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„Nicht schon wieder…", schoss es mir durch den Kopf, während ich mich bückte, um meine quer über den Boden des Schulflures verteilten Bücher einzusammeln.

Auf dem frisch gebohnerten Fußboden war ich ausgerutscht und direkt auf die Nase gefallen. Es muss ausgesehen haben, wie eine Slapstick-Performance.

Hätte es nicht so weh getan, hätte ich vermutlich selbst über diese Vorstellung lachen müssen. Seufzend rieb ich mir die schmerzende Nase.

Wieder einmal machte ich mich zum Gespött meiner Freunde und Schulkameraden und stand, wie so häufig, ungewollt im Zentrum des Geschehens.

"Juliet du bist so ein Tollpatsch!", versuchte meine beste Freundin das laute Gelächter der anderen zu übertönen und deutete mit dem Zeigefinger auf mich.

Es kam häufiger vor, dass ich mich blamierte, daher war ich solche Lachsalven bereits gewohnt.

Dennoch fand ich es erstaunlich, dass meine Freunde es über sich brachten, so kurz nach der Entführung eines guten Freundes so unbeschwert lachen zu können.

Es war doch mehr als ein beunruhigender Fall. Es war erst wenige Wochen her, dass Gary auf seinem Heimweg entführt worden war. Spurlos verschwunden…Alles, was man fand, war seine Schultasche.

Sie versuchten wohl auch nur sich davon abzulenken. Es irgendwie aus dem Kopf zu kriegen.

Vermutlich wurde auch meinen Mitschülern Tag für Tag auf´s Neue eingeredet, dass sie es vergessen sollten, dass er wohl einfach nur umgezogen sei. Unsere Eltern und Lehrer hatten von Anfang an versucht, das Ereignis herunterzuspielen. Vermutlich, damit wir uns nicht fürchteten.

Auch wenn es mir ganz und gar nicht leicht fiel, stimmte ich in das Gelächter über mein Missgeschick ein, um die Stimmung nicht kippen zu lassen.

Wir verabschiedeten uns an dem großen Schultor und gingen unserer Wege. Das Wochenende stand vor der Tür. Endlich!

Beinahe jeder war allein unterwegs, nur ich nicht. Ich war mit der kleinen Lucy unterwegs. Mit ihren winzigen 1,50 m war sie die kleinste unserer Runde, aber unter all meinen Freunden meine liebste.

Unser Weg führte uns durch einen dichten Wald. Begeistert balancierten wir über einen Baumstamm. Lucy direkt vor mir.

Plötzlich schrie das Mädchen laut auf.

Mit einer Hand, die ich geistesgegenwärtig auf ihren Mund presste, hatte ich sie verstummen lassen. Mit einem Ruck zog ich mein Messer aus ihrem zarten Rücken. Langsam näherten meine Lippen sich ihrer Wange und verharrten dicht an ihrem Ohr.

Mein Tonfall war zuckersüß, als ich ihr unbarmherzig zuraunte:

"Du bist so naiv, kleine Lucy...genau wie Gary.

Ihr hättet einfach nicht lachen dürfen..."

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Neue CP, basierend auf dem Beginn der unvollständigen CP Medusa

Original verfasst von Kurohatsu

Autoren (in alphabetical order): Sicanda und Vanth_yt

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