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Kapitel 1: Leuchtturm

Um das Boot herum schlagen Wellen auf. Immer noch starre ich auf das Foto, welches ich von Lucy bekommen habe. Genau dieses Foto habe ich dem Bürgermeister von Portland gezeigt. Er hat dabei ein mulmiges Gefühl bekommen und jetzt? Nun bin ich mit drei Mitglieder unterwegs zu einem neuen Fall: Der Leuchtturm nahe Rock Bay. Es soll angeblich verflucht sein und genau das wollen wir herausfinden. Vielleicht klärt es sich noch auf oder er ist vielleicht doch verflucht.

"Noch ein paar Minuten bis zu unserem Ziel", sagt unser Bootsmann.

Ich nicke nur und erkenne die Silhouette vom Leuchtturm. Wieder schlägt eine Welle gegen das Boot, diese ist jedoch nicht sehr stark. Jay und Vincent halten sich fest, während Leon übel wird. Ihn hat die Seekrankheit erwischt. Nun wendet das Boot und wir erreichen einen kleinen Gürtel aus Felsen und Gesteinen. Als der Bootsmann das Boot durch eine Öffnung durchfahren lässt, sehe ich den Leuchtturm, wie er immer näher kommt. Leon steht langsam auf und versucht dabei nicht zu kotzen. Ich sehe die spitzen Felsbrocken, diese umgeben den Leuchtturm. Einer Legende nach sollen in der Umgebung der Felsen Geister herumirren. Verlorene Seelen, die einst an dieser Stelle gestorben sind. Sogar ganze Geisterschiffe und Boote sollen dort gesichtet wurden sein.

Das Grollen des Donners ist langsam zu hören. Es zieht ein Sturm auf, das Wasser wird langsam unruhiger. Wir alle müssen anpacken, damit wir unsere Ausrüstung vor dem Sturm in den Leuchtturm gebracht haben. Wir legen an einem alten Steg an. Während der Bootsmann und Leon die Ausrüstung ausladen, bringen ich, Jay und Vincent diese hinein. Die ersten Blitze zucken am grauen Himmel, während die Regentropfen auf uns prasseln. Nachdem wir auch endlich den Rest hinein gebracht haben, gehe ich zu dem Bootsmann hin.

"Wann können sie uns abholen?", frage ich den Mann.

"Wenn der Sturm aufgehört hat. Das bedeutet morgen", gibt er mir als Antwort.

"Okay. Dann bis morgen. Hier ist das Geld, der Rest kommt morgen", sage ich.

Der Bootsmann nickt und macht dann sein Boot wieder bereit. Ich sehe nur noch die Umrisse seines Bootes und dann verschwindet er langsam aus meinem Blickfeld. Über mir wird es immer dunkler und der Sturm wird immer stärker. Schnell sprinte ich hinein und schließe die Tür. Billy hat mir vor der Abreise gesagt, dass wir ein Funkgerät haben, damit wir mit den Leuten am Land reden können. Ich hoffe nur, dass es keine Probleme geben wird. Leon und Vincent bauen alles auf. Die Kameras mit dem Blickwinkel auf die angeblich verfluchten Felsen und auf das Meer. Draußen an den Büschen sehe ich die Stärke des Sturms. Er scheint pro Minute stärker zu werden. Das ist kein gutes Zeichen. Ich bete, dass es bis morgen besser wird.

Kapitel 2: Mitten im Sturm

Ich höre das Prasseln der Regentropfen, die auf den Boden aufschlagen. Mit der Taschenlampe erleuchte ich den Gang, der zu der Zentrale führt. Dort soll einer der Wärter ein Logbuch geführt haben. Die letzten paar Buchstaben, die er je geschrieben hat, heißen: SOS. Ein ungutes Gefühl steigt in mir auf, besonders dann, als ich leise Stimmen höre. Bilde ich es mir nur ein oder höre ich wirklich Stimmen? Mit leisen Schritten nähere ich mich dem Tisch, wo das Buch drauf liegt und hebe es hoch. Ich blättere es kurz durch und sehe das einige Seiten rausgerissen worden sind. Bei den ersten Seiten hört sich noch alles in Ordnung an, meistens beschreibt er die Anzahl der Schiffe, die er gesehen hat. Doch bei den letzten Seiten wird es immer schräger. Bei Seite 130 beschreibt er, dass seltsame Laute außerhalb des Turms zu hören sind oder das komische Erscheinungen zu sehen sind. Auch das sich urplötzlich eine dichte Nebelwand bildet, die einen grünlichen Ton annimmt. Aber am meisten bereitet mir Sorgen, dass er immer wieder schreibt, ein Geisterschiff gesehen zu haben. Ein lautes Poltern lässt mich erschrecken und ich leuchte in die Richtung, wo das Geräusch herkommt.

