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Es war wieder einer dieser Tage. Ich stand morgens auf machte mich fertig für die Schule und machte mich sofort auf den Weg dorthin ohne zu frühstücken. Dort angekommen verlief  alles wie gewohnt. Ich setzte mich auf meinen Platz im Klassenzimmer und wartete darauf, dass der Unterricht anfängt. Wie aus dem Nichts knallten zwei Hände auf meinen Tisch. Es war Lilly. Sie war eine von den beliebten Mädchen auf unserer Schule. Ein hinterhältiges, falsches Stück wie aus dem Bilderbuche. Früher war ich mit ihr befreundet. Bis sie mich verraten hatte. Jetzt nutzt sie einfach nur jede Gelegenheit, um mich bloßzustellen und runterzumachen, was sie auch schafft. Jedes Mal aufs Neue. Ich war das Mädchen, dass sich nie gewehrt hatte oder Widerspruch leistete. Viele Menschen meinten, dass ich zu gutmütig anderen gegenüber wäre und das machten sie sich alle zunutze.

Lilly starrte auf mich hinab. So wie immer war ihr Blick arrogant und machte mich fertig. Hasserfüllt schaute ich zu dieser kleinen Schlampe hoch und versuchte Augenkontakt zu halten, scheiterte jedoch. „ Hey Riese!“ Ich zuckte zusammen. Dieser Spitzname. Sie nahm mein Gesicht mit ihrer Hand und zwang mich sie anzuschauen „ Hey ich hab mit dir geredet Miststück! Sieh mich gefälligst an, wenn ich versuche mit dir zu reden!“ Ich nickte langsam. Alle starrten mich an. Wut stieg in mir auf. So eine Fotze. Sie ließ mich los und grinste  höhnisch. Ohne zu zögern nahm sie meinen Ordner und warf ihn quer durchs Klassenzimmer. Alle meine Papiere flogen umher. Ich stand auf und fing an sie einzusammeln, während alle Schüler lachten und sogar einige Blätter zerrissen und weiter rumwarfen. „ Was soll das hier werden?!“ Unser Lehrer stand in der Tür und beobachtete das Geschehen. Sofort saßen alle auf ihren Plätzen. Nur ich kroch weiterhin auf dem Boden und sammelte das Papier auf.“ Nara! Du kommst heute zum Nachsitzen!“ Die gesamte Klasse kicherte „ Der Rest ist ruhig!“ Ich stand da. Nickte stumm. Als ich nach der Schule Zuhause angekommen war, ging ich sofort auf mein Zimmer und setzte mich an den PC. Ich öffnete meine Schultasche und sah, dass darin alles voll mit ekelhaften Schleim war. Ich wusste sofort wer damit etwas zu tun hatte. Dreckstück. Vollkommene Wut durchfuhr mich. Ich stand auf und warf meine Sachen wild durch die Gegend, bis ich nichts mehr fand, was ich werfen konnte. Ich ließ mich in meinen Stuhl sinken. Wandte mich dann an meinen Computer. Ein Fan von Übernatürlichen Dingen war ich schon immer gewesen und so liebte ich auch sogenannte „ Creepypastas“. Eine nach der anderen laß ich. Wünschte mir, dass diese Kreaturen bei meiner Schule erscheinen würden.

An meinem Fenstern liefen Regentropfen hinunter. Es stürmte draußen, was nicht sonderlich ungewöhnlich für diese Gegend war. Und im Gegensatz zu den meisten anderen liebte ich es wenn ein Sturm tobt. Ich verließ mein Zimmer und ging ins Badezimmer. Ich füllte das Waschbecken voll mit Wasser und starrte dabei in den Spiegel. Ich betrachtete mich eine ganze Weile, Meine Augen waren so finster und leer wie immer: einfach schwarz. Mein schwarzes Haar ,welches mir bis über die Brust geht, hing über mein Gesicht. ich band es zurück und tauchte mein Gesicht in das eiskalte Wasser. Beim Auftauchen betrachtete ich erst das Wasser für eine Weile und hob dann meinen Kopf. Ich erschrak bei dem was ich hinter mir im Spiegel sah, und drehte mich schnell um, doch hinter mir war nichts. Als ich mein Gesicht abgetrocknet hatte, ging ich nach unten.  Sofort warf mir meine Jacke über und nahm meinen Schlüssel. Ich verließ das Haus und setzte mich draußen auf eine überdachte Bank, ich genoss den Sturm und entspannte mich für eine Weile.

