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Die Blutwelt

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Vorwort

Ein altes Sprichwort besagt: Worte verletzen mehr als Taten. Doch wie groß ist der Schmerz wenn beides passiert??

Mein Name ist Stefan. Ich bin niemand besonderes oder außergewöhnlich auf irgendeine Art. Für mich sind die Dinge anders. Meine Betrachtungsweise unterscheidet sich zu „normalen“ Menschen.

Man wird nicht mit einer fertigen Persönlichkeit in die Welt gesetzt. Negative und positive Erfahrungen formen einen Menschen erst richtig. Doch wenn man zu viel Negatives erlebt ändert sich einiges.

 

Mein Leben greift nach jeder Möglichkeit negative Dinge geschehen zu lassen. Eines davon war meine Schulzeit. Ich war kein beliebter Schüler und wurde oft geschlagen, ausgeraubt und verfolgt. Niemand interessierte sich für mich, ich war quasi der Fleck auf dem Boden auf dem jeder herumtrampelte.

Zu Hause war die Situation auch nicht anders. Meine Eltern stritten sich oft und ignorierten mich. Einmal stand ich mit blutenden Armen vor meiner Mutter. Sie schaute mich an und fragte mich: „Bist du so glücklich?“ Ich konnte ihr keine Antwort geben. Daraufhin verließ sie das Haus und kehrte erst spät in der Nacht zurück. Ich fragte sie wo sie war doch sie ging schweigend in ihr Zimmer.

Ich weiß bis heute nicht was sie damals gemacht hat.

Doch die Zeit bleibt nicht stehen, die Jahre vergingen und immer mehr Narben sammelten sich auf meinen Armen. In der 3.Klasse versuchte ich das erste Mal mich umzubringen jedoch ohne Erfolg. Das Schuldach reichte nicht aus um zu sterben.  So begann mein erster Aufenthalt bei einem Psychiater. Er machte unlogische Übungen, versuchte mich zu hypnotisieren und verschrieb mir Medikamente. Nichts davon half.

Ich gab den Psychiater auf und hatte noch dazu mit Schlafstörungen zu kämpfen. Ab dieser Zeit bemerkte ich etwas. Ich konnte in meinem Kopf eine eigene Welt erschaffen, aus Erinnerungen und Fantasie. Am Anfang war es für mich eine großartige Entdeckung doch damit schuf ich mein größtes Grauen.

Jede Nacht wenn ich wach lag begann ich meine Stadt weiter aufzubauen. Es war keine schöne Welt, sie bestand nur aus Hochhäusern und langen Straßen, doch ich fühlte mich wohl darin. Nach einem Jahr hatte ich sie fertig gestellt. Ich hatte sogar Pläne von der Stadt gezeichnet. Doch etwas fehlte. Es waren Menschen. In dieser Welt war ich ganz alleine. Ich begann aus Erinnerungen Persönlichkeiten zu formen und sie in die Welt zu integrieren.

Liebevoll nannte ich sie die Blutwelt.

Alles lief gut, ich hatte einen Schulwechsel hinter mir und hatte Freunde gefunden. Jedoch war in mir diese große Angst, dass alles werden könnte wie früher. Daher konnte ich nie wirklich jemandem vertrauen.

Eines Tages fing ich an Flashbacks zu bekommen von früher. Ich sah in meinem Kopf wie ich verfolgt wurde. Hatte Albträume in denen ich gequält wurde und empfand tausend Schmerzen auf einmal.

Ich hoffte sie würden wieder vorbei gehen doch das taten sie bis heute nicht. In einer Nacht wachte ich wieder schweißgebadet auf und ging, wie üblich, hinaus mir eine Zigarette anzünden. Doch etwas war anders. Als ich mich wieder hinlegte spürte ich ein brennen auf meinen Armen. Ich sah sie an und merkte, dass sie sieben tiefe Schnitte hatten. Ich wusste aber nicht von wo und wann ich mich geschnitten haben soll.

Das alles wurde mir zu viel und flüchtete in meine eigene Welt, die Blutwelt. Aber sie hatte sich verändert. Über ihr hingen große dunkle Gewitterwolken und der Regen fiel auf mein Gesicht. Ich begann durch meine Stadt zu wandeln und stellte mit Entsetzen fest, dass die Bewohner sich nicht mehr bewegten. Sie lagen alle tot am Boden.

Mit vorsichtigen Schritten näherte ich mich der Mitte der Stadt von der ein rotes Leuchten ausging. Es sah komplett fremd für mich aus und stammte nicht einmal aus meiner Fantasie. Als ich nur noch ein paar Schritte von dem Leuchten entfernt war ertönte ein lautes Kreischen und das Rote Leuchten nahm Gestalt an. Doch was für eine Gestalt es war wusste ich nicht, sie sah grausam aus. Sie brüllte mich an: „SPÜRST DU DEN SCHMERZ?!“ Dabei riss sie ihren Mund grotesk weit auf und ich erkannte einzelne Teile eines entstellten Gesichtes. Doch sie öffnete den Mund immer weiter bis kein Gesicht mehr zu sehen war. Dann ertönte ein weiteres Kreischen.

Alle Menschen die vorher tot auf dem Boden lagen erhoben sich und drehten ihre Köpfe in meine Richtung. Sie begannen auf mich los zu stürmen und mit Grauen musste ich feststellen, dass sie keine Gesichter mehr besaßen. Sie stürzten sich auf mich und schrien: „DU HAST UNSERE GESICHTER GESTOHLEN!“ Sie begannen mir die Haut von den Knochen zu reißen, stachen mir ein Auge aus und zerrten an meinen Gliedmaßen. Doch auf einmal spürte ich eine Hand auf meinem Rücken. Sie griff nach meinem Arm und ich sah meine Mutter.

„WAS STIMMT NICHT MIT DIR?!“, schrie sie.

Erst nach diesem Satz bemerkte ich die Rasierklinge in meiner Hand. Blut tropfte auf meine Hose. Mein rechtes Auge schmerzte und ich konnte damit nichts sehen. Ich begriff, dass ich mir selber mein Gesicht zerfetzt hatte.

Das letzte was ich hörte war eine Stimme in meinem Kopf bevor ich zusammen brach:

Spürst du den Schmerz?

Die Vergangenheit zerstört deine Zukunft, damit zieh ich dich immer mehr in die Blutwelt.

Dort wo nur Hass und Schmerz existieren. Du gehst verloren, suchst nach mir, dem Ausgang das glänzende Licht. Doch sobald du hier bist wirst du merken, dass alles erlischt.

Nicht einmal der kleinste Funke wird dich erreichen. Du bist alleine für immer und ewig, sitzt da und fängst an zu weinen.

Baue dir keine eigene Welt wenn sie deinem Verstand nicht standhält.

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