FANDOM


Meine Augen öffneten sich und die warme Sonne schien mir auf mein Gesicht.Es war früh morgens,ich lag noch in meinem Bett und war total verschlafen.Ich richtete mich dennoch auf,denn ein Gedanke gab mir Kraft : Ab heute waren endlich Sommerferien! Ich sprang von meinem Bett und zog mich an so schnell ich konnte. Obwohl es noch sehr früh morgens war,hatte ich sehr viel Energie da ich wusste dass heute der erste Tag der Sommerferien ist und ich noch sechs weitere Wochen vor mir habe! Fertig angezogen machte ich mich auf den Weg die Treppe runter zur Küche,wo bereits meine Familie saß und ihr Frühstück genoss.Als meine Mutter sah das ich in der Küchentür stand fragte sie mich ob ich auch etwas Essen möchte.Ich lehnte dankend ab, ich wollte schließlich so schnell wie möglich raus und die Stadt erkunden. Wir waren gerade erst hierher gezogen,und ein paar neue Leute kennenzulernen oder ein bisschen die Stadt - wenn man es denn eine Stadt nennen konnte,denn von der Größe her war es viel mehr ein Dorf - zu erkunden.

Ich zog meine Schuhe an und stürmte aus der Tür,wobei ich fast einen Mann umrannte der genau vor unserer Tür stand. "Vorsicht!", rief der Mann.Als ich ihn schließlich anschaute und mich eigentlich entschuldigen wollte, brachte ich aber vor Verwunderung kein Wort raus. Er war ein Polizist. Was hatte ein Polizist bei uns zu suchen? Wir wohnten ziemlich abseits von dem Rest der Stadt und sehr nahe am Wald, hier passierte nie etwas.Hinzu kommt,dass wir gerade einmal vier Wochen hier wohnten. Ich dachte mir, es wird schon nichts Ernstes sein aber trotzdem war ich irgendwie neugierig weshalb er denn hier war. Ich ging aus dem Garten raus und versteckte mich in der Nähe hinter einem Busch - schließlich würde meine Mutter mit Sicherheit nicht wollen das ich lausche - sodass ich noch nah genug dran bin um etwas zu verstehen.Ich hörte wie sich die Haustür öffnete und der Polizist begann zu reden : "Hallo junge Frau, dürfte ich ein wenig ihrer Zeit in Anspruch nehmen? Ich möchte ihnen ein paar Fragen stellen. ". "Natürlich,kommen sie doch bitte herein.",antwortete meine Mutter. "Das wird nicht nötig sein,es dauert nicht lang",sagte der Polizist schließlich. " Also..." , begann er. "Es geht darum,das in der Gegend,nahe dem Wald im Moment merkwürdige Dinge geschehen. Menschen werden vermisst und manche sagen sie hören komische Geräusche aus dem Wald.Wissen sie etwas darüber, beziehungsweise ist ihnen selbst schon etwas derartiges aufgefallen?". "Nein eigentlich nicht...aber jetzt wo sie es sagen.Mein Mann ging vor 2 Tagen mit dem Hund spazieren und er sagte er hätte schwören können gehört zu haben, wie Minenarbeiter auf Felsen einschlagen. Ich fand es lächerlich und auch mein Mann meinte er hätte es sich sicher eingebildet aber ... " , "Dankeschön das reicht mir , sie haben uns sehr geholfen. Das von ihnen Gesagte stimmt mit dem von den anderen Bewohnern überein. Ich verabschiede mich, danke das sie sich die Zeit nehmen konnten!". Bevor meine Mutter etwas sagen konnte dehte der Polizist sich um und rannte zu seinem Polizeiwagen, stieg zügig ein und fuhr sofort los.

