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Hallo, werte Leser dieser Internetplattform,

Ich möchte mit dieser Geschichte, hier auf dieser Internetseite, ein Geständnis abgeben und mich bei allen Menschen entschuldigen, die ich verletzt habe. Für alle, die sich jetzt wundern, gehe ich am besten zum Anfang über.

Mein Name ist Matt, Matt Müller, um genau zu sein. Ich bin oder besser, ich war, Student an einer Fakultät, welche sich mit den Künsten beschäftigt hat. Nicht die Beste, aber auch nicht die Billigste. Für meine mittelmäßigen Verhältnisse reichte es aber. Sie fragen sich sicher: "Wenn das ein Geständnis sein soll, warum erzählt er uns von seiner Schule?" Nun, lassen Sie es mich erklären.

Sehen Sie, ich musste für mein Studium das heimische Elternhaus verlassen und in eine billige Einzimmerwohnung für Studenten, Arbeitslose und Kleinkriminelle unterkommen. Anders als mein Studienplatz, war meine Unterkunft schon recht billig und man konnte den dreistelligen Wert ansehen. Die Heizung wärmte überhaupt nicht, es gab keine richtige, abgeschlossene Haustür und im Treppenhaus mischten sich die Düfte von Urin, Erbrochenem und billigem Fusel. Die Wohnungen lagen alle wie Hotel- oder besser Motelzimmer nebeneinander und die Wände waren dünn, sehr dünn.

Bevor Sie sauer werden und sagen, dass ich Sie mit nutzlosen Informationen bereichere, diese Wände sind der Grund, warum ich überhaupt diese Wörter niedertippe.

Ich kann mich nicht mehr an das exakte Datum erinnern, es war, wenn ich recht entsinne, in der Mitte meiner Studienzeit. Nebenan zog ein neues Gesicht ein und wirklich alles an ihm schrie "Individuum, von dem man sich besser fernhält". Seinetwegen waren meine sonst so ruhigen Abende mit Stöhnen und schmutzigen Wörtern gestört. Jede Nacht verließ eine andere spärlich bekleidete Frau seine Wohnung. Jeden Abend schlug sein Bett gegen die Wand, hinter der sich, unglücklicherweise, mein eigenes Bett befand.

Eines Nachts, zwei Monate nach seinem Einzug, wenn ich mich richtig erinnere, passierte es dann. Ich wurde von einem Geräusch aus meinem Schlaf gerissen und konnte von irgendwoher ein Klopfen vernehmen. Ich erkannte schnell, dass das Klopfen von der Wohnung dieses Mannes kam. Immer wieder hörte man:

Klopf Klopf Klopf

Klopf-Klopf-Klopf

Klopf Klopf Klopf

Es ging so vier Nächte lang. Immer hörte man am Abend nur das laute Treiben von nebenan und dann wieder:

Klopf Klopf Klopf

Klopf-Klopf-Klopf

Klopf Klopf Klopf

In der vierten Nacht bemerkte ich, dass das Klopfen immer schwächer wurde. Immer schwächer und schwächer, bis es irgendwann komplett verstummt war. Mit einem Lächeln legte ich mich wieder ins Bett. Diese Nacht schlief ich endlich ruhig.

Als ich am nächsten Tag nach Hause kam, entdeckte ich das Polizeiauto vor unserem Haus. Das wäre nichts neues gewesen, es passierte bei unseren Anwohnern häufig, dass die Polizei kam. Nur dieses Mal war es anders, es waren ein Krankenwagen und ein Ärzteauto vor Ort. Ich fand einen Polizisten und erfuhr, was passiert war. In der Nachbarswohnung hat man eine Leiche gefunden, der Nachbar war spurlos verschwunden. Sie starb an Erschöpfung. Man fand sie gefesselt an dem Bett vor und, wie ich es später in den öffentlichen Nachrichten erfuhr, fand man auch Spuren einer Vergewaltigung. Das Schlimmste aber war, dass man ihren Mund zugenäht hatte. Am seltsamsten aber war, dass ihre Fingerknöchel komplett rot und teilweise auch blutig waren.

Da realisierte ich es und plötzlich traf es mich, wie ein Schlag:

Klopf Klopf Klopf

Klopf-Klopf-Klopf

Klopf Klopf Klopf


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