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Er klappte das alte Lederbuch auf und ein muffiger Duft drang an seine Nase, Staub wirbelte umher. Das Licht drang nur schwach durch die Löcher der alten Ziegelplatten, die sich schwer taten, dass alte Haus trocken zu halten. Man hörte die Grillen draußen zirpen und einen Herzschlag. Das Herz des Mannes klopfte sehr schnell und Schweiß ran ihm von der Stirn. Er hatte Angst, Todesangst!

"Kaydon!", drang ein bedrohliches Flüstern durch den Wald.

Leise, schlurfende Schritte untermalten das Szenario noch stark. Schneller und immer schneller schlug Kaydons Herz, während er panisch durch das alte Buch blätterte. Er begann schwer zu atmen und stand nun kurz vor einem Zusammenbruch.

"Komm schon, komm schon, bitte, bitte, bitte!", murmelte er vor sich hin. Er war auf der Suche nach etwas und was auch immer es war, es schien sehr wichtig zu sein.

"Kaydon!", gelangte erneut an sein Ohr. Das schlurfende Geräusch stoppte und ein Kratzen an der Tür erklang. Es war ein kaltes Kratzen, das sich so anhörte, als würde man mit einer Gabel über einen Teller kratzen. Kaydon gefror das Blut in den Adern und er suchte weiter.

"Bitte! Bi..." Kaydon verstummte, als er endlich den gesuchten Gegenstand in der Hand hielt. Es war ein  kleiner goldener Schlüssel. Der Schlüssel war sehr flach, wodurch er nicht direkt gefunden wurde.

Er nahm all seinen Mut zusammen und stand auf, sein Herz schlug immer schneller und als er in die Richtung der Tür lief, legte sich ein Mantel der Kälte um ihn. Er wusste nur zu gut was für eine Kälte es war. Es war die Kälte des Todes und genau dieser Tod wurde nur aufgehalten von einer alten, maroden Holztür.

Kaydon hob eine kurze Holzlatte vom Boden, welche am Hutständer lehnte. Er verstaute den Schlüssel in seiner Hosentasche. Er atmete schwer und als er den Türknauf in die Hand nahm, verstummte das quälende Kratzen. Langsam öffnete er die Tür und die Tür knarrte dabei fürchterlich.

War das nun sein Tod oder würde er über der Naturgewalt stehen und sie besiegen? Er hatte sich viel und sehr intensiv mit diesem Wesen beschäftigt, eigentlich glaubte er auch gar nicht an sowas, doch als er mit seinen Freunden den Todesruf machte, wurde er eines besseren belehrt. All seine Freunde wurden getötet, genau wie jede Person, die er liebte. Er war der letzte Überlebende und nun hing alles an ihm.

Nun stand er im Türrahmen, doch von dem Wesen war keine Spur zu sehen. Er hob das Holz angriffsbereit hoch und wartete auf eine Reaktion.

"Zeig dich!", schrie Kaydon und als wäre es gewollt sprintete ein Wesen auf allen vieren auf ihn zu. Es bestand nur aus einem schwarzen Nebel, der sich mit jeder Bewegung umherwand. Es hatte keine Augen aber dafür beängstigende, große Reißzähne. Es rannte geradewegs auf Kaydon zu, als es sich auf einmal in die Luft hob und Kayden, welcher eine defensive Haltung angenommen hatte, zu Boden riss. Nun lag er da, er klemmte die Holzlatte quer gegen den von Geifer triefenden Mund der Bestie, diese jedoch hielt ihn schmerzhaft auf den Boden.

Der Sage nach müsse man den Schlüssel in die Brust des Todes rammen, doch wie sollte er das nun tun. Ihm versagten langsam die Muskeln.

Er riss eine Hand von dem Holz los, wodurch die Bestie das Gleichgewicht verlor und sich die Holzlatte ein wenig in den Hals bohrte. Der Schnitt war tief genug. Kaydon griff in seine Tasche und schlug den Schlüssel in die kleine Wunde der wolfsähnlichen Gestallt. Der Schlüssel begann zu leuchten und die Bestie löste sich langsam auf. Was zurück blieb war eine kleine Schatulle. Er richtete sich auf und stöhnte vor Schmerzen. Er griff nach der Schatulle und schaute sie sich genauer an. Sie war schwarz und in ihr steckte der Schlüssel. Es war zu verlockend. Was war in dieser Kiste. Er öffnete sie einen Spalt und blickte hinein, als ein Schatten nach ihm griff und er in die Kiste gezogen wurde. Die Schatulle fiel zu Boden und auf ihr erschien ein blutiger Schriftzug. Der selbe Schriftzug der damals in dem Buch stand, dass Kaydon und seine Freunde gelesen hatten.

Genau dasselbe und es wird sich immer wiederholen. Bis zu dem Zeitpunkt an dem es niemanden mehr gibt und der Tod sein Ziel erfüllt hat!

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