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Es war ein stinknormaler, leicht regnerischer Sommerabend. Leichter Nieselregen tröpfelte auf das Fenster des 23-jährigen James. Es war ungefähr 3 Uhr morgens. James schlief schon lange als er durch einen lauten Knall aus den Federn gerissen wird.

Müde, aber auch aufgeregt machte er sich auf die Suche nach der Ursache des Geräusches. Er war Nervös aber der Geruch des nassen Grases in Verbindung mit der Wärme wirkte relativ beruhigend auf ihn und seine eher aufgeregte Art.

Im Wohnzimmer angekommen, machte er das Licht an und begann sich umzusehen. Nach ein paar Minuten bemerkte er auch schon, dass es der Spiegel im Badezimmer gewesen sei, welcher auf den Boden gekracht ist. Da er die Scherben aber erst am Morgen wegräumen wollte legte er sich wieder in sein Bett. Er versuchte wieder einzuschlafen, konnte aber aus irgendeinen Grund nicht. Irgendein für ihn unbeschreiblich unwohles Gefühl verhinderte es. Nach einiger Zeit schaffte er es jedoch und fand sich in einem Traum wieder.

Nur diesmal war es kein gewöhnlicher Traum mit irgendwelchen komischen Ereignissen, nein, dieser war anders. James befand sich in einem schwach beleuchteten Raum. Grauschwarzer Nebel stieg auf und erreichte fast seine Knie. „Hallo! Ist hier jemand!“, rief er. Jedoch bekam er keine Antwort und so versuchte er es ein zweites Mal: „Hallo!...Kann mich jemand hören? Irgendjemand?!“ Da erneut keine Antwort bekam, ging er unwissend gerade aus, hoffend, dass er bald eine Straße oder etwas Ähnliches finden würde. Beim Gehen wurden seine Beine immer müder und irgendwann machte er schlapp, viel auf die Knie und begann zu weinen. „Gibst du schon auf?“, ertönte eine dunkle leicht raue aber auf irgendeine besondere Art sanfte Stimme. „Wer zur Hölle bist du?!“ „Das ist im Moment unwichtig. Hauptsache ist, dass du hier nicht mehr Lebend rauskommen wirst, James.“ Gerade als James erwidern wollte, begann der Nebel sich zu einer düsteren Gestalt zu verformen. James fiel nach hinten. Ein kalter Schauer lief ihm seinen Rücken runter, als die Gestalt erneut zu sprechen begann. „seit Jahrhunderten jage ich schon Menschen in ihren Träumen um zu sehen, ob sie es würdig sind…“, die bleiche Kreatur beginnt ihren knochigen Arm zu heben. Die dürren weißen Finger der bereits tot scheinenden nicht Menschlichen Kreatur zeigen aus der verstaubten, zerrissenen, schwarzen Robe direkt in James angstverzerrtes Gesicht, „Und du bist es nicht.“ Seine letzte Kraft zusammennehmend, brachte er nur noch ein paar Worte hervor: „Warte, würdig…. für was sollte man würdig sein? Das skelettartige Wesen begann zu schmunzeln. Grinsend und mit einem leichten Kichern antwortete es: „Naiver Mensch. Leider kann ich dir das jetzt nicht mehr sagen. Jetzt wo ich weiß, dass du es nicht würdigt bist. Sonst würde dein jämmerlicher Verstand zerbrechen und du würdest nur noch als leere und gebrochene Hülle menschlichen Fleisches zurückbleiben. Und noch brauche ich dich.“ Mit diesem Satz streckte das knochige Wesen ins Gesicht seines Opfers und der dunkle Nebel, welcher zuvor im Raum herumschwebte, schoss aus den Fingerspitzen des Wesens direkt in James Gesicht.

Aus seinem Albtraum erwacht, fand sich James in einem düsteren, für ihn unbekannten Raum wieder. Es fühlte sich so an als würde er Auf einem hölzernen Tisch liegen. Seine Arme und Beine waren gefesselt und das Unwissen, wo er sei, machte ihn förmlich wahnsinnig. Er hatte sein Zeitgefühl komplett verloren und die kalte, nasse Luft stach in seiner Lunge.

Ein kalter, ekliger Schauer lief ihm auf als diese Kreatur durch eine knarrende Holztür den Raum betritt. Angstschweiß lief ihn übers Gesicht und er versuchte panisch sich von seinen Fesseln loszureißen. doch mehr als dass die Drähte in sein Fleisch schneiden passierte nicht. Mit aller Kraft versuchte sich James von seinen Fesseln loszureißen bis das Geschrei und der Wahnsinn von der rauen Stimme unterbrochen wird: „Wehr dich ruhig, James, sobald die Fesseln deine Knochen erreicht haben, kommst du eh nicht mehr weiter.“ In einer Schockstarre verfallen lag er nun da. Mit weit aufgerissenen Augen brachte er nur schwach stotternd ein paar Wörter heraus: „W…w...warte, w…woher kennst du m..meinen Namen?“ „Ach James..“, erwiderte das Monster mit sanfterer Stimme,“ ich weiß so einiges über dich, aber das tut hier nichts zur Sache. Hauptsache ist aber, dass ich deine Seele brauche.“ „Meine Seele!?“ „Ja, deine Seele. Immerhin muss ich stärker werden, um irgendwann die Seele des Würdigen zu finden. Aber nun zu dir.“ Voller Panik und versuchend, das Ding noch einige Zeit von sich wegzuhalten schrie er: „Warte! Was passiert dann, wenn du den Würdigen gefunden hast?“ Etwas genervt begann das Wesen auf einmal immer lauter zu sprechen: „Das ist weit über der Menschlichen Vorstellungskraft. Und jetzt sei endlich still, oder muss ich dir erst deine Zunge rausschneiden!“ Schweiß lief James über seinen Körper als das Monster näher kam und mit seinen knochigen Händen nach einem etwas rostigen Messer griff. Er setzte die Klinge an seinem zitternden Unterarm an. Langsam streifte er mit der Rasiermesserscharfen Klinge über die Haut und schnitt dabei Tief in sein Fleisch.

