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Hallo, mein Name ist Mitch und ich bin auf einer Farm in Nevada aufgewachsen. Ihr denkt jetzt sicherlich, dass ich dort eine wunderschöne, gut behütete Kindheit hatte, was soll schon immerhin Großartiges inmitten einer solch großen Einöde auf einer kleinen Farm passiert sein? Ihr habt recht, unter normalen Umständen hätte ich das sicherlich gehabt, eine schöne Zeit auf diesem ach so friedlich erscheinenden, kleinen Fleck Erde, umrundet von riesigen, wunderschönen Wäldern. Aber an meiner Geschichte ist nichts normal.

Ihr könnt mir glauben oder auch nicht, aber hier ist meine Geschichte, die mich seitdem verfolgt.

Meine Familie und ich waren gerade frisch auf den, im Vergleich zu unserer alten Wohnung, sehr großen Bauernhof gezogen, weshalb meine Geschwister und ich uns sogar jeder ein Zimmer aussuchen durften. Das taten wir natürlich auch sogleich, und während meine Geschwister noch verbissen überlegten welches Zimmer ihres werden sollte, wusste ich für meinen Teil sofort, dass der Dachboden mir gehören würde.

Wir waren wie jede andere normale Familie. Wir aßen abends zusammen, spielten übliche Familienspiele und zoften uns durchaus ab und zu mal miteinander, aber im Grunde waren wir glücklich. 

Einige Tage verstrichen, bis ich in der Nachbarschaft neue Freunde gefunden hatte. 

Abends? Naja, wie soll ich sagen, ich war ein Schisser, Ich hatte mich bei jeden noch so kleinen Geräusch erschrocken, weshalb mir auch ab und zu ein, naja, ihr wisst schon, ein kleines Malheur abends im Bett passiert war. Aber ich war ja gerade mal 10 Jahre alt gewesen, da ist es durchaus nichts Abnormales, dass ein Kind mal ins Bett macht.

Ich ging zur Schule und hatte viel Spaß mit meinen neu gefundenen Freunden.

Eines Abends fragte ich meine Mutter, ob wir nicht einmal im Wald spielen dürften, da dieser direkt an unserem Grundstück anlag. Meine Mutter stimmte zu und so beschlossen meine Freunde und ich am nächsten Tag, in diesem spielen zu gehen. Wir tobten durch den dichten Wald und spielten typische Spiele für 10-Jährige, wie Verstecken und Fangen.

Als es nun so langsam Abend wurde, wollten wir eigentlich gehen, doch dann sahen wir auf einmal einen Mann, welcher mit ruhigem Blick neben einem Baum stand. Wir trauten unseren Augen nicht und starrten für einen kurzen Moment auf ihn, bevor wir wieder fähig waren zu handeln. 

Natürlich hatten wir durch unseren kindlichen Leichtsinn die Situation nicht einschätzen können und riefen dem Mann nach, als dieser sich von uns wand und tiefer in den dunkeln Wald schritt. Trotz unserer lauten Versuche ihn zum Stehen zu bringen, zuckte dieser jedoch nicht einmal mit der Wimper und war schließlich kurz darauf fast komplett in den Wäldern verschwunden. 

Also gingen wir ihm schnell ein Stück hinterher, um ihn nicht ganz aus den Augen zu verlieren, und fragten ihn, was er auf unserem Grundstück zu suchen hätte. Aber irgendwas war seltsam an diesem Mann, es schien mir fast so, als würde er uns gar nicht wahrnehmen. Einer meiner Freunde verlor bald darauf seinen Mut und lief einfach ohne uns nach Hause. Der Rest von uns war einfach von ihrer Neugierde übermannt worden und so folgten wir dem seltsamen Mann weiter in die Dunkelheit.

Plötzlich hörten wir einen lauten Schrei hinter uns. Wir drehten uns sogleich zu dem Geräusch um und wieder zurück zu dem Mann, doch er war nicht mehr zu sehen, er war einfach weg, es war fast so, als hätte er sich in Luft aufgelöst. Wir dachten uns nichts dabei und gingen schließlich nach Hause, doch mich überkam so ein eigenartiges Gefühl und auch meine Freunde spürten es. 

Es war das Gefühl, verfolgt zu werden...

Ängstlich beschleunigten wir unsere Schritte und rannten kurz darauf sogar panisch zu meiner Farm zurück. Dort angekommen fragte uns meine Mutter mit besorgten Bilck was denn los sei, da wir immer noch vom Laufen keuchten und ich meine Hose sogar etwas nass gemacht hatte, einer meiner Freunde begann sofort noch etwas aufgeregter von dem hageren Mann und dem plötzlichen Frauenschrei zu erzählen. Meine Mutter hörte ihm nickend zu und beruhigte meine Freunde und mich dann mit ruhiger Stimme, wobei sie uns jedoch auch eine Standpauke über das richtige Verhalten gegenüber Fremden hielt.