Meine Mutter hatte es vielleicht nicht mehr gesehen, aber er sah ziemlich geschockt aus. Was war das denn für eine Aktion? Menschen die verschwinden und komische Geräusche aus dem Wald... Ich wollte mehr darüber wissen , also beschloss ich - wie ich es eigentlich schon die ganze Zeit vor hatte - in die Stadt zu gehen und mich durchzufragen ob jemand vielleicht etwas darüber weiss. Ich machte mich also auf den Weg in die Stadt, und es war alles extrem merkwürdig: An gefühlt jeder dritten Tür stand die Polizei und stellte den Leuten dieselben Fragen die sie auch meiner Mutter gestellt haben. Da muss echt etwas Großes hinterstecken, dass die Polizei da so einen Wind drum macht. Ich wand mich aber schließlich von der Polizei an den Haustüren ab und konzentrierte mich darauf, Fußgänger zu finden die meiner Meinung nach aussahen, als wüssten sie etwas über jüngste Geschehnisse.

Schließlich fragte ich mich durch, erst fragte ich eine junge Frau die ganz offensichtlich einer Bauernfamilie abstammte. Sie schaute mich nur an als sei ich gestört und ging weiter ohne mir zu antworten. Als zweites fragte ich einen Jugendlichen, den ich schon oft in meiner Strasse gesehen hatte und er sagte mir er wüsste nichts genaues darüber aber er habe selbst schon etwas davon gehört das im Moment komische Dinge passierten. ich fragte mich immer weiter durch, und nach ungefähr 10 oder 15 Leuten gab ich auf, es schien keinen Sinn zu haben. Ich war gerade auf dem Heimweg als ich schnelle Schritte hinter mir hörte, ich drehte mich um und erschrak als auf einmal ein Mann vor mir stand.

"Ich habe gehört wie du gerade Fußgänger befragt hast, ob sie was über die jüngsten Ereignisse wissen. Ich kann dir vielleicht ein wenig darüber erzählen." , sagte der Mann. Ich nickte zustimmend, und wir setzten uns auf die nächstgelegene Parkbank. "Es gibt eine Sage in dieser Stadt. Es wird erzählt das früher bei Vollmond wie hypnotisiert , immer genau 10 Männer in Arbeitsklamotten und mit einer Spitzhacke in den Wald gingen und nie wiederkamen. Als die Behörden immer mehr darauf aufmerksam wurden und Schritte einleiteten - wie zum Beispiel das Bewachen von Häusern in denen Männer lebten - konnten sie das Meiste verhindern. Bis heute. " , er schwieg kurz. "Vor genau einem Monat ging es wieder los. Es war Vollmond und aus unserem Dorf verschwanden 10 Männer.Nur die wenigsten hier kennen die Sage,da die Familien von den verschwundenen Männern meist weitesgehend gestorben sind. Es ist nämlich schon 120 Jahre her seitdem es das Letzte mal passiert ist, und die Familien die etwas wussten sollten schweigen damit nicht alle Bewohner in Panik geraten. Dadurch das so wenig Menschen von dieser Sage - beziehungsweise diesen Geschehnissen - wissen, kümmert sich kaum einer darum. Die Familien von den Opfern die verschwunden sind müssen schweigen und somit erfährt es auch kaum einer. Die einzigen die es sonst wissen ist die Polizei, und da dieser Fall nicht geklärt werden kann kommt er einfach zu den Akten und wird auch nicht weiter behandelt. Denn es gibt ein Problem: Es gibt garkeine Mine in unserem Wald in der irgendwer arbeiten könnte. Es gab auch nie eine und es wurde mehrfach polizeilich gesucht ob irgendwo eine heimlich errichtet wurde aber Fehlanzeige. Falls du dich weiter dafür interessierst - ich würde dir nicht raten dich weiter damit zu beschäftigen - geh in die Bibliothek. Wenn du vorne an dem Infoschalter einen Herrn Meyer nach einem Buch namens -Die Sage der einsamen Minenarbeiter- fragst und erwähnst das ich dich geschickt habe, wird er dir das Buch zeigen. Es reicht aus wenn du sagst Herr Bardyn hat dich geschickt. Ich muss jetzt weiter, erzähl keinem von diesem Gespräch. Wir haben uns niemals gesehen." Bevor ich irgendetwas dazu sagen konnte verschwand er so schnell er konnte, ohne sich auch nur ein einziges Mal umzudrehen und ohne mir auch nur auf Wiedersehen zu sagen.

