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Wir alle haben sie... Träume

Klar, meistens erinnern wir uns nach dem Erwachen so gut wie gar nicht mehr an sie. Aber gelegentlich prägen sich manche von ihnen ein, oft nur für wenige Tage aber auch für Jahre. Sie brennen sich dir ins Gedächtnis und können dein Leben beeinflussen. Wenn das der Fall sein sollte hoffe ich nur für dich, dass er schön war.

Es ist mitten in der Nacht, als ich in meiner Schlafcouch aufwache.''''

Ich kann nicht in meinem Bett schlafen, da ich mich darin irgendwie unwohl fühle.''''

Allerdings fühlt sich etwas anders an, als wenn ich sonst wach werde. Irgendwas stimmt nicht, es passt etwas nicht, Jedenfalls fühlt es sich so an. Allerdings mit den Blick hoch zur Decke kann ich nicht sagen was es ist. Ein gefühlsleerer Blick meinerseits zur Seite half mir auch nicht weiter.''''

Es vergehen weitere 5 Minuten, bis ich mich zum Aufstehen bewege......''''

Was ist jetzt? Mein Herz, es sticht und rast und Irgendwas schnürt mir die Kehle zu. Mein Blick verschwimmt während ich nur ein einzelnen Punkt halb anfokussieren kann. Und mir rauschen die Ohren wie das eines leeren TV Senders.

Während mir etwas die Luft aus der Lunge zieht, wird mir schwindlig und schwarz vor Augen und ich falle keuchend auf die Knie. Das Gefühl der Panik und bevorstehenden Ohnmacht macht sich immer breiter, bis...

Bis ich wieder auf der Couch erwache. Wieder einmal liege ich kerzengerade mit den leeren Blick zur Decke.

“Es, es war nur ein Traum” sag ich zu mir. Bis nun Ja , ich mich wieder so beobachtet fühle.

“Ich, Ich muss hier raus!!! Bevor ich noch durchdrehe.”

Eilig greife ich meine Sachen und sprinte den Flur aus meiner Wohnung runter.

Die Straße ist menschenleer, kein fahrendes Auto und kein einsamer Fußgänger ist in Sicht. Nur die Lichter der Laternen und die schummrigen Abendlichter der Geschäfte, zeigen eine Art schlafendes Leben.

“War ja klar, da geht man einmal wieder seit langen raus und kein Mensch in Sicht.”

Mich selbst umarmend vor Kälte und Einsamkeit, bog ich um die nächste Ecke. Schlagartig gaben meine Knie nach und zitterten.

“Nicht schon wieder.... Warum jetzt ...”

Ich griff mir vor Schmerzen ans Herz während ich nach Luft schnappte und auf meine Knie fiel. Meine Ohren rauschten wieder und ein Pfeifen im Ohr wurde immer lauter. Immer weniger war zu erkennen. Die Schmerzen lassen mich schon fantasieren, denn ich sah Schatten von Menschen.

Doch warte. Ist es wieder ein Traum? Vor Schmerzen fiel ich dann doch in Ohnmacht.

“Und täglich grüßt das Murmeltier. Fuck was soll die Scheiße!”

Diese Gedanken kamen mir sofort hoch, als ich wieder in der Couch wie schon die Male davor erwachte.

Erst jetzt merkte ich was abgesehen von den Gefühl beobachtet zu werden nicht stimmte.

Dies ist nicht meine Wohnung. Es ist eine modernere und sterilere Variante und klar so würde ich sie auch gestalten. Aber es ist nicht meine Wohnung.

“Fuck, ich träume immer noch!!!”

“Nein ich warte jetzt nicht, bis ich wieder durch eine Panik Attacke wieder in den nächsten Traum gejagt werde nur um mich weiter in diesen Teufelskreis zu befinden.”

Ich versuchte es zuerst mit klischeehaften Sachen. Wie Wachkneifen, sich selbst mehrmals eine zu kleben doch.... Zwecklos. Nicht mal kaltes Wasser half, mich aus dieser Lage zu bringen.

Ich musste drastischere Maßnahmen ergreifen.

Der Drang, wach zu werden, ließ mich jede Vernunft und Zeichen von gesunden Menschenverstand vergessen.

Ich schlug mir den Kopf mehrmals wiederholt so gegen die Wand, dass ich es in meiner Schädeldecke Knacksen hörte. Das Blut floss mir dabei zwischen den Haaren hinab, über meine Augen und den Rest des Gesichtes.

“Nichts…”, brachte ich in einen höheren spöttischen Ton heraus.

Ich lief in die Küche und fand es. Ein großes Messer.

Mit den Messer grinsend und zitternd in meinen Händen haltend.

Setzte ich mich mit voller Vorfreude, in der Erwartung diesem Alptraum zu entkommen aufs Bett im Schlafzimmer, welches mich leicht an ein Krankenhauszimmer erinnerte.

Ich legte mich hin. Und spürte wie mein Kopf von den Schlägen dröhnte.

