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Einst ein Mann das Mädchen sah,

im Schein des Mondes ihr Gesicht bewahr.

Bleich wie Kreide,

weich wie Blüten.


Aber sie anzufassen – gelehrte er sich zu hüten,

selbst wenn ihre Augen wie zarte Rosen blühten.

Flossen Tränen unerbittlich,

bis ihr Antlitz war nicht kenntlich.


Junge Dame, was quält Ihre Seele?

Sprach er, derweil er sich zu ihr begab.

Auf seinem Gesicht sich ein Grinsen stählte,

und seine toten Füße gen Boden scharb.


Junge Dame, was quält Ihre Seele?

Der Mann die Fremde nochmals fragte.

Sah, wie ihr Körper müde schwankte,

muss achten welch Worte ich wähle.


Das Mädchen mit Furcht beacht,

er sah wie zerfloss ihre Tracht.

Blutrotes Kleid, gleichkommend einer Blutlache,

niemand war hier, der über sie noch wachte.


Der tote Mann lachte voll Bitterkeit,

zum Töten allzeit bereit.

Armes Mädchen er nun sprach,

und sich an ihrem schönen Antlitz vermach.


Jedoch das Mädchen weinte und weinte,

Träne um Träne sich zu kleinen Pfützen vereinte.

Lass mich dich erlösen von jedwedem Schmerz,

indem ich voll Wehmut zerquetsche dein Herz.


Mit einem Ruck seine faule Hand eindrang,

und er ihr heißes, rasendes Herz gewann.

Das Mädchen schrie mit letztem Atemzug:

So helft mir doch, ehe ich ertrinke im eigen Blut!

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