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Die Parkbank, auf der ich sitze, wird von Sträuchern umringt. Vereinzelt zieren mittelgroße Birken die Umgebung. Mein Blick schweift über den Schotterweg, der zu meinen Füßen liegt, bis hin zum Gartentürchen der den Eingang zum Stadtpark beschließt. Wieder ziehe ich an der Zigarette in meiner Hand und inhaliere den Rauch. Dahinter liegt die Hauptstraße die Tagsüber vom hektischen Straßenverkehr erfüllt wird, doch nun mitten in der Nacht herrscht nur Stille. Ich lasse den Rauch aus meinem Mund strömen und vergehe mich wieder in meinen verstörenden Gedanken. Verwinkelte Bösartigkeiten die in meiner flüssigen Hölle wohnen, lassen mich in einer bizarren Welt verweilen. Einer Welt die ich hasse und doch zugleich liebe. Liebende Grausamkeiten nach denen ich mich verzehre. Ich starre auf den Zigarettenstummel dessen Glut sich bis zum Filter gefressen hat. Langsam erlischt sie, aber in mir entflammt wieder der flüssige Schrecken gegen den ich mich nicht wehren kann.

Ich liege in meinem Bett und starre in die Dunkelheit die mir so vertraut ist, doch starrt sie nicht zurück so wie ich es gewohnt bin. Heute Nacht ist sie dumpf und leer, wie in einer mondlosen Finsternis. So leer und dumpf wie meine verkohlte Seele, die flüssig in mir wohnt. Dann höre ich das Klicken meiner Zimmertür und ein kleiner Spalt Licht kriecht über die Decke. Ich presse meine Augenlider zusammen bis diese schmerzen, während furchtbare Angst meine kleine verdorbene Seele erfüllt. „Bitte lass mich heute Nacht gefühllos sterben”, bete ich lautlos in den Himmel. Wieder vernehme ich das klicken der Tür und ich spüre das ich nicht mehr allein im Zimmer bin.

Es wird wieder geschehen. 

Ich lasse alles über mich ergehen und versuche es nicht zu fühlen. Doch es gelingt mir nicht, denn jede noch so flüchtige Berührung, die in mir Ekel auslöst, vergräbt sich in meinem unschuldigen Verstand.

Widerliche Zuneigung vermischt sich mit zerstörter Liebe und mein Zentrum schreit nach kalter Ewigkeit. Wieder alleine liege ich verschwitzt und schwer atmend in meinem Bett, bettele wie jedes Mal nach Taubheit, die mir wohl niemals geschenkt wird.

Meine Erinnerungen verbrennen in einem zerstörerischen Nichts, wieder treten schwarze Tränen hervor und küssen die finstere Nacht. Mein Blick wandert hinauf zu den kalten Sternen, mich erfasst ungeahnte Leere die sich in mir verliebend einnistet. Mein Körper fühlt sich fremd und verlebt an, während mich vergewaltigende Erinnerungen quälen.

Es ist vorbei”, schluchze ich gen Himmel in der Hoffnung ein höheres Wesen, das dort oben wohnen könnte, empfängt mein Flehen. Aber niemals werden diese Erinnerungen verblassen, niemals werden sie mich loslassen.

Unter der Dusche versuche ich diese einseitige Liebe loszuwerden die mich weinend heimsucht. Seit Stunden habe ich diesen ekelhaften Geschmack im Mund, der sich bis zu meinen schwimmenden Eingeweiden erstreckt. Benutzte Zweisamkeit verkrampft sich in mir und mir wird die Kluft der Hölle aufgestoßen. So sitze ich zusammengekrümmt da, indessen mir das heiße Wasser über meinen zerstörten Körper fließt. Minuten werden zu Stunden bis ich endlich die Kraft finde meinen verkommenen Leib, der sich schon vor sehr langer Zeit von meiner Seele getrennt hat, zu bewegen.

TTT88

Ich blicke in den Spiegel, der mir ein verbrauchtes Mädchen zeigt, das sich nicht mehr erleben will.

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