Nach einer Weile stand ich auf um,  wieder ins Haus zugehen. Plötzlich schlugen zahlreiche Blitze um mich herum ein, doch keiner traf mich. Ich stand da vollkommen paralysiert und wagte es nicht mich zu bewegen. Nicht mal zwei Sekunden später fing es an furchtbar laut zu Donnern sodass ich zu Boden ging. Meine Ohren schmerzten. Ich schrie ununterbrochen weiter. Hielt meine Ohren fest. Irgendwann fehlte mir der Atem. Mein Schrei ging endlos weiter, als ob ich keine Luft benötigte. Ich öffnete meine Augen und  sah mein Spiegelbild in einer großen Pfütze. Meine Hände fuhren wild im Gesicht umher. Ebenso durch meine Haare .Ihre Farbe verlief  immer mehr vom tiefsten schwarz ins weiße hinüber und meine Augen veränderten sich ebenfalls. Meine Pupille wurde weiß und alles andere schwarz „w-was passiert hier mit mir?! Diese scheiß Schmerzen…sie sollen verdammt nochmal aufhören!!“ Ein weiterer Blitz schlug ein und ich fiel in Ohnmacht.

„Blutwerte sind normal. Puls ebenfalls. Organe alle intakt, bis auf….wie zur..?“

Das Piepen des Herzfrequenz-Messers holt mich aus meinem Schlaf. Mein Blick wandert von einer Stelle zur anderen. „W-wo bin ich hier?“ Meine Stimme klingt benommen. Langsam setze ich mich auf. Schmerzen durchfahren meinen Körper. Ich zucke zusammen. Ich presse meine Beine an den Boden und stemme mich mit den Armen hoch. Ich stehe. Ein Schwindelgefühl überkommt mich, doch ich bleibe stehen. „ Ein Krankenhaus…was ist´n passiert? Weshalb bin ich hier?“ Langsam bewege ich mich nach vorne. Jeder Schritt fühlt sich schwer an und ist anstrengend. Einige Minuten später ist es kein Problem mehr für mich umherzugehen. Also habe ich mich entschieden, dieses gottverdammte Krankenhaus zu verlassen. Auf dem Gang spricht mich eine der Krankenschwestern an „Entschuldigen sie, junge Dame! Sie sind noch nicht in der Verfassung um dieses Krankenhaus zu verlassen.“ Sie lächelt mich unsicher an. „ Zu schade….“ Ich stelle mich direkt vor sie, packe sie am Hals und drücke sie gegen die Wand. „….dass ich das gleiche von Ihnen behaupten kann.“ Die Krankenschwester atmet ein letztes Mal auf bevor sie leblos zusammen sackt. Während ich durch die Gänge streife und den Ausgang suche, entdecke ich eine Tür. Ich betrete diese und sehe einige Röntgenaufnahmen. Unter anderem ein paar von mir. Interessiert nehme ich diese und betrachte sie sorgfältig. Mein Blick bleibt an einer Aufnahme hängen und Schweiß läuft mir über die Stirn. „ Das kann nicht sein…Das ist unmöglich.“ Die Aufnahme zeigt meinen Brustkorb und die sich darin befindenden Organe. Eines fehlt. „ Was geht hier vor sich?“ An der Stelle an der sich die Lungenflügel befinden sollten, ist nichts außer Leere. Meine Knie werden weich. Das Herz fängt an zu rasen. „Das ist doch unmöglich…nein das kann nicht sein…das muss ein Fehler sein!“

Augenblicklich renne ich aus dem Raum hinaus und steuere direkt auf den Hauptausgang zu. Vor der Doppeltür warten mehrere Uniformierte Männer auf mich. Auf ihren Westen sind die Buchstaben „S.C.P“ zu erkennen. Wer zur Hölle sind die? Etwas weiter dahinter steht eine Frau im Anzug da und lächelt. Einige Männer laufen mir entgegen. Verdammt. Die hintere Reihe von Soldaten richtet Ihre Waffen auf mich. Ein riesen Fehler. Ruckartig bleibe ich stehen. Die Soldaten ebenfalls. Leiser Wind pfeift durch die Gänge des Krankenhauses und sofort sind alle Leute still. Ich grinse. Bösartig. Finster. Voll mit Hass. Einer der Soldaten fängt an nach Luft zu ringen und kippt nach wenigen Sekunden um. Tot. Wie bei einer Kettenreaktion passiert dies einem nach dem anderen. Drei der Männer versuchen aus dem Krankenhaus zu fliehen. Vergebens. Mit kleinen aber selbstsicheren Schritten gehe ich auf einen Soldaten zu, packe ihm am Hals und entziehe ihm seinen Atem. Er sackt Leblos auf den Boden. Ich wende mich an die Frau im Anzug „ Wer seid ihr?! Antwortet mir oder ich bringe euch alle um!“ Ein Krankes schon psychopatisches Lachen entspringt mir bei diesen Worten. Sie streckt mir Ihre Hand entgegen. „ Komm mit uns, dir wird es bei uns besser gehen. Wir können dir helfen.“ Stille. Bedrückende Stille. Dann, ein weiteres krankes Lachen meinerseits. Ich verzieh mein Gesicht zu einer grässlichen Fratze. „ Mir ist nicht mehr zu helfen!“ Mit diesen Worten stoße ich die Frau beiseite und laufe hinaus.

„ Wir bekommen dich schon noch kleines, alles eine Frage der Zeit“


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