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Du sitzt alleine auf dem Boden eines dunklen Pfades, unsicher in welche Richtung du gehen solltest. Du weißt nicht, wie viel Zeit vergangen ist, seit du hier sitzt oder ob die Zeit überhaupt vergeht. Irgendwie hast du alles  vergessen, auch wohin du reisen wolltest… und fragst dich, wer du bist.

Alles scheint in Nebel getaucht zu sein und die Farben sind verwaschen. Es ist, als ob irgendetwas nicht nur deine Erinnerung an deine Identität, sondern alle Erinnerung, selbst die an Farben, ausgelöscht hätte.

Noch eine eine Weile lang sitzt du einfach nur da, als du plötzlich ein Geräusch, ein trockenes Husten, hörst und aufsiehst.

Vor dir steht eine alte Frau oder vielleicht doch nur ein Schatten, der aussieht wie eine alte Frau. Denn du kannst kaum mehr als ein paar Umrisse erkennen. Dort wo sich, wahrscheinlich, ihre Augen befinden mussten, ist ein Glühen zu erkennen. Grade hell genug, um einige Details ihres Gesichts erkennen zu lassen.

Die Alte grinst zahnlos und fragt mit einem heiseren Kichern: „Nun hast du genug nachgedacht und willst mir jetzt endlich deinen dritten Wunsch sagen. Was soll es sein?“

„Dritter Wunsch?“, denkst du verwirrt. „Wie kann das der dritte Wunsch sein, wenn ich noch nicht einmal einen ersten und zweiten gehabt habe?“

„Du hattest bereits zwei Wünsche“, belehrt dich die Alte, die diese Gedanken gelesen zu haben schien. „Doch dein zweiter Wunsch war, alles wieder rückgängig zu machen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem du deinen ersten Wunsch ausgesprochen hast. Deshalb erinnerst du dich an gar nichts; weil alles wieder so ist, wie es vor deinen Wünschen war.“ Sie lacht hämisch. „Deshalb hast du nur noch einen Wunsch übrig.“

„Okay“, denkst du, „Ich glaube dir zwar nicht, aber es schadet wohl keinem, es mal auszuprobieren.“ Und zögerlich sprichst du aus: „Ich wünsche mir zu wissen, wer ich bin.“

„Lustig“, sagte die Alte, als sie dir den Wunsch erfüllt und für immer verschwindet. „Genau das war dein erster Wunsch…“.

Und mit dem Verschwinden des Schattens kamen, zuerst ganz langsam, wie bei einem Sonnenaufgang, die Farben zurück. Aber bei den Farben und dem. was sie Konturen gaben, sollte es nicht bleiben.

„Man sagt, Neugier ist der Katze Tod, aber was ist, wenn man schon tot ist?“, ist dein letzter klarer Gedanke, bevor auch der Rest seiner Erinnerungen wie eine Flutwelle über dich hereinbricht.

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