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Wer kennt ihn nicht, den beruhigend traumhaften Klang einer Violine. In Laufe einiger Jahrhunderte wurde sie zu einem sehr berühmten und in manchen Kreisen doch beliebten Instrument, hat doch schon der junge Mozart auf einer Violine so manch berühmtes Stück aufgeführt. Doch was, wenn eine Violine es schafft, dich zu verzaubern, zu bekehren und dich ins Unglück zu stürzen? Ihr glaubt nicht, dass es so geschehen kann? Dann wird es Zeit euch die Geschichte einer Violine zu erzählen, die genau das schaffte und das schon über Jahrtausende hinweg. Doch fangen wir einmal an bei einem der Armen, die sie besaßen.


März 1810, auf einem Flohmarkt in London

Es war ein warmer Sommertag, an dem Robert T. über den großen Flohmarkt am Rande Londons spazierte, auf der Suche nach einem Geschenk für seine 14-jährige Tochter Marie. Marie, die seit dem Tod seiner Frau Susan sein einziges Glück war, liebte nichts mehr als Musik. Deswegen ging sie auch regelmäßig zu ihren Nachbarn, weil diese ihr auf der hauseigenen Violine das Spielen beibrachten.

Als er nun so über den Markt spazierte, fiel ihm etwas ins Auge, bei einem Stand, den ein alter bärtiger Mann führte, lag in einem dunkelroten Holzkasten, der mit ebenso rotem Samt ausgepolstert war, eine wundervoll schwarze Violine. Sogleich ging er hin und schaute sie sich näher an. Der alte Mann schaute zu ihm und meinte: "Ein wundervolles Instrument, Sir. Haben Sie Interesse? Es gäbe ein wunderschönes Buch voller Musikstücke gratis dazu.“ Dabei hielt er ihm ein Buch vor die Nase, welches in dunkelbraunen Leder gehüllt war und in einem sehr guten Zustand zu sein schien.

"Wie viel wollen Sie für diese Violine, guter Herr?“, fragte Robert, sofort nachdem er den Zustand der Violine und des Buches überprüft hatte. Der alte Mann sah ihn mit seinen grauen Augen an und antwortete: "Sagen wir 20 Pfund, dann ist sie Euer. Sie liegt schon so lange bei mir herum." Robert sagte zu, bezahlte und ging, nachdem er eine Notenständer an einem anderen Stand erworben hatte, nach Haus. Er war schon aufgeregt, was seine Tochter zu ihrem Geburtstagsgeschenk sagen würde.

Am Tag darauf war es soweit, eingepackt in gelbes Geschenkpapier legte er Violine, Buch und Ständer am Morgen auf den Tisch und wartete, dass seine Tochter herunterkäme. Als Marie dann hinabgelaufen kam und die Geschenke sah, lächelte sie. Marie, die nun 14 Jahre alt war, hatte die braunen langen Haare ihrer verstorbenen Mutter und die grünen Augen ihres Vaters. Sie war eine gute Schülerin, hatte viele Freunde, wie viele in ihrem Alter. Als sie nun ihre Geschenke auspackte, hatte sie nichts weiter erwartet, umso größer die Freude, als sie in den Päckchen die Violine und den Rest der Geschenke vorfand. Sie fiel ihrem Vater um den Hals, nahm sogleich die Violine und lief zu den Nachbarn, die sich mit ihr freuten und die schöne Violine bewunderten. Noch am selben Abend hörte man, wie Marie auf der Violine eines der Stücke aus dem Buch ausprobierte.


Ein paar Wochen später, Maries Zimmer

"Seltsam... hier scheinen doch zwei Seiten zusammenzukleben.", dachte Marie, als sie nach einer Weile nach einem neuen Stück in dem Buch suchte. Sie nahm eine Schere und trennte ganz sachte die beiden Seiten. Doch es fiel etwas aus dem Buch heraus. Marie bückte sich und hob es auf, es waren Noten, aber sie sahen seltsam aus. Anders als die anderen in dem Buch. Diese waren auf schwarzem Papier und mit einem weißen Stift geschrieben und dieser seltsame Titel des Stücks „Zerberus Ruf“. Seltsam. Doch Marie war eine sehr neugierige Natur und so legte sie das Blatt auf den Notenständer, stimmte ihre Violine und fing an dieses Stück zu spielen.

Doch schon nach den ersten Tönen fühlte Marie etwas Seltsames. Wie eine Finsternis und Kälte, die langsam von ihr Besitz ergreift und dennoch konnte sie nicht aufhören zu spielen, so sehr sie es versuchte, sie konnte nicht. Es war wie ein Bann und sie spielte und spielte diese Melodie ohne nachzudenken immer weiter, bis das Stück endete, und sie einfach zu Boden sank. Bewusstlos. Die Violine lag neben ihr und die Noten. Ja, diese waren wieder im Buch verschwunden, als ob sie sich verstecken wollten.

Als Robert Marie fand, lag sie noch immer auf dem Boden, als diese erwachte, sagte sie, dass sie wahrscheinlich nur zu wenig getrunken hatte und deswegen ihr Kreislauf zusammengebrochen wäre. Sie sagte kein Wort über die Noten und auch nicht über alles, was geschehen war. Einige Tage nach diesem Vorfall fiel Robert etwas an seiner Tochter auf. Sie hatte sich verändert. Sie kam sofort nach der Schule nach Hause und traf sich nicht mehr mit Freunden. Sie spielte nur noch diese Violine und das Tag für Tag. Dann eines Abends, es war Ende Juni und Robert wollte Marie nur gute Nacht sagen. Fragte sie ihren Vater: "Darf ich noch ein Mal auf der Violine spielen? Danach werde ich sofort ganz tief schlafen. Versprochen."

Robert dachte sich nichts dabei und sagte nur: "Aber danach wird geschlafen, ok? Denn immerhin wollen wir morgen früh los zum Grab deiner Mutter." Marie nickte, stand auf und Robert verließ das Zimmer. Marie nahm das Buch, holte die Violine aus dem Kasten und suchte in dem Buch nach etwas. Sie fand es, da waren sie wieder, diese weißen Noten auf schwarzem Grund und Marie spielte. Sie spielte immer länger und lauter, dass selbst ihr Vater es hörte. Doch als es Mitternacht schlug, verstummte es auf einmal. Es war ruhig im Haus und Robert dachte, dass Marie sicher ins Bett gegangen sei. Doch als er am nächsten Morgen in das Zimmer seiner Tochter trat, lag diese tot in ihrem Bett. Das Seltsame daran war, dass sie ausschaute, als hätte man sie bei lebendigem Leibe verbrannt und die Violine samt ihrem Koffer und den Noten war verschwunden. Nur der leere Notenständer stand mitten im Raum. Robert starrte auf den leblosen verbrannten Körper seiner Tochter. Seine Tochter, die am selben Tag und scheinbar wie ihre Mutter vor vielen Jahren starb im Feuer. Doch wie entstand es? Warum hat er nichts davon mitbekommen? Vom Flammenden Inferno, was scheinbar über seine Tochter hergefallen war?

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