Zitternd stehe ich an dem Türrahmen und versuche mir einzureden, dass es nix Außergewöhnliches gewesen ist. Doch es ist nicht ganz einfach, etwas nähert sich. Die lauten Schritte hört man sogar bis hierher. Doch es sind keine verlorene Seelen, die immer ein Seemann erzählt. Nein es sind nur Jay, Leon und Vincent, die sich mir nähern. Ich hoffe, dass einer von denen aus Versehen etwas umgeworfen hat.

"Hat einer von euch etwas umgeworfen?", frage ich sie.

"Nein, hat keiner von uns", gibt Jay als Antwort.

Nun stellt sich die Frage, wer es gewesen ist. Natürlich können sie mich auch anlügen, doch wieso sollten sie es tun? Ein lauter Knall lässt uns alle gleichzeitig zusammenzucken und erst jetzt bemerken wir, dass es der Donner ist. Rote Blitze zucken am Himmel und Blut regnet herab. Wartet, einen Moment mal. Seid wann regnet es Blut und die Blitze sind in einer rötlichen Farbe zu sehen? Ich blätter nochmal auf die Seite 131. Der Wärter hat beschrieben, dass er draußen Blutregen und rote Blitze gesehen hat und es sich nicht erklären kann. Genau das passiert auch hier gerade.

Wir gehen mit besonderen Kameras nach oben. Diese hat Vincent vor einem Monat gebaut. Sie können durch die veränderte Lichteinwirkung Geister besser sichtbar machen. Aber genaueres kann ich nicht sagen.

"Hey, eine der Kameras hat etwas aufgenommen", erzählt Vincent plötzlich.

"Wirklich?", frage ich.

"Ja. Es wird mir automatisch angezeigt", lässt er als Antwort geben.

Ich sage zu Jay und Leon, sie sollen oben alles fotografieren, wo am meisten Geister befürchtet werden. Gemeinsam mit Vincent gehen wir zu der Kamera 3 und wollen uns die Aufnahme mal ansehen. Diese Kamera ist auf das Meer gerichtet und soll das angebliche Geisterschiffe aufnehmen. Mittlerweile hat sich ein dichter Nebel gebildet und lässt einen Blick nach draußen nicht gewähren. Vincent macht die Kamera an, schaut sich das Foto an und ist dabei sehr unruhig. Er übergibt mir die Kamera und auch ich sehe es. Man sieht deutlich die Silhouette eines Schiffes, welches sich im Nebel versteckt. An den Seiten des Schiffes hängen Leichenteile herab, die an Ketten befestigt sind. Am Bug hängt die Leiche einer Frau, beim Näherranzoomen wird mir langsam übel. Das Kleid der Frau ist komplett zerrissen. Ketten und Nägel wurden in ihren Knöchel und Handgelenke gestoßen und der komplette vordere Teil ist aufgerissenen. Rippen hängen gebrochen von ihrem Körper herab und Blutfäden zwängen sich durch sie durch. Das komplette Gesicht ist ausgehöhlt. Kleine Massen ihres Gehirns kleben an ihrem nackten Körper.

Mir wird es langsam zu viel, ich hoffe nur, dass es bald zu Ende gehen wird.

Epilog: Nach dem Sturm

Vom Horizont aus sehe ich, wie die Sonne aufgeht. Ich atme eine leichte Brise ein und höre, wie Seemöwen über mir kreischen. Mit einem Blick nach Rechts sehe ich etwas an einem der Felsen. Mit langsamen Schritten näher ich mich und sehe, dass es sich um Fußabdrücke handelt. Wie sind die nur hergekommen? Wir sind die ganze Nacht aufgeblieben und haben nix gesehen. Etwas scheint im Meer zu schwimmen. Beim genaueren Hinsehen erkenne ich die Gestalt eines Mädchens...

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