes zu sein, dabei seit ihr die Sünde selbst.“

Der Priester viel auf die Knie, Tränen rannen sein Gesicht hinab. „Ich wollte nie….. Es tut….“, stammelte er .

„Es tut mir soooooooooooooo Leid, hahahahaha! Wolltet ihr das etwa sagen?“

Michael drehte sich zu dem Priester und sein Haar war nicht mehr golden, es war schwarz wie die Nacht. Die Locken waren verschwunden. Sein Haar war jetzt lang und zerzaust. Seine Haut war Blass, beinahe Weiß, dunkle schwarze Adern durchzogen sein Gesicht. Doch das Schlimmste waren seine Augen, sie waren nicht mehr die Augen eins Kindes. Es waren die eines Monsters. Sie waren starr, diese gelben Augen. Ihr Blick durchbohrte den Priester und ließen ihm einen andauernden Schauer durchs Mark fahren.

„Ich kann eure Seele sehen, wie sie vor Angst schreit und sich windet. Ich werde eure Seele in kleine Stücke zerreißen, so wie ihr all die Seelen dieser Jungen in diesem Zimmer in kleine Stücke zerrissen habt.“

Am nächsten Tag fand man die Leiche des Priesters in dem Zimmer. Seine Augen waren weit aufgerissen und sein Gesicht war furchtbar entstellt als hätte ihm etwas Todesangst eingejagt.

An der Wand über dem Kopfende des Bettes stand etwas. Es war schwer zu lesen, es sah so aus als ob die Worte eingebrannt wurden. Es waren nur drei Wörter. Der wahre Christ.

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