Sie brachte meine Freunde schließlich nach Hause und half mir, mich sauber zu machen. Dabei sagte sie mir, dass es mir nicht peinlich sein müsste, dass ich mich eingenässt hätte, da es immerhin auch eine sehr beängstigende Situation gewesen sei, und brachte mich nach einem Gute-Nacht-Kuss in mein Bett.

In dieser Nacht träumte ich sehr schlecht und wachte sogar ein paar mal wegen Alpträumen immer wieder schweißgebadet in meinem Bett auf. Währenddessen hatte meine Mutter beschlossen, nach diesem eigenartigen Mann, beziehungsweise nach der vielleicht verletzten Frau zu suchen und ging mit unserem Hund an die Stelle des Waldes, wo wir gespielt hatten. Sie suchte eine Stunde vergeblich im Wald und wollte gerade wieder gehen, als ihre Ohren einen zärtlichen Gesang, knapp hinter ihr, wahrnahmen. Erschrocken drehte sie sich um, doch es war niemand zu sehen und auch der Gesang war verschwunden. Durch den Schreck hatte sie die Leine losgelassen und wollte gerade wieder nach dieser greifen, als unser Schäferhund bellend tiefer in den Wald lief. Meine Mutter suchte verzweifelt noch etwas nach ihm, doch als sie den Frauengesang erneut vernahm, überkam sie schließlich die Furcht, und so machte sie sich auf den Weg nach Hause. 

Am nächsten Tag klingelte es. Schnell lief meine kleinere Schwester zur Tür und quietschte. Wir hörten ihr lautes Schreien und rannten natürlich sofort zu ihr. Meine Mutter wollte gerade meine kleine weinende Schwester in den Arm nehmen und fragen, was passiert sei, als wir geschockt entdeckten, was auch sie gesehen hatte.

Unsere Blicke blieben beinahe starr auf der Türschwelle hängen und meiner Mutter entkam ein lauter Schrei. Es war unser Schäferhund, oder besser gesagt der Fleischhaufen, der von ihm übrig war. Einige seiner Organe hingen aus seinem aufgerissenen Bauch und der Rest von diesen lag verteilt vor unserer Tür. Statt seiner sonst so treuen brauen Knopfaugen, waren nur noch blutige Löcher zu sehen. 

Es wirkte beinahe so, als würde das Blut, das sich in diesen Einkerbungen angefüllt hatte, seine neuen blutroten Augen sein, welche uns strafend ansahen. Seine Beine schienen mehrfach gebrochen worden zu sein, da diese unnatürlich verrenkt dalagen und jeder einzelne Knochen aus diesen stand. Es war ein schrecklicher Anblick..

Meine Geschwister rannten teilweise panisch und weinend in ihre Zimmer und auch ich konnte dem Anblick nicht lange standhalten und erbrach mich angewidert. Mein Vater sah wie der Rest von uns sehr geschockt aus, und als er, um uns von dem Anblick zu erlösen, die Tür schließen wollte, entdeckte er eine Nachricht in dem Mund unseres toten Hundes. "Ihr seid die Nächsten" stand auf dieser mit Blut geschrieben. Da wurde es meinen Eltern klar, dass es sich hierbei um mehr als nur einen bösartigen Streich handelte und dass wir in Gefahr waren. 

Noch am selben Tag packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Rückweg zu unserem alten Zuhause. Davor suchten wir jedoch noch die Polizei auf, welche uns aber über das Telefon mitteilte, dass keine Fingerabdrücke auf dem Brief, noch andere Indizien, die einen Hinweis auf den Täter geben würden, gefunden werden konnten.

Als wir uns einige Tage später wieder in unser altes Leben eingewöhnt hatten, lasen wir in einer Dailynews Zeitung, dass die Bewohner, die nach uns in die Farm gezogen waren, nun alle tot seien. Ihnen wurde das Gleiche angetan wie unserem Hund, jedoch wurde der jüngste Sohn der Famile immer noch vermisst. Als ich das Alter des Jungen las, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Er war zehn Jahre alt gewesen. Der Junge wurde nie wieder gefunden.

Ich bin froh, dass wir damals so schnell weggezogen sind, sonst wären wir nun alle tot. Das ist nun über 15 Jahre her, doch gibt es gibt immer noch Tage, da warte ich darauf, dass mich meine Vergangenheit einholt und sie mich doch holen.

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