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In Sicherheit?

„Komm zu mir! Ich warte. Ich habe ein Geschenk für dich!“

Okay, jetzt bloß keine lauten Geräusche machen. Sie wartet. Besser gesagt, ES wartet. Es will mit mir das Gleiche machen wie mit Papa. Mir rollt eine Träne über die Wange. Papa. Ich sehe immer noch das ganze Blut.

„Wo bleibst du denn? Komm schon“

Ob ich es schaffe, die Polizei zu rufen? Wohl kaum. Dann muss ich aus dem Schrank raus in den Flur. Zu gefährlich. Verdammt. Ich sitze hier fest.

„Ich will dir doch nichts Böses.“

Papa

Tja, das hast du Miststück auch Papa gesagt, während du ihm die Nagelfeile ins Bein gestochen hast! Scheiße! Bloß nicht hyperventilieren. Ein- und ausatmen. Ein und aus. Ein. Aus.

„Lass mich nicht so lange warten! Ich weiß doch, dass du mich hörst.“

Ich höre ein Klopfen. Wahrscheinlich gegen die Zimmertür. Shit! Es ist hier? Im Raum? Okay, beruhige dich. Du bist sicher. Es knarrt. Es hat sich auf mein Bett gesetzt. Egal, solange es nicht den Schrank aufmacht. Ich höre, wie es anfängt, ein Messer zu schleifen. Es schleift jetzt schon seit 3 Minuten. Die Uhr ist so unheimlich laut, dass ich die Sekunden unabsichtlich mitzähle.

Mein Ende

„Komm jetzt raus!“

„Wah!“ Ich bemerke einen stechenden Schmerz zwischen den untersten Rippen. Scheiße! Es hat mich gehört! Verdammt! Die Schranktür öffnet sich.

„Da bist du ja. Du hast mich je ganz schön warten lassen. Jetzt bin ich ja da und kann mich um deine Erziehung kümmern.“

„Du! Du wirst nie meine Mutter sein! Du warst es nie! Du bist es nicht! Und du wirst es auch ganz sicher niemals sein!“ Meine Stimme klang sehr selbstbewusst. Ich stand auf und roch das billige Parfüm meiner sogenannten Stiefmutter.

„Wieso bist du immer so böse zu mir? Was hab ich dir getan? Weißt du, dass Worte verletzen können?“

Ich schaue auf meine Wunde. „Weißt du, dass Messer verletzen können? Weißt du, dass du die Person getötet hast, die dich mehr liebte als alles andere? Weißt du, dass du einen wundervollen Vater getötet hast?"

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Ich fing an zu husten. Die Frau fing an, ihren Fingernagel in meine Wunde zu stecken. Natürlich wehrte ich mich. Doch das macht es noch schlimmer. Als ich sie endlich zu Boden gestoßen habe, trete ich kurz auf sie und renne in den Flur, die Wendeltreppe hoch und zur Haustür. Endlich draußen an der Straße! Ich fange an zu lächeln. Noch ein stechender Schmerz. Ich gucke runter auf meinen Bauch. Das blutige Messer hat eine wunderschöne Farbe. Ich schaue ein letztes Mal hinter mich. „Du warst nie meine Mutter. Niemals!“

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