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Schnell und in Panik läuft sie durch den dunklen Gang auf der Suche nach einem Ausweg.

Ihr Herz rast so schnell, dass es ihr schon fast aus der Brust springt. Am Ende des Ganges rutscht sie dann auf einer Flüssigkeit aus und stürzt mit einem heftigen Knall gegen das Geländer der Treppe, welche ins Erdgeschoss führt. Sie sieht nicht nach, was es war; das Schreien ihrer Mutter hat sie immer noch im Kopf. Unter starken Schmerzen steht sie auf und bemerkt erst da, dass sie sich am Bein verletzt hatte. Schnell versteckt sie sich im Wandschrank und lauscht in die Nacht. Draußen herrscht ein Sturm, welcher die meisten Geräusche unterdrückt. Doch die Schreie einer ganzen Familie konnte er nicht unterdrücken. Zuerst ihre Schwester, aufgehängt an ihren eigenen Gedärmen. Dann ihr Vater, welcher seiner Tochter helfen wollte. Enthauptet mit nur einem chirurgisch präzisen Schlag. Ihre Mutter, bis ins Unkenntliche zerfleischt von einer Heckenschere. Und dann noch ihr kleiner Bruder… Tränen steigen ihr in die Augen beim Gedanken an ihre Familie und Zorn erfüllt ihren Körper. Plötzlich erfüllt das Knarren des Holzbodens die Stille. Schwere Schritte, welche die Treppe hinabsteigen. Sie späht mit aufgerissenen Augen in die Dunkelheit und erblickt das sanfte, blutrote Funkeln einer Klinge. Ein Blitz von draußen erfüllt das Haus und macht den Angreifer sichtbar. Eine große, vermummte, in einen eleganten Mantel gekleidete Gestalt mit einer Kapuze, welche einen Schatten auf ihr Gesicht wirft. Sie atmet unkontrolliert auf und fällt tiefer in den Schrank. Langsam öffnet sich die Tür und ein großer Schatten macht sich über dem Mädchen breit. Der Wind schlägt ein Fenster ein und füllt das Haus mit einer kalten Brise. Kaum noch der Sprache fähig versucht sie um Gnade zu flehen. Die Person kommt näher und legt ihre Hand auf das Gesicht des Mädchens. Sie, schon der Angst vollständig zum Opfer gefallen, zuckt zusammen, und Tränen benetzen ihr Gesicht. „Du wirst wunderschön sein.“ Der Angreifer holt ein klebriges, verrostetes Messer hervor und legt es an. Markerschütternde Schreie erfüllen die Umgebung. „Shhhh... es ist gleich geschafft“. Das Mädchen versucht sich noch irgendwie zu wehren und schlägt dem Angreifer ins Gesicht. Erwischt jedoch nur eine kalte, harte, weiße Oberfläche. Ein elektrisierender, stechender Schmerz erfüllt ihren Körper und sie kippt schließlich zu Boden und dann… Dunkelheit.

Epilog: Junge Stimme „Doch die Falsche, alle sind falsch.“

Ältere Stimme „Wie viele denn noch?“

Junge Stimme „Bis wir die Richtige haben.“

Ältere Stimme „Und was dann?“


Junge Stimme „Du stellst zu viele Fragen. Jetzt komm!“