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Schlagartig erwache ich aus diesem verdrehten Traum, der mich schon seit Tagen heimsucht. Diese Bilder aus einer scheinbaren erdachten Hölle, die mich verschrecken, zeigen mir Lustvoll schmerzende Trugbilder. Diese hallen als langes Echo in meinem Kopf wider, langsam aber dennoch laut verblassen sie.

Mit verschwommenen Blick starre ich auf die Wand, die mit irgendwelchen unleserlichen Graffitis beschmiert ist. Meine Sinne drehen sich nur langsam in eine harte Realität die ich niemals gewollt habe, in eine Leere grausamen Welt. Langsam kehrt ein Gefühl in meinen fröstelnden Körper zurück und ich spüre diese Kälte die mir schon lange den Rücken zugekehrt hat.

Ich richte ich mich langsam auf...

Taubheit ersetzt nun dieses "Gefühl" bei dem mein Verstand rebelliert, doch meine Seele sich darin suhlt. Ich greife, neben mich, zu der Flasche Whisky die ich gestern in einem Laden mitgehen lassen habe und nehme einen großen Schluck daraus, brennend fließt die hochprozentige Flüssigkeit durch meinen Rachen die mir sofort den Atem raubt.

Dreckiger billiger Fusel”, denke ich und werfe die geleerte Flasche gegen die Graffiti beschmierte Wand die dort in tausend Splitter zerbricht.

Ich bin ebenso billig und dreckig”, sage ich mit leiser Stimme die sowieso niemand hören will. Klaustrophobisches Schweigen ist die Antwort die ich bekomme und genau das ist mein Leben. Was noch davon übrig geblieben ist.

Ich habe eine Hölle durch eine andere ausgetauscht”, Selbstmitleid erfasst mich, die einzige Freude des heutigen Tages. Wie immer.

Der feuchte modrige Geruch der mir in die Nase stieg, verlieh meinem Erwachen einen unwillkommenen Empfang. Mit verbundenen Augen wusste ich genau, in welcher Situation mein Dasein sich nun erleben durfte. Hier durfte meine schwarze Seele all das genießen was ich ihr nicht geben wollte, um mich vor dieser Zerstörung meines Verstandes zu schützen. Erniedrigung, Schmerz und Lust schloss sie in ihre geifernden Gebete ein um mich zu quälen, um mich der Hölle in die Arme zu treiben.

"Der Keller der Ungehorsamkeit" nannte es mein Pflegevater.

Hier wurde ich hinuntergebracht wenn er der Meinung war ich hätte es verdient.

Ich nenne es den Vorhof zur Hölle”, in einem resignierenden Flüstern.

So saß ich nackt auf dem altbekannten Holzstuhl an deren meine Gliedmaßen gefesselt waren. In wenigen Minuten würde ich wieder darum kämpfen müssen, dieser Hölle in mir den eintritt zu meinem Seelenheil zu verweigern. Es gelang mir schon einige Male, doch trieb mich der stechende Schmerz der kratzend meinen Körper schändete jedes Mal in den Wahnsinn. Laut rufend schlich sich eine süßlich quälende Tortur in meine Perle, die nach Begierde und Schmerz schrie.

Sie wollte es unbedingt, mich verzehren”.

Dann vernahm ich schwere, sich nähernde, Schritte auf den Treppenstufen die mir Entsetzen in mein ängstlichen Verstand meißelten. Ich versteifte mich und wollte einfach sterben, eine losgelöste Agonie sein. Sie wurden lauter und lauter, bis diese im Kellerraum widerhallten aber es darauf nur noch nach Stille...

...Verdrehtes Schreien erfasste meinen Körper und ich spürte wie eine Zigarette auf meinem nackten Oberschenkel verglühte.

Doch die flüssige Verderbnis vergnügte sich in einer verkrümmten Lust, die mich innerlich deformierte. Bevor sich dieser Schmerz auflösen konnte erfasste ein heftiger Schlag meinen Kopf, unbarmherzig riss dieser zur Seite und brennende Taubheit verbreitete sich auf meiner Wange.

Dir dreckigen Schlampe werde ich Manieren beibringen”, vernahm ich hohl die finstere Stimme des Mannes der mein Pflegevater war.

Einen kurzen Moment schwieg ich, doch dann...

Mehr hast du nicht zu bieten”, verzerrte meine Stimme in ein hämisches Grinsen, dass ich sofort aus tiefstem Herzen bereute. Ich spürte wie sich mein Selbst langsam auflöste und immer mehr zu diesem Selbstverletzenden Monster wurde das mich verschlucken würde.

Versuchend es zu kontrollieren, versuchend es zu bändigen.

Doch mit jedem Moment dem ich dieser Marter ausgesetzt war, lächelte es mich immer mehr an. Mein Kopf wurde zur anderen Seite gerissen und diesmal war der Schlag noch härter, noch brutaler als der vorherige. Drehende Besinnungslosigkeit nahmen meine Sinne als Geisel und ich begann gefährlich, in diese Mitleidlosigkeit abzudriften. Ein ungleicher Kampf zwischen meinem Verstand und meiner Seele entbrannte, quellende Gefräßigkeit spritzte dort wie eine ölige Pfütze. Und was mir Monate gelungen war, dieses Monster zurückzuhalten, explodierte soeben in einem dämonischen Feuerwerk. In eisiger Feuersglut zerschmolzen die Kabelbinder, die mich bis zu diesem Augenblick an den Stuhl gefesselt hatten, in eine verschwindende Banalität. Plagende Hitze beherrschte mein Umfeld das den Stuhl unter mir in einen verkohlenden Frevel verwandelte und ich spürte abnormales schweben. Nun war der restliche Verstand aus meinem Körper gewichen und es existierte nur noch...

Ein kurzer Schrei drang an meine Ohren und ein feuchtes Gemetzel klatschte an die Wand des Kellers, ich wusste, nichts würde dieses Liquide Inferno aufhalten. Meine Stimme war rau und gezerrt als sie meinen Mund verließ, „Du elender Abschaum eines Menschen".

Gähnende Leere umhüllte mich, Dunkelheit.

Mit Müdigkeit erfüllt stapfe ich durch die Straßen die sich mir eröffnen und beobachte den Sonnenuntergang. Aggressives rot schiebt sich über den Horizont und verwandelt den restlichen Himmel langsam in dieses nichts sagende, blasse, Blau das in ein schwarz übergeht, auf den ein beschissener Tag bald endet.

Die Sonne verliert langsam ihre Kraft und ich spüre den Winter auf mich zu kommen, da die Tage schon wieder kühler werden. Doch im Moment hilft der Whisky in meinem Körper, dieser erfüllt seinen Zweck und die Kälte kann mir nichts anhaben.

Ttttttttttt

Nicht heute Nacht......

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