Vom panischen Geschrei seines Opfers genervt sagte er: „Du bist ziemlich laut, James. Mal sehen, ob wir das ändern können.“ Angsterfüllt brüllte James los während seine Tränen in Strömen aus seinen Augen fließen: „Lass mich doch bitte einfach gehen! Ich habe dir doch nichts getan!“ Immer wütender werdend begann das Wesen mit Nadel und Faden langsam James Mund zuzunähen. „So…Geschafft. Das Zappeln wird zwar so nicht weniger aber immerhin kommen jetzt nur noch Stumpfe Töne anstatt dieses nervende Geschrei.“, sagte es zu sich. Das warme Blut des Schnittes vom rechten Oberarm tropfte währenddessen auf den Kalten Fliesenboden und erzeugte damit einen Sanften Ton, welcher durch die leere, dunkle Kammer hallte und somit dem mystischen Henker eine Art Zeichen gab.

Die Kreatur griff mit seinen knochig weißen Arm in seinen Umhang und zog ein verziertes runenartiges Gefäß hervor, welches er direkt vor James auf einen kleinen Holzschrank stellte. James versuchte genauer herauszufinden, was auf der Rune geschrieben steht, aber das verstaubte und verrostete Silber erlaubten es ihm nicht, weiteres von dem Gefäß zu entziffern. Seine Konzentration wurde dennoch schlagartig unterbrochen, als er seinen Peiniger direkt neben ihn stehen sah. Er wollte losschreien doch anstatt eines Schreies brachte er nur ein dumpfes „Mmpf!“ heraus. Er versuchte ruhig zu bleiben, da sich die Drähte sonst nur noch tiefer in sein Fleisch bohren würden, doch dies schien ihm vor Angst beinahe unmöglich. Seine Augen begannen sich zu weiten, als das Monster wieder in seinen Umhang greift und ein metallenes Kreuz zum Vorschein kam. Am unteren Ende des Kreuzes befand sich eine messerartige Klinge. Die dunkle Kreatur hebt langsam seinen dürren Arm und öffnet die Hand unter der Klinge. Plötzlich stieg ein gräulicher Dampf aus dem Metall aus und die Klinge wurde immer heißer. Einige stille Minuten vergingen, in denen sich James etwas erholen konnte. Der Raum wurde ein bisschen wärmer als die bereits orangefarbene Klinge vollkommen glühte. Das Wesen packte das Kreuz und presste das heiße, scharfe Metall direkt in James Bauch. Es waren die schlimmsten Sekunden seines Lebens, als sich das glühende Eisen in sein verkohlendes Fleisch bohrte. James versuchte zu entkommen, doch sein rasches Rütteln drückte das Eisen nur an noch mehr Stellen seines Körpers. Er wollte losschreien, doch die Nähte in seinen Lippen verboten es ihm. Tränen schossen aus seinen Augen während die Drähte an seinen Handgelenken bereits an seinen Knochen kratzten und das Siedende Metall im warmen Blut des Opfers abkühlt. In seinem Todeskampf öffnete James die Augen und erkannte, wie sich aus dem Kreuz in seinem Magen ein blaulilaner Rauch Bildet und auf die Rune zuwanderte. Kaum traf der Rauch auf die Rune, schien diese den aufsteigenden Dampf zu absolvieren und begann leicht zu leuchten. Nach mehreren Minuten der Höllenqualen, war auch der letzte Rest des Rauches in der Rune gefangen, welche nun in all ihrer Pracht glänzte.

Das Wesen wendete sich zu James und begann in seiner gewohnt rauen Stimme zu sprechen: „So James, jetzt wo ich deine Seele habe bist du mir auch nicht weiter von Nutzen.“ Mit diesen Worten kam das Wesen näher zu James. Er legte alles daran, irgendwie aus dieser Situation weg zu kommen, doch er war am Ende seiner Kräfte angekommen. Mit einem Hieb schnitt die Kreatur mit dem verrosteten Messer in James Kehle und drückte ihn direkt danach seinen Hals zu. James versuchte sich ein letztes Mal zu wehren, doch seine Lage war aussichtslos. Das Wesen genoss James letzten Todeskampf, während das warme Blut seine Hände runterläuft und massenhaft auf den Boden tropfte.

James Blick wurde leerer, als er einsah, dass es keine Chance mehr gibt und er sich den Tot hingeben muss. Doch bevor er aufhörte zu Atmen, gelang ihm noch ein letzter Blick auf die silbern glänzende Rune. Er erschrak, als er auf der Rune seinen Namen eingraviert sah und seine Augen weiteten sich noch mehr, als er entdeckte, wie viele leere Runen noch in der Tasche des Wesens sind. Nun war es vollbracht… James ist tot und seine unsterbliche Seele in der glänzenden Runde gefangen. Das Wesen griff nach dem Kreuz, welches noch in er Leiche steckte und zog es raus. Es nahm die Rune und verließ den Raum und ließ James Körper als leere Hülle zum Verrotten zurück.

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