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„LASS MICH LOS, DU VOLLIDIOT!“, fauche ich den Mann wütend an.

Vergebens, er zerrt mich weiter den sandigen Abhang herunter. Stackse ihn mit meinen hohen schwarzen Lederschuhen nach. „Ich sagte, du sollst mich loslassen.“

Der Mann ignoriert mich, endlich sind wir auf flacheren Boden angekommen. Er wirft mich zu Boden in den Dreck und Staub der Wüste. Versuche von ihm weg zu kriechen. „W- was willst du von mir?“

Seine schwarze Ledermaske zeigt die Gesichtszüge eines Lächeln. „Das weisst du doch.“, sagt er sanft in einer verzerrten Stimme, „Ich will dich.“

In dem Moment trifft ein gewaltiger Schlag sein „Gesicht“. Der Mann fällt zu Boden, wie ein Kartoffelsack, bewegungsunfähig. Eine andere Frau, ebenfalls mit Lederschuhen und in knapper Kleidung. Ihr rotes Haar ist zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Sie packt mich an der Hand.

„Komm mit.“, sagt sie kalt.

„Nicht bevor du mir sagst, was hier los ist, bitch.“, erwidere ich gereizt, „Dieser Kerl da wollte mich umbringen... oder anderes. WER IST DER TYP? Und wer bin ich? Und wieso habe ich dieses Zeug an? Nun rede gefälligst, Schlampe.“

Die Frau verdreht nur die Augen, zerrt mich hoch und drückt mich, ungeachtet meiner Wehr, in Richtung Straße.

„Hey, lass mich los.“, kreische ich, „HILFE! Hilfe! Kann mir den niemand helfen? Eine Verrückt entführt mich gerade!“

Ein Schlag auf meinen Hinterkopf. „Wir sind hier in der Wüste, Dummkopf. Hier wird dir niemand helfen. Mal abgesehen davon, dass ich deine einzige Hilfe bin.“

„Wie meinst du das?“

„Ich hab keine Zeit, dir schon wieder alles zu erklären. Fakt ist, dass du sicher nicht von dem Mann geschnappt werden willst.“, wir kommen an einem Stück Straße an, die andere Frau, drückt mich gegen das Auto. „Nicht wahr?“

Ich nicke ängstlich.

„Gut.“, sie geht zum hinteren Teil des Autos. Eins dieser typisch amerikanischen Autos. Ein roter Plymouth Fury mit diesen spitzen Heck. Sie macht den Kofferraum auf, „Dann steig gefälligst ein.“

Ich schaue sie perplex an. „Ich werde ganz sicher nicht“- Ich werde in den Kofferraum gedrückt, die Klappe geht zu und ich kann das Geräusch eines aufheulenden Motor hören.


„LASS MICH GEFÄLLIGST RAUS!“, schreie ich.

„Bitte? Es war ja schon schwer genug dich reinzukriegen.“, kann ich unter den leuten Brummen des Motors raushören. Das Auto fuhr eine ganze Weile geradeaus. Es war beinahe schon zu ruhig. Da passierte es.

Schüsse hallen durch die Landschaft. Das Platzen eines Reifen ertönt und ich werde durch den Kofferraum geschleudert, als das Auto von der Straße abkommt. Dann prallt das Auto mit etwas zusammen. Auf einmal ist alles totenstill. Ich traue mich nicht, nur eine Bewegung zu machen, da wird schon die Koferraumhaube aufgerissen und ich herausgezogen.

Perplex schaue ich mich um. Die andere Frau hält mir eine Pistole an mein Kinn. Circa 10 Meter von uns entfernt steht der Mann. Seine schwarze Ledermaske immer noch tief unter der Kaputze und den Mantel versteckt, kommt er immer näher auf uns zu.

„Halt.“, sagt die Frau und zum ersten Mal meinte ich s etwas wie Angst in ihrer Stimme zu hören, „Du musst nicht herkommen. Du kannst sie haben.“, die Frau schubst mich ein Stück vor und ich sah in das „Gesicht“ des kolossartigem Monsters. Es schien zu grinsen.

„Sie ist nur ein kleiner Fisch.“, gibt er in einem verachtenden Ton zurück, „Ich hätte viel mehr Interesse an dir.“

Die Frau schaut ängstlich erst zu mir, dann zu dem Mann. „Nein.“, flüstert sie.

Der Mann tritt nach vorne, langsam, zielsicher. „Doch Mara.“, sagt er leise, „Es liegt nicht in deiner Hand, mein nächstes Opfer zu entscheiden.“

Er bleibt stehen, dreht sich zu mir um. Nun steht er vielleicht einen Meter von mir entfernt. Zittere. Die Aura dieses Typen war furchteinflößend, unbehaglich und bedeutete keinesfalls etwas Gutes.

„Dein Leben bleibt heute verschont.“, lacht er und nimmt Maras Hand, „Und du kommst heute mit mir.“

Mara schaut zu mir. Tränen fließen über ihre Wangen. Sie sieht nun nicht mehr kalt aus. Sie sieht nun verletzlich aus, zart und... gebrochen. „Es tut mir leid.“, flüstert sie.

Der Mann legt ihr die Hand auf den Rücken, dreht sich mit ihr um und mit einem Mal wurde alles um mich herum schwarz.



Ich öffne meine Augen. Meine Lippen sind trocken. Bäume mich auf und ziehe die Nadel, die bis jetzt noch in meinen Arm steckte aus meinen Arm. Schaue auf Mara. Armes Mädchen. Ihr Vater hat sie und ihre Schwester vergewaltigt, als sie klein waren und irgendwie ist sie dann in diese ganze Drogengeschichte hier reingerutscht.

Mara hat Schaum vor dem Mund. Sie starb wohl an einer Überdosis Heroin. Er hat sie mitgenommen... Dieser Mann mit der Maske... der Tod.

Ich nehme eine neue Spritze in die Hand, bereite das Heroin vor.

Ich werde diesen Mann dafür büßen lassen, dass er mir Mara genommen hat.

Steche mir die Nadel ein weiteres Mal in eine der entzündeten Einstichstellen und spüre, wie die Flüssigkeit wieder langsam meinen Geist einnimmt.

Er wird dafür büßen, dass er mir meine Schwester genommen hat.

Aylo (Diskussion) 17:00, 12. Feb. 2015 (UTC)

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