Verwirrt machte ich mich auf dem Weg zur Stadtbibliothek. Ich wusste schon wo sie ist da ich auf dem Schulweg schon mehrfach daran vorbeigelaufen bin. Dort angekommen ging ich zum Infoschalter und erkundigte mich nach Herrn Meyer. Die Frau am Infoschalter bei der ich mich erkundigt hatte verschwand in einen Raum hinter dem Schalter und kam nicht wieder raus, stattdessen war es Herrn Meyer der sich nun blicken lies. " Was kann ich für sie tun? " fragte er. Ich erzählte ihm von meiner Begegnung mit Herrn Bardyn und das er gesagt hatte, das ich mich an Herrn Meyer wenden soll wenn ich noch mehr erfahren will, da ich nur von ihm das Buch über die Sage der einsamen Mitarbeiter bekomme.Erst regte sich Herr Meyer gar nicht und schaute mich nur verdutzt an, aber schließlich sagte er mir ich solle ihm folgen und er führte mich in einen Gang aus Bücherregalen und wir blieben ganz am Ende des Ganges stehen. Er schob ein paar uninteressante Bücher zur Seite mit Titeln wie "Im Winde verweht" oder "Vampire Romance" , und holte dahinter ein Buch vor. Es war das Buch über die Sage der einsamen Minenarbeiter. Gar nicht mal so dumm das hinter anderen Büchern zu verstecken, dachte ich, denn bei den Titeln nimmt diese bestimmt keiner aus dem Regal. Er gab es mir in die Hand und sagte nur: " Alle Menschen die sich bisher mit dieser Sage beschäftigt haben, sind entweder verschwunden,gestorben oder verrückt geworden. Nur als Warnung an dich. Ich möchte dieses Buch in einer Woche spätestens wiedersehen,unbeschadet. Versteck das Buch gut und erzähl keinem von der Sage!". Genauso geheimnisvoll wie Herr Bardyn ging er einfach wieder in den Raum hinter dem Infoschalter und tat so als hätte er mich nie getroffen. Ich flitzte nach Hause - das Buch in der Hand - und schloss mich in meinem Zimmer ein.

Ich schlug das Buch auf, es war alt und verwittert wodurch ich nicht alles lesen konnte. Hinzu kam, dass ich vieles schon durch das Gespräch mit Herrn Bardyn wusste und somit vieles übersprungen habe. Dennoch, einiges was ich noch nicht wusste beinhaltete das Buch.Ihn dem Buch stand, das die Sage wie folgt endstand: Es gab mal einen versteckten Minenschacht in dem Wald Nahe Idyrr (Heute:Mein Wohnort,Dornstadt),den wir entdeckt haben. Wir hatten es niemandem gesagt, da der Wald unter Naturschutz stand und selbst die Minen dort erhalten bleiben sollten so wie sie sind. Allerdings war uns -einer gruppe von 10 Leuten - und auch den andern Dorfbewohnern sehr wohl bewusst das wir eine Mine sehr gut gebrauchen konnten. Wir bekamen kaum Gestein, Eisen und andere Rohstoffe aus den benachbarten Dörfern da unser Dorf nie wirklich beliebt war. Die anderen fanden es schon immer rätselhaft und unheimlich wodurch sie ziemlich abgeschreckt waren und nichts mit uns zu tun haben wollten. Also beschlossen wir in die Mine zu gehen und heimlich Rohstoffe abzubauen zum Wohl der Stadt Idyrr. Ungefähr ein Jahr lang ging es gut und wir konnten sehr viele Rohstoffe abbauen und somit das Leben für viele verbessern. Bis einer aus unserer Minenarbeitergemeinde auf einmal nicht gekommen ist. So arbeiteten wir alleine weiter, da wir dachten er würde schon nachkommen. Wir waren im Recht, allerdings war es anders als geplant: Er kam wieder, sprengte jedoch die Mine. Mit uns darin. Wir waren nicht sofort tot, allerdings kam nirgendwo mehr Sauerstoff in die Mine und von den harten Arbeitstagen waren die Spitzhacken so abgenutzt das wir uns nicht mehr nach draußen graben konnten. Wir schworen dem Verräter unseres Kreises ewige Rache.

Ab hier war alles weitere unlesbar. Als ich aufhörte zu lesen, merkte ich das ich schweißgebadet war und zitterte. Ich musste mich selbst davon überzeugen das dieser Minenschacht tatsächlich irgendwo noch existiert, doch wie? Ich blätterte nochmal durchs ganze Buch ob da irgendwo eine Karte enthalten war die verrät wo sie gegruben hatten - Fehlanzeige. Ich schmiss das Buch gegen die Wand. Es prallte ab und lag nun geöffnet auf Meinem Fußboden. "Nanu?" , sagte ich. Als die Sonne auf die aufgeschlagene Doppelseite des Buches fiel, sah ich etwas auf der Seite die noch vorher leer war: Es war eine Karte! Schnell zeichnete ich sie ab, da die Sonne ja nicht immer draufscheinen konnte wenn ich im Wald war und packte die Zeichnung in meinen Rucksack. Ich packte mir außerdem eine Taschenlampe und einen Hammer ein den ich aus der Werkstatt meines Vaters habe. Ich lief aus dem Haus und so schnell wie möglich zum Wald.

Am Waldanfang angekommen , folgte ich den Wegen die auf der Karte eingezeichnet waren und fand mich schließlich vor einem Haufen Steine wieder. Ich dachte mir das dass vielleicht die Mine sein könnte, sie ist ja schließlich eingestürzt. Doch die Steine waren zu groß als das ich sie mit meinem großen Vorschlaghammer irgendwie bewegen oder schädigen könnte. Doch irgendwie mussten ja die Bewohner die Nachts immer dahin gingen auch reinkommen. Da kam mir eine Idee: Ich warte bis heute Nacht! Es wird eine Vollmondnacht sein, das habe ich in den Nachrichten gehört. Ich entschied mich, tatsächlich zu warten. Ich wartete und wartete und wartete. Nichts passierte. Vielleicht war das alles doch nur ein Mythos, dachte ich und stand von dem Stein auf, auf dem ich die ganze Zeit saß. In dem Moment hörte ich Gestöhne und Schritte nördlich von mir . Ich versteckte mich hinter einem Baum , um etwas unglaubliches zu beobachten: Die 10 Männer hoben einzeln die Steine, die sicherlich eine Tonne wogen, einfach so hoch! Ich konnte nicht glauben was ich dort sah. Sie gingen alle in die Mine rein und ich folgte dem letzten Mann unauffällig. Ich ging in die dunkle Öffnung, fiel einige Sekunden und schlug schließlich auf dem Boden auf. "SCHEISSE" , rief ich. Ich wusste nicht wo ich war, aber eins war klar : Meine Beine waren gebrochen. Soviel steht fest. Ich tastete mich mit den armen voran und verließ mich dadurch das es stockduster war auf mein Gehör. Überall hörte ich Gestöhne das sicherlich durch starke Anstrengungen ausgestoßen wurde und Spitzhacken, die auf Stein einschlugen. Auf einmal merkte ich, wie eine Spitzhacke in mein Rückrat einschlug.Und noch einmal.und noch einmal. Mir wurde komisch. das Letzte was ich hörte bevor ich starb war eine Stimme die nicht Menschlich war,die folgendes sagte: "Ihr Menschen seit solche Narren!Erst diese Bergarbeiter, die meinen sie könnten meine Mine besetzen und dann diese ständigen Spione die der Sage glauben schenken und denken irgendetwas ausrichten oder entdecken zu können was von Wert wäre! Armer Junge, eins sag ich dir: Diese Arbeiter wurden nicht von ihrem Freund veraten wie sie es dachten, ich habe die Mine gesprengt und sie zu meinen untoten Sklaven gemacht! Genau dasselbe ist auch mit den Idioten die vor dir hierher kamen passiert, und so wird es nun auch dir wiederfahren!MUHAHAHAHAHA". Alles wurde schwarz,der Tod griff nach mir und ich schlief ein und wachte nie wieder auf.

Creepypasta von FaTaLiiTy98

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki