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Geld. Eine der schlechtesten Erfindungen der Menschheit, meiner Meinung nach. Menschen werden geldgierig und wollen immer immer und mehr. Solange, bis diese Gier nach Macht und Geld gefährliche Formen annimmt.

Geschäftsleute wollen immer Profit schlagen, Musiker wollen durch verschiedene Arten immer mehr Geld einnehmen; oder im Krieg dienen Waffenverkäufe als Mittel zur Kapital-Generierung. Wie gefährlich die Gier nach Geld sein kann, musste ich schmerzlich feststellen. Ich war der Chef einer respektablen Immobilienfirma mit knapp 5000 Mitarbeitern, um den Globus verteilt. Dadurch, dass unsere Firma so gut lief, konnte ich ein Haus mitsamt einer großen Menge Vornehmlichkeiten, die Geld so mit sich bringt, mein Eigen nennen. Jedes Jahr in den Urlaub fahren, der tägliche Besuch im Restaurant und auch Markensachen machten das Leben um einiges angenehmer. Geld machte mich glücklich.

Hatte ich welches, schien die Sonne, auch im dunkelsten Winter. Hatte ich aber keins, fiel ich in ein schwarzes Loch. Das rührt aus meiner Kindheit her. Früher als kleines Kind bekam ich alles, was ich wollte. Bekam ich es nicht, machte ich Schwierigkeiten und hörte auch erst auf zu schreien, bis ich meinen Wunsch erfüllt bekommen habe. Damals schon war ich mehr als traurig, wenn ich etwas nicht so gelang, wie ich es mir vorstellte. Nach der Ausbildung in einer Immobilienfirma baute ich mir nach und nach mein eigenes Imperium auf. Recht erfolgreich. Leider bin ich bis heute Single und habe keine Kinder.

Obwohl die Firma gut Geld abwarf, führte mein doch recht kostspieliger Lebensstil zwangsläufig zu Geldlosigkeit. Obwohl mir zwar Geld fehlte, wollte oder konnte ich nichts an meinen Lebensstil ändern. Ähnlich wie eine Schlange, die einem in die Hand beißt, aber man will sie nicht mit Gewalt entfernen oder verletzen, da man sie liebt. Also mussten andere Ideen her. Mir fiel nichts ein. Ich saß in meinem Haus, das noch wenig verbliebene Geld gebündelt vor mir. Selbst Alkohol half mir nicht, auf eine kapitalbringende Idee zu kommen. Entsetzen und Hilfslosigkeit machten sich in mir breit. Ich fing an mit Gott zu reden.

Da ich aber das noch nie getan hatte, war ich mir keiner wirklichen Hilfe gewiss. So fing ich an mit dem Teufel zu reden. Obwohl ich immer Angst vor Satan hatte, vertraute ich ihm meine Ängste, Sorgen und Nöte an. Es passierte nichts. Kein Fenster, das sich spontan öffnete oder irgendetwas anderes, das man als positives Zeichen deuten könnte. Kein Zeichen. Ich schloss die Augen. Schemenhafte Wesen erschienen mir. Dann auf einmal kam mir ein Symbol in den Sinn. Ein Herz, durchbort von einem brennendem Pfeil. War das der Alkohol? Ein paar Minuten später klopfte es an der Tür. Ich öffnete. Ein Immobilienvertreter bat um Einlass, um neue Geschäftspläne mit mir zu besprechen.Er kam auf Empfehlung. Beim Händeschütteln fiel mir eine Tätowierung an seiner Hand auf.

Es war eben dieses Symbol, welches mir vor geschlossenen Augen erschien. War das ein Zufall? Wir setzten uns und er erzählte mir von seiner Geschäftsidee, bei der er noch einen Partner benötigte. Es ging um Häuser und Gebäude in Kriegsgebieten, die Einheiten als Stützpunkte und Aussichtsposten nutzen könnten. Für uns beiden würden Millionen dabei heraus springen, da die Nachfrage für mehr Gebäude sehr hoch sei. Ich sollte genau wie er in Vorkasse treten, da sich der Gewinn erst Monate später einstellen sollte. Mit einem Füllfederhalter unterschrieb ich den Vertrag. Ich zog aus meinem Haus in eine kleinere Wohnung, um mir den Betrag als Vorauszahlung leisten zu können.


Dass dort auch Terroristen die Möglichkeit bekommen würden, von oben auf Zivilisten oder Soldaten zu schießen, war mir herzlich egal, schließlich konnte sich mein Geldbeutel über mehr Geld freuen. Nach dem Bau von Häusern und Lagerhallen häuften sich die Berichte, dass immer mehr Terroristen ihre Anschläge aus Häusern, für deren Bau ich mitverantwortlich war, verübten. Wir bauten immer mehr Gebäude. Es brachte immer mehr Geld. Auch unschuldige Frauen und Kinder traf es.

Eines Tages stand ich mit meinem Partner an der Straße, um neue Gebäudepläne durchzugehen. Ich setzte mich nach der Besprechung auf eine Bank, vor der Baustelle, dort, wo bald neue Häuser gebaut werden sollten. Auf einmal hörte ich hinter mir das Quietschen von Reifen. Ein Auto kam mit rasender Geschwindigkeit auf mich zu und bremste. Heraus beugte sich ein Mann, der etwas in der Hand hielt. Eine Waffe. Er schoss aur mich und rief etwas, das ich nicht verstehen konnte. Ich fühlte, dass Blut aus meinem Kopf sickerte. Ich starb noch an derselben Stelle. Ein Vater, der durch einen Terroranschlag sein Kind und seine Frau verlor, war dafür verantwortlich. Dieser Anschlag wurde aus einem unserer Häuser verübt. Ich schüttelte dem Teufel die Hand und machte mit ihm Geschäfte.

Das hat mich mein Leben gekostet.

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