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Teil 1: Ein wunderbares Zuhause

Teil 2: Pechschwarz, kein Gesicht

Teil 3: Kein Liebesbrief

Teil 4: Ein breites Grinsen

Teil 5: Erleichterung


Als ich aus meiner Ohnmacht wieder aufgewacht war, war Jack nicht mehr da...
Meine Schulter und mein Arm schmerzten wie verrückt, aber ich konnte keine Bissspuren erkennen. Auch das Blut war weg.
Es wunderte mich jedoch nicht besonders, in letzter Zeit war nichts mehr normal. Logik war fehl am Platz...

Eigentlich ist es sowieso unwichtig...

Das Ganze ist nun genau eine Woche her. Ich habe Jack in den letzten Tagen zwar nicht gesehen...

Aber ich wusste, dass er da war.

Er ist die ganze Zeit da!
Seine Anwesenheit treibt mich in den Wahnsinn! Ich höre ihn, wenn draußen der Wind an den Ecken vorbeipfeift, wenn die Türen schlagen, die Bäume und Büsche vor dem Haus rascheln... Ich weiß, er sieht mich, wenn ich schlafe... Er ist im Spiegel, ich weiß es. Er versteckt sich vielleicht, aber ich merke, dass er dort im Spiegel hinter mir steht. Er ist in den Wänden, kratzt und scharrt. Überall Geräusche! Es knackt am Tag und in der Nacht unter den Dielen. Die Vorhänge bewegen sich, wenn er vorübergeht. Aus dem Schrank, blickt er nachts hervor, mit seinem abscheulichem Grinsen...

Dieses Grinsen!

Und seine Augen... Weit aufgerissen. Aufgerissen! Fröhlich! Und doch so emotionslos und kalt wie nichts auf dieser Welt...
Er ist hier! Aber meine Augen können ihn nicht fassen... Nur mein Geist...

Und jetzt?
Jetzt sitze ich hier... Mitten in der Nacht. Ich habe alles aufgeschrieben was ich weiß...
Das war das letzte was mir übrig geblieben ist.

Ich hab es vermasselt. Wir hätten Freunde sein können, er hatte Recht... Alles wäre wieder gut gewesen, so wie früher...
Aber ich habe alles kaputt gemacht.
Ich bin ein Nichtsnutz!

Ich wusste, dass er heute Nacht kommen wird. Und ich weiß, dass er jetzt da ist. Er steht da. Die Tür hinter mir war noch zu, jetzt ist sie offen.
Er hat nicht geklopft, diesmal nicht...

Wenn ich darüber nachdenke... dann ist es nicht so schlimm...

Er hatte doch von Anfang an Recht, nicht wahr?
Meine Eltern waren enttäuscht von mir...
Dr. Steynberg war enttäuscht von mir...
Jennifer konnte ich niemals das geben, was sie wollte...

Ich hatte keine Freunde, damals...
Ich habe keine Freunde, heute...

Der einzige, der immer da war... war ER.
Jack...

Damals ging es mir gut. Doch als Jack fort war, ging es mir schlecht...
Ich war allein!

...

Jetzt knackt es wieder.
"Knack... Knack... Knack..."
Ganz leise und sanft.

Die Schritte auf dem Holzboden.
Sollte ich mich umdrehen? Nein... Ich weiß es doch schon längst...

Aber... die Vorstellung gefällt mir langsam.
Ich habe keinen Platz mehr in dieser Welt... Keinen Nutzen.
Jack wird mich an einen Ort bringen, an dem ich wieder froh sein kann.

Ich bin ihm dankbar dafür, was für eine wunderbare Erleichterung.

Jetzt spüre ich es... Seine Hand liegt auf meiner Schulter.
Sie gleitet mir über den Nacken... streicht mir liebevoll durch die Haare.

Seine Hand ist warm...

Es ist Zeit...
Warum sollte ich mich wehren?

Er war doch schon immer da... Von Anfang an, hat er mich begleitet...
Und jetzt, wo das Ende kommt. Da ist er auch da. Und er begleitet mich...

So gesehen, war er doch...

... ein Freund für's Leben.

Blood splatter 3-sc








Towerofsilence (Diskussion) 12:32, 19. Sep. 2014 (UTC)


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