Zuerst schnitt ich mir längs über die Arme, ohne Schmerzen zu fühlen, dann in meinen Bauch. Ich stach mir in die Nieren, endlich ein Gespür von leichten Schmerzen.

Euphorie machte sich breit, ein Stich in die Schulter ließ mich breit grinsen. Es tat so gut. Ich setzte mir nun das Messer in linken Mundwinkel an und machte einen kleinen Schnitt.

“Ha ha Ha...” Durch das Lachen riss mir das Gesicht auf und ich spürte jede einzelne Sehne und jeden einzelnen Muskel reißen.

Doch meine Euphorie wurde gebremst.

Hysterisch lachte ich weiter als mir eins bewusst wurde.

Ich muss warten.... Sitzend auf der Bettkante sah ich, wie ich mittlerweile aussah. Eine in der Dunkelheit erscheinende schwarze Pfütze machte sich breit. Mein Spiegelbild sah schrecklich aus. Nicht der zustand war das, was mich beunruhigte. Eher dieses Grinsen und ich meine nicht diese riesige Wunde im Gesicht. Nein das Funkeln in seinen Augen.

Dieser Blick stammte nicht von mir.... Oder etwa doch ?

Ich war mir nicht sicher. Es schien meinen bösartigsten Teil meiner Person zu wieder spiegeln. Den ich nicht wahr haben will.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, passierte das, worauf ich solange gewartet hatte.

Mein Herz es verengt sich und sticht. Dieses schöne Rauschen und Pfeifen in den Ohren. Diese immer verzerrte Sicht. Es fühlte sich nach dieser ganzen Zeit an, wie der erste Schritt in die Freiheit nach ewig langer Folter, schmerzhaft aber wunderschön.

Von der Bettkante hinab in die Blutlache auf dem Boden, fühlte sich dieser Fall an, als ob ich fliegen könnte.

Ich war mir sicher ich würde jetzt aus einen langen, nein diesen Alptraum erwachen.

Kurz vor meiner Ohnmacht sah ich ihn, einen schwarzen von Qualm umhüllten Schatten.

Er stand vor mir. Aber da war doch der Spiegel?

Ich wurde wach und befand mich jetzt endlich wirklich in meiner Wohnung. Zwar starrte ich wieder die Decke an aber ich war 100%ig wach.

Eine entstellte Fratze zeigte sich auf einmal vor mein Blick umhüllt von schwarzen Qual. Es war meine.

“Hallo mein Freund endlich wach? Schade, du musst dich leider wieder zur Ruhe legen. Nach all den Jahren will ich leben. Mir wurde es Leid nur ein unterdrückter Teil deiner Selbst zu sein. Nun wirst du unterdrückt. Ich werde nun das machen, was du dich nicht trautest.”

sagte diese entstellte Gestalt meiner selbst, in einer flüsternden hauchenden Stimme, die mir fast die Ohren bluten ließ.

“Was meinst du?”

“LEBEN mein Freund, LEBEN. Weißt du wie es ist, unterdrückt zu werden und nur als kleine Gedanken, deines Verstandes abgestempelt zu werden? Das gerade eben war der Epilog für mich, deinen Wahnsinn.

All deine nächtlichen Fantasien sollen wahr werden.

Du hast eine ziemlich sadistische Fantasie, mein Freund. Nämlich, mich!

Und die muss nun rausgelassen werden. Am besten ich fange bei den Menschen an. Die du nicht magst,

oder gar deinen Hass auf ihren Schultern tragen.

und dann, arbeite ich mich vor.

Zu den Menschen, die dir immer wichtiger sind. Bis zu Grande Finale. Den wichtigsten Menschen in dein Leben. Sie haben es alle verdient. Sie haben dich, und was schlimmer ist, mich verletzt.” flüsterte er mir immer Hass erfüllter und euphorischer zu.

“ Nein!!! Das kannst du nicht tun.”

“Doch das kann ich, vergiss nicht. Es sind deine Gedanken. Ich bin lediglich die Waffe in deinen Händen, den Abzug betätigst immer noch du.

Ich werde es genießen, jeden Einzelnen leiden zu sehen.

Wie sie sich vor Angst einnässen oder vor Schmerzen um den Tod betteln. Wie sie sich vergebens wehren, fragen warum und dann ihre letzte Hoffnung verlieren. Hach Gott das wird ein Spaß. Aber Schluss mit den Träumen meinerseits, kommen wir wieder zu dir.

Nun wirst du in die Tiefen deines Verstandes verdrängt. Aber keine Angst, wenn ich fertig bin, dann lass ich dich wieder frei. Auf der Bühne des großen Höhepunktes. Kurz vor den Ableben des wichtigsten Menschen deines Lebens. Welch schönes Szenario. Shakespeare könnte es selbst nicht besser schreiben.

Dann wird auch das letzte bisschen Verstand von dir zerfallen und sich den Wahnsinn hingeben.

Ich freue mich ja schon so. Dann sind wir endlich eins und du versuchst mich nicht mehr los zu werden.

Und nun mein Freund.

Psst. Nun Träum weiter.

Wir sehen uns wieder.”

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