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Ich wache nie auf, ich schlafe immer gut. Ich schlafwandle nie, ich leide nie an Schlaflosigkeit. Ich bin eines dieser Mädchen, die sich vollkommen auf die Schule konzentrieren, ich gehe pünktlich um zehn schlafen und stehe ebenfalls pünktlich um sieben wieder auf - dazwischen ist nichts, kein Aufwachen, keine nächtlichen Toilettengänge und keine bösen Träume. Ich bin noch nie aufgewacht, bis zu diesem Tag...

Es war wie immer eine ruhige Nacht, und selbst wenn es nicht ruhig war, mich bringt ja eh nichts wach - dachte ich mir. So ging ich Donnerstags um Zehn schlafen. Ich legte mich ganz normal hin, deckte mich zu und schloss meine Augen, zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass ich nicht um sieben sondern viel früher Aufwachen würde, ein Aufwachen das mich nie wieder schlafen ließ. 

Ich höre eine Fensterscheibe klirren. Moment, ich höre etwas? Ist denn schon sieben? ich schaue auf meinen kleinen Wecker, der neongrün leuchtete: 01:43. Mir läuft ein Schauder über den Rücken, ich bin jetzt seit fünfzehn Jahren nie aufgewacht, warum jetzt? Beunruhigt laufe ich die Treppen runter Richtung Küche, bereit zu schreien, da ich ja in einer reichen Familie lebe könnte ein Einbrecher im Haus sein. Doch was mich da erwartet, sowas grausames, mit so etwas habe ich nie gerechnet. Ich schaue leicht um die Ecke damit ich dem Einbrecher nicht ein zu leichtes Ziel bin, doch was ich sah war eindeutig kein Einbrecher. Es war zu unmenschlich und es sagte nur immer wieder die gleichen Worte, die jedoch ziemlich verständlich sind: Finden, finden, finden... Wie soll man so etwas verstehen? Wie soll man solche Worte verstehen wenn neben diesem Wesen der tote Hund liegt? Wie beherrsche ich mich, nicht zu schreien? Und als ich mir diese Fragen stelle, dreht sich dieses etwas um, ich denke nicht mehr, ich renne nur noch - in mein Bett, und hoffe das ich doch träume. Ich verkrieche mich sofort unter meine Decke, schließe meine Augen und warte und tatsächlich, kommt es ebenfalls hoch, in mein Zimmer doch es ritzt noch etwas in der Wand ein, mit der Pfote meines toten Hundes. Dann verkriecht sich dieses Wesen unter mein Bett. Wo waren meine Eltern? Wieso hilft mir keiner? Alles Fragen die vermutlich meine letzten sind. Das Neonlicht leuchtet auf die Wand, in der Worte eingeritzt sind, die ich lesen kann. Und als ich es tu, bleibt mir der Atem stehen. Ich habe noch nie so viel Angst gespürt wie jetzt. An der Wand steht nur: Ich weiß, dass du wach bist...

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