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Plötzlich wurde ich aus meinem Traum gerissen. Nach einem flüchtigen Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es bereits weit nach Mitternacht war. Der Wind brauste vor der Tür und ein kleiner Ast schlug wieder und wieder an mein Fenster.

"Warum ausgerechnet dieses Haus?", dachte ich mir. Mein Vater arbeitet als Elektriker und wurde vor 2 Monaten bei seiner alten Firma gefeuert. Die Firma ging langsam Pleite und er war nicht der einzige der entlassen wurde. Jedoch bekam er durch einen guten Arbeitskollegen eine neue Stelle bei einer anderen Firma. Der Preis dafür war allerdings dass wir umziehen mussten. Schon wieder..

Meine Mutter starb bei einem schlimmen Verkehrsunfall als ich noch ein kleines Mädchen war, sie war eine sehr liebe und fürsorgliche Frau erzählte mir mein Vater.

Wie dem auch sei, da ich durstig war stieg ich aus dem Bett und machte mich auf den Weg in die Küche. Als ich vorbei am Zimmer meines Vaters kam hörte ich ein dumpfes Klopfen. Sein Zimmer befand sich unter meinem, war es also auch einfach ein blöder Ast der gegen sein Fenster schlug? Der Baum muss definitiv gefällt werden soviel stand fest!

Am Tag daraufBearbeiten

Als ich meinem Vater am nächsten Tag davon erzählte war er nicht sehr begeistert von der Idee den Baum zu fällen. Er hat im Moment wichtigeres zu erledigen meinte er nur und außerdem fand er dass es doch ein schöner Baum sei. Es ist ja nicht so dass es auf der Welt noch Millionen andere schöne Bäume gibt und wir außerdem einen riesigen Wald direkt hinter unserem Haus hatten. Jedoch wollte ich ihm nicht weiter auf die Nerven gehen und so beschloss ich das Thema erst mal Ruhen zu lassen.

In der kommenden Woche wurde ich jede Nacht kurz nach Mitternacht aus dem Schlaf gerissen. Schuld daran waren immer diese blöden Äste die ständig gegen mein Fenster hämmerten. Jedes mal spürte ich eine Präsenz, als wäre jemand unmittelbar in meiner Nähe. Jedoch verspürte ich weder Furcht noch Angst.

Da ich vermeiden wollte aus dem Fenster zu stürzen, versuchte ich gar nicht erst die Äste einfach selbst abzuschneiden. Ich wusste ja wie tollpatschig ich war. Trotzdem musste eine Lösung her, so konnte es nicht weiter gehen.

Das nächste WochenendeBearbeiten

Am nächsten Wochenende war mein Vater auf Geschäftsreise, ich hatte das ganze Haus für mich allein. Ich mag es alleine zu sein, nur so kann ich in Ruhe über Dinge nachdenken die mich im Moment beschäftigen. Ich dachte viel über meine Mutter nach und wurde dabei sehr traurig. Leider kannte ich sie nur von Bildern. Sie war eine sehr hübsche Frau gewesen und wie gerne hätte ich sie kennen gelernt!

Ich verbrachte die Nacht über im Wohnzimmer da mich die Geräusche der Äste die gegen mein Fenster schlugen nicht einschlafen ließen. Ich starrte die ganze Zeit über ein Hochzeitsbild von meiner Mutter und meinem Vater an, welches über dem Kamin hing. Ich dachte darüber nach was wohl alles wäre wenn sie heute noch leben würde.

Am nächsten Tag beschloss ich einen Handwerker anzurufen der den alten Baum endlich fällt - koste es was es wolle, Hauptsache ich konnte wieder in Ruhe schlafen. Außerdem ging ich davon aus meinem Vater damit auch einen Gefallen zu tun, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ihm die Geräusche der Äste nichts ausmachten.

In der Lokalzeitung wurde ich ziemlich schnell fündig, und ein Telefonat und zwei Stunden später stand der Handwerker schon vor unserer Tür. Ich zeigte ihm den Baum und er meinte es wird eine Zeit lang dauern da der Baum ziemlich groß und alt war. Außerdem sei seine Arbeit nicht ganz billig, was mir in dem Moment aber ziemlich egal war.

Etwa eine halbe Stunde später war er dann fast soweit und ich sah den alten Baum hinab stürzen."Hätte ich Vater vielleicht doch besser Bescheid sagen sollen?", schoss es mir durch den Kopf. Als der Handwerker auch noch die Wurzeln des Baumes entfernte rief er mich zu sich da er mir offensichtlich etwas zeigen wollte.

Doch mit dem was ich nun sah hätte ich niemals gerechnet! Direkt unter der Wurzel war eine lange, dicke Holzkiste vergraben. Nur ungern gab ich dem Handwerker die Anweisung diese zu öffnen, da wir kein passendes Werkzeug Zuhause hatten. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf. "Wie kommt diese Kiste hier her? Was befindet sich darin? Hatte die Kiste etwas mit den Ästen zu tun die ständig gegen mein Fenster hämmerten?"

Doch was ich dann sah lies mir das Blut in den Adern gefrieren. In ihr befand sich ein Skelett, und als ich die zerfetzten Lumpen sah die es anhatte, musste ich mich übergeben. Ich erkannte sofort dass es das Hochzeitskleid meiner Mutter war!

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