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Ich stehe in einem grauen Korridor, der mich steril einhüllt, dessen flackernde Leuchtstoffröhren alles in ein unheimliches Licht tauchen. Noch vor wenigen Minuten herrschte brutales Chaos, das mich verzehren wollte. Mein Körper zerbricht fast unter der Last meines zitternden Verstandes, der trotz alledem unversehrt in mir wohnt.

„Ich bin dieser Hölle entkommen”, flüstere ich und meine Stimme hallt im Korridor wider.

Ich falle auf die Knie und umfasse meinen schmerzenden Kopf, als würde dies dazu beitragen meinen brodelnden Verstand zu beruhigen. „Meine Seele zerreißt meinen Geist”, schreie ich in mich hinein und bleibe auf dem kalten Boden liegen. Mein Blick schwimmt undeutlich über meine Umgebung und ich bemerke erst jetzt die Einschusslöcher an den Wänden, die immer noch rauchend, wie ein wirres Muster, alles einhüllen. Dumpf vernehme ich schwere Schritte die sich mir langsam aber stetig nähern, dabei versuche ich alle meine Kräfte zu bündeln, um wieder auf die Beine zu kommen.

Doch es will mir nicht gelingen.

Also bleibe ich liegen und vergehe mich im süßen Schmerz, der mich nun liebevoll umarmt.

„Ich", stottert mein Mund, "ich flehe euch an”

Aber mein Flehen verfehlt seine Wirkung und ich werde in ein heftiges gähnendes Loch geworfen, das mich wohl niemals erlösen wird. Ich verspüre ein Abdriften in eine Sphäre, die mich mit Freuden verschlingt, danach aber feucht und pulsierend ausspuckt.

„Ich habe euch angefleht”, schreie ich und mein verzerrtes Echo hallt überall wider.

Mein Blick ist wieder klar und deutlich, so deutlich das ich jedes Staubkorn in der Luft erkennen kann. Ein flirrendes schweben erfüllt mich, umhüllt mich, durchdringt mich.

Ich spüre es.

Tiefe, nie enden wollende flüssige Schwärze, erfüllt meinen bebenden Körper, der nun mitten im Raum gleitet, dabei umhüllt mich ein flammendes Inferno, das mir abartige Wärme schenkt. Klar und deutlich erblicke ich eine Gestalt, die hastig um die Ecke gerannt kommt, die ein Gewehr auf mich richtet. Sie ist in eine Art Kampfanzug gekleidet der Militärisch wirkt. Kreischende Härte schnellt auf mich zu, die mich zu zerstören versucht doch jede einzelne Kugel, die auf mich zurast zerfetzt an dem flammenden Kolorit, das mich umgibt. Das ratternde Maschinengewehr kommt zur Ruhe und ein glühend heißer Lauf blickt mich an, der qualmend schweigt.

Wieder küsst mich diese flüssige Schwärze und ein kurzschlussartiges Gefühl erfasst mich, dass den Soldaten in einem Bruchteil einer Sekunde zerreißt. Blut, Gedärme und Gehirnmasse malen ein wunderschönes Muster an die Wand, das mich zufrieden erfreut. Dennoch streicheln schwarze Tränen meine Wangen, die aus meiner flüssigen Verderbtheit stammen, die meine Seele entzwei spaltet und nur noch Grauen zulässt.

Schmerzende Lust erfasst mein Zentrum, das mich verfluchend vergewaltigt, „Ich will in verglühender Zerstörung lieben”, stöhne ich und vergehe in einem liebenden Höhepunkt, der meine Seele nun endgültig verkohlen lässt.

„Ihr wolltet ein kleines Mädchen, hauche ich kaum merklich, Ihr habt Verderben bekommen.”

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