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Wir sind schon zusammen, seit ich denken kann, mein Rattfratz und ich.

Seit dem Moment, in dem er mir als Geburtstagsgeschenk präsentiert wurde, waren wir ein Herz und eine Seele. Sommer, in denen wir fröhlich herumtollten gingen in Winter voller Schneeballschlachten über. Bevor wir es bemerkten, waren wir alt genug, um mit dem Training anzufangen. Keiner von uns beiden wusste, was genau das bedeutete. Unser Sportlehrer teilte uns eines Tages einfach in Paare auf und las uns irgendwelche komplizierten Verordnungen vor, bevor er „Kämpft!“ rief. Ich sah voller Entsetzen dabei zu, wie mein Klassenkamerad seinem Habitak befahl mein Rattfratz zu attackieren und das alles unter dem bestätigenden Blick unseres Lehrers.

Ich sah die Böswilligkeit in den Augen eines Kindes, das ich einst für einen Freund gehalten hatte, aufleuchten. Nach jeder Attacke beglückwünschte er sein Pokémon zu jeder Grausamkeit, die es meinem Rattfratz angetan hatte. Als ich das grausige Schauspiel nicht mehr mit ansehen konnte, gab ich den Kampf auf und bekam dafür ein „Ungenügend“.

In dem Moment wurde mir bewusst, dass Trainer ihre Pokémon nicht auf die gleiche Weise wie ich liebten. Sie hatten keine Bedenken dabei, sie in Arenen zu schicken, um sie zu ihrem Vergnügen kämpfen zu lassen. Ihr unstillbarer, gnadenloser Hunger nach Ruhm und Reichtum brachte sie dazu, die gleiche Art von Gräueltaten zu begehen, wie sie in den Geschichtsbüchern stehen. Darum tun wir es; nur so können wir unsere Entschlossenheit stärken.

Es laufen genug Narren umher, die ihre Befriedigung aus der blinden Gewalt ziehen, dass es fast schon zu einfach ist, sich als einer von ihnen auszugeben. Fordere einen von ihnen zum Kampf heraus und sie werden bereitwillig darauf eingehen – mit einem leeren Lächeln versuchen sie ihren Blutdurst zu verstecken. Erst wenn mein Rattfratz sie direkt attackiert, begreifen sie die Schmerzen, die sie ihren Pokémon so kaltherzig angetan haben. Wenn seine Zähne in ihr weiches Fleisch schneiden, erlangen sie die Gabe des Verstehens. Sie waren hervorragende Schüler, aber mein Rattfratz war ja auch ein hervorragender Lehrer, der immer bereit war etwas extra Zeit zu investieren, wenn es bei einer Lektion nötig war.

Aber ganz egal wie viele Menschen wir über die Natur der Gewalt aufklären, es wird immer solche geben, die sich bereitwillig an der Ausbeutung der Pokémon beteiligen. Sie werden niemals verschwinden. Das Böse findet einen Weg um zu gedeihen. Unser einziger Trost ist, dass, auch wenn es unser ganzes Leben lang dauern sollte unsere Mission zu erfüllen, es keinen anderen Ort gibt, an dem wir lieber währen, als beieinander.

Quelle: http://gamingcreepypasta.wikia.com/wiki/Education

Übersetzt von FreeKyandi

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