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Ich laufe langsam durch den dunklen Flur unserer kleinen Wohnung. Mein ganzer Körper fängt an zu Kribbeln. Es fühlt sich so an als würde mein ganzer Körper einschlafen. Selbst meine Zunge ist von diesem Kribbeln betroffen.


Es wird dunkel.


Ich kann nichts sehen. Nichts hören. Nicht denken.

Der erste meiner Sinne der langsam wieder einsetzt, ist mein Höhrsinn.

Aus der Ferne höre ich die Stimme meiner Mutter. Ich verstehe nicht genau was sie sagt. 

Ich spüre wie mich jemand berührt. Da die Stimme meiner Mutter nun nicht mehr ganz so fern erklingt, vermute ich dass sie es ist, die mich berührt. Für einen kurzen Augenblick spüre ich wieder dieses Kribbeln auf meinem ganzen Körper und erblicke kurz den Boden des Flures auf dem ich anscheinend liege. Ich bemerke dass meine Mutter versucht mich hochzuheben. Vergeblich.


Es wird dunkel.


Aus der Ferne ertönt erneut die Stimme meiner Mutter. Diesmal verstehe ich einen Bruchteil von dem was sie sagt. Sie telefoniert. Ruft den Krankenwagen.

Nun komme ich langsam aber beschwerlich wieder zu mir. Das Kribbeln ist nach wie vor da. Auch macht sich nun eine grausame Übelkeit in mir breit, die mich fast dazu verleitet mich zu übergeben. Da die Kraft um mich aufzusetzen nun wieder da ist tue ich dies auch.

Meine Mutter bemerkt dies und kniet sich zu mir nieder. Sie redet auf mich ein doch ich bin nicht in der Lage zu antworten. Die Kraft zu sitzen schwindet nun wieder und ich lege mich wieder auf den Boden. Dies lässt meine Mutter nicht zu und zieht mich hoch. Dies schafft sie diesmal, allerdings kann ich nicht stehen und drohe wieder umzufallen. Doch meine Mutter hält mich mit voller Kraft. Dann trifft auch schon der Krankenwagen ein. Es folgt eine kurze Untersuchung in der Wohnung, bei der mein Blutdruck und Puls gemessen wird. Alles scheint relativ in Ordnung zu sein, obwohl mein Puls etwas niedrig ist.

Ich kann nun wieder auf meinen eigenen Beinen stehen, dennoch wollen die Sanitäter mich in ein Krankenhaus bringen. Nur um sicher zu gehen.


Im Krankenhaus angekommen, werden noch weitere Tests gemacht und ich werde an eine Infusion angeschlossen. Um kurz nach eins am Morgen darf ich das Krankenhaus wieder verlassen. Allerdings fährt nun kaum noch ein Bus, da es Weihnachten und somit ein Feiertag ist. Auch kann meine Mutter nicht mit dem Auto fahren, weil sie im Krankenwagen mitgefahren ist und sowieso schon drei Flaschen Bier intus hat. Also suchen wir uns ein Taxi. Der erste Taxistand ist leer also müssen wir weiter suchen.


Wir haben nun ein Taxi gefunden. Kaum eingestiegen fährt dieses auch schon los. Nach nicht einmal fünf Minuten fahrt müssen wir schon wieder anhalten.


Ein Unfall. Abgespielt direkt vor unseren Augen. Das Auto das auf der entgegengesetzten Fahrbahn gefahren ist, ist zu schnell gefahren. Der Fahrer hat die Kontrolle über das Auto verloren. Er hat einen Schlenker nach links gemacht. Doch links von ihm stehen Bäume. In einen von diesen ist er rein gefahren, das Auto ist etwa drei Meter in die Luft geflogen und hat sich überschlagen. Es landet geradewegs auf unsere Fahrbahn mit einem Totalschaden. Es fängt an zu brennen.


Nur etwa eine Sekunde. Wären wir eine Sekunde früher mit dem Taxi los gefahren, hätte man mich nur eine Sekunde früher aus dem Krankenhaus entlassen, dann hätte das Auto uns erwischt und wir wären nun tot.


Meine Mutter und der Taxifahrer helfen den zwei Insassen des Unfallautos herauszukommen. Viele würden das folgende als Weihnachtswunder benennen, denn beide Insassen überlebten mit fast gar keinen Verletzungen.

Die Polizei trifft ein und nimmt von uns Aussagen und Personalien auf.


Alles wirkt nun wieder normal. Nur einige Dinge sind sehr merkwürdig.Seit diesem Tag habe ich schmerzen im Kopf, am Bein und im Hals. Das Atmen fällt mir schwer. Alles wirkt wie ein Traum. Ich bin nur noch müde und doch kann ich nicht schlafen.

Ich kann mir dies nicht erklären.


Es wirkt alles wie eine Traumwelt und doch fühlt es sich nicht richtig an.

Ich stelle mir immer wieder vor was geschehen wäre wenn das Auto auf uns gelandet wäre. Diese Vorstellung wirkt so real, als wäre es wirklich passiert.

Das Auto kracht in die Bäume. Der Taxifahrer versucht noch rechtzeitig abzubremsen. Doch es ist zu spät. Das Auto fliegt auf das Dach des Taxis, in dem wir drin sitzen.

Meine Mutter und der Taxifahrer werden von einem Teil des Baumes gegen den das Auto gefahren ist getroffen, da es durch die Windschutzscheibe geflogen gekommen ist. Ich werde vom Dach eingeklemmt, weswegen mein Kopf nun in einer seltsamen Position liegt. Dadurch fällt es mir auch schwerer richtig zu atmen. Ich denke nur daran ob meine Mutter und der Taxifahrer noch leben. Dann spüre ich eine unangenehme Hitze und viel Rauch aufsteigen. Es fängt an zu brennen. Der Rauch wird immer mehr und hindert mich daran zu atmen. Ich versuche mich zu bewegen, doch verspüre einen stechenden Schmerz in meinem Bein. Durch den Aufprall bin ich wohl gegen etwas mit meinem Bein gestoßen. Ich kann leider nicht sehen was, da ich meinen Kopf immer noch nicht bewegen kann. Mir wird schwindelig. Ich sehe Flammen.

Ich erinnere mich wie es wirklich geschehen ist.


Es wird dunkel.

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