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Teil EinsBearbeiten

Eines Tages, es war Samstag, machte ich mich auf, den Flohmarkt zu besuchen, um nach Schnäppchen zu suchen. Sicher, man kann nicht immer supertolle Ware für einen Spottpreis ergattern, aber die Chance besteht und deshalb probiere ich es Woche für Woche wieder.

Der Flohmarkt fand an diesem Tag mal wieder auf dem Parkplatz einer bekannten Supermarktkette statt. Etliche Stände bogen sich unter wahren Bergen von Waren. Ich beschloss, mir zunächst die Stände die den Hang hinauf aufgebaut sind anzusehen. Denn dort war ich bereits mehrere Male fündig geworden.

Die Stände waren alle nicht mehr allzugut in Schuss. Altes Holz knarrte und verrostete Tragebalken quietschten. Das ganze erzeugte eine leicht gruselige Atmosphäre.

Mir fiel sofort ein Uhrenstand auf – Ich war schon länger auf der Suche nach einer Taschenuhr. Hinter dem Stand saß ein ältlicher Herr mit Baskenmütze. Ich hatte ihn hier noch nie gesehen. Ich ging also an seinen Stand und betrachtete die ausgelegten Uhren.

„Na, sieh mal einer an. Ein Kunde!“ Ich erschrak leicht und der Händler musste es gesehen haben denn er sagte: „Nana. Musst ja keine Angst haben. Was suchst du denn, vielleicht kann ich dir helfen.“

„Naja..“ begann ich zögerlich. „Ich suche eine Taschenuhr.“ „Eine Taschenuhr? Na dann komm mal mit.“ Er bedeutete mir, hinter den Stand zu kommen. „Irgendwelche besonderen Wünsche?“ „Nein, ist meine erste Taschenuhr. Ich wollte mir erst mal angucken, was es da so alles gibt.“

Lächelnd zeigte er mir seine Taschenuhren. Jedoch sahen die alle so aus, als würden sie jederzeit auseinanderfallen. „Haben sie vielleicht noch was stabileres?“ fragte ich den Händler, der auch schon zu seinem Wagen eilte und mich rief.

Als ich ankam, wühlte er eifrig in seinem Kofferraum. Er beförderte eine kleine rote Schatulle zu Tage. Sie war mit schwarzem Samt ausgekleidet und in ihrem Inneren lag eine kleine schwarze Taschenuhr.

Der Deckel erinnerte an einen Spinnenkopf. Acht kleine schwarze Edelsteine waren in den Deckel eingepasst und glänzten. Die Innenseite des Deckels war mit Ornamenten ausgefüllt und es war auch ein Clip zum befestigen von einem kleinen Foto vorhanden.

Dann war da selbstverständlich noch das Uhrwerk. Das Zifferblatt war blutrot und die Zahlen giftig grün. Die Zeiger allesamt lang und dürr, an Spinnenbeine erinnernd. „Schön, nicht?“ meinte der Händler. „Eigentlich ein Erbstück von meinem Urgroßvater. Er war Uhrmacher.“ Er drehte die Uhr in seinen Händen. Auf der Rückseite prangten kleine Einrisse, wie von winzigen Klauen verursacht.

„Na, Interessiert?“ fragte der Händler. „Schon.. aber.. das kann ich mir doch gar nicht leisten.“ Der Händler grinste breit. „Dann werde ich sie dir eben schenken.“ „E-Ehrlich?“ stammelte ich angesichts diesen tollen Angebots.

„Ja, ehrlich. Ich brauche sie ja nun nicht mehr.“, mit diesen Worten drücke er sie mir in die Hände. „Und jetzt, sieh zu, dass du von hier wegkommst.“ „A-aber wieso denn?“ „Bist du nicht zufrieden mit der Taschenuhr? Dann gib sie eben wieder her, ich hab kein Problem damit, sie zurückzunehmen.“ „Äh.. nein, ist schon gut, danke nochmal.“ rief ich ihm zu und machte mich auf den Weg nach